Wachtberg: Telefonbetrüger bei Geldabholung festgenommen
Wachtberg. Der Bonner Polizei gelang am Montag, 24. Oktober in Wachtberg erneut die Festnahme von drei Geldabholern. Zuvor hatten Telefonbetrüger eine 84-jährige Frau aus Wachtberg ins Visier genommen. Ein 47-jähriger Mann sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Die Seniorin wurde bereits in der vergangenen Woche von den Telefonbetrügern kontaktiert. Der Anrufer gab sich in dem Telefongespräch als Bankmitarbeiter aus und tischte der 84-Jährigen eine Lügengeschichte auf. Auf ihrem Konto würden sich angeblich 2.000 Euro Falschgeld befinden. Die Frau solle genau diesen Betrag von ihrem Konto abheben, ihn so aus dem Geldkreislauf herausholen und an Geldabholer übergeben. Das Falschgeld würde dann ausgetauscht und später wieder an die 84-Jährige übergeben. Die Geldübergabe fand dann auch am Freitag, 21.10.2022, an der Wohnanschrift der Frau in Wachtberg statt. Am Sonntag, 23.10.2022, wurde die Geschädigte erneut angerufen. Die Betrüger wollten mehr. Jetzt sprach die 84-Jährige mit einer angeblichen Kriminalbeamtin, die weitere mehrere tausend Euro forderte. Eine erneute Geldübergabe wurde für den Montag vereinbart. Die Geschädigte, der inzwischen Zweifel gekommen waren, verständigte die Polizei. Bei der geplanten Geldübergabe gegen 15:45 Uhr am Montag warteten dann auch mehrere Zivilbeamte auf die Geldabholer. Als ein Pkw mit drei Verdächtigen (zwei Frauen und ein Mann) vorfuhr, erfolgte die Festnahme. Während ein Beamter sich das geöffnete Fahrzeug lehnte, um auf die 32-Jährige Fahrzeugführerin einzuwirken beschleunigte die Frau den Pkw und der Beamte wurde von dem anfahrenden Fahrzeug wenige Meter mitgezogen. Ein weiterer Polizeibeamter, der sich vor den Wagen stellte und Anhaltezeichen gab, wurde von dem Fahrzeug touchiert. Letztlich gelang es den Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen und der Pkw kam zum Stehen. Beide Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Neben der 32-jährigen Fahrzeugführerin, wurden ein 47-jähriger Mann und eine 47-jährige Frau im Auto sitzend vorläufig festgenommen. Der 47-jährige polizeibekannte Tatverdächtige wurde auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt, der den Mann letztlich in Untersuchungshaft schickte. Die beiden ebenfalls polizeibekannten Tatverdächtigen wurden mangels Haftgründen nach den ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. In dem Strafverfahren, dem sich alle drei Beschuldigten nun stellen müssen, beträgt die Straferwartung bis zu zehn Jahre Haft.
Die Polizei rät:
- Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.
- Geben Sie am Telefon nie Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten. Legen Sie gegebenenfalls einfach auf!
- Übergeben Sie niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen.
- Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z. B. Nachbarn oder nahe Verwandte.
- Sind Sie sich unsicher, oder glauben Sie, Opfer eines Betrugsversuchs zu sein: Rufen Sie die Polizei unter der Nummer 110 oder wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeiwache.
Pressemitteilung Polizei Bonn
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