Standing Ovations für den ersten Kreisbeigeordneten als CDU-Landratskandidaten für die Wahl am 24. September
Achim Hallerbach bekam 99 Prozent
Im Neuwieder Amalie-Raiffeisen-Saal waren 186 Parteimitglieder und Julia Klöckner nahezu euphorisch
Kreis Neuwied. „Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert“, heißt ein Sprichwort, das jedoch von der CDU des Kreises Neuwied ins Gegenteil verkehrt wurde. Denn der „Prophet“, so könnte man den ersten Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach bezeichnen, ist so viel wert, dass er beim Kreisparteitag in Neuwied mit fast 99 Prozent der Stimmen zum Kandidaten für die Landratswahl am 24. September nominiert wurde.
Zuvor hatte Achim Hallerbach vor weit über 200 Besuchern, darunter 186 wahlberechtigte Parteimitglieder, einiges zu sagen und zu „prophezeien“. Der Landratskandidat legte seine Vita dar und verwies auf Erfolge in Bereichen, für die er seit 2008 als erster Kreisbeigeordneter zuständig ist: „Seit meinem Amtsantritt haben wir zusätzlich mehr als 600 Kita-Plätze geschaffen, über 820 U3-Plätze und mehr als 1300 Ganztagsplätze. In insgesamt 56 Einrichtungen im ländlichen Raum halten wir über 4500 Betreuungsplätze für Kinder vor. Millionen Euro haben wir gemeinsam mit den Gemeinden, Kirchen und freien Trägern in Neubau und Ausbau investiert“, erklärte Achim Hallerbach.
Für die Dorferneuerung seien in den vergangenen sieben Jahren rund 4,8 Millionen Euro an Zuschüssen in den Landkreis Neuwied geflossen, mit denen über 580 private und öffentliche Projekte gefördert wurden, betonte der Redner.
Die Abfallwirtschaft ist Hallerbachs Lieblingsressort, wo er auch absolute Kompetenz hat, denn er war acht Jahre lang Leiter der Kommunikation und Pressesprecher eines Industrieverbandes der deutschen Entsorgungs- und Recylingwirtschaft in Bonn und Berlin.
„In den vergangenen fünf Jahren haben wir im Kreis 15 Millionen Euro in die Abfallwirtschaft investiert“, und er prophezeite: „In den kommenden zwei Jahren werden wir nochmals 7,1 Millionen Euro investieren.“ Ferner habe der Kreis Neuwied zweimal die Abfallgebühren gesenkt, während sie z.B. im Sauerland um 30 bis 40 Prozent gestiegen seien. Um die Gebühren stabil zu halten, habe man die Abfallwirtschaft kommunalisiert und mit der Stadt Bonn und den Kreisen Rhein-Lahn und Rhein-Sieg die Rheinische Entsorgungs-Kooperation gegründet, deren Geschäftsführer Achim Hallerbach ist.
Und er prophezeite, was er als Landrat im Kreis Neuwied alles machen will. Dazu zählen u.a.: Die Schulden Schritt für Schritt abbauen, flächendeckendes, modernes Projekt- und Baumanagement, effizientes Projektmanagement für gute Ansiedlungsflächen für Gewerbe und Industrie entlang der A3, gute Wohn- und Lebensqualität durch gute Infrastruktur sowie Stärkung der medizinischen Versorgung und eine neue qualitative Digitalisierungswelle.
In diesem Zusammenhang teilte Achim Hallerbach mit, dass durch seine Initiative der Kreis Neuwied der erste in Rheinland-Pfalz sei, dem der Bund für den Breitbandausbau 15,7 Millionen Euro gibt.
Und zum Abschluss seiner Rede, für die er von den Parteimitgliedern Standing Ovations erhielt, prophezeite er: „Ich bin Ihr und Euer Bürgerlandrat, der zuhört, der anpackt und mehr bewegt.“
Dabei hatte Achim Hallerbach noch eine charmante und prominente Unterstützerin: Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende Julia Klöckner: „Man spürt, dass die Menschen in diesem Saal Achim Hallerbach als Landrat wollen und ihm das auch zutrauen. Ich habe Gänsehaut bekommen, als alle aufgestanden sind. Wenn wir hier vor Ort eine klare Haltung haben, so wie das Programm von Achim Hallerbach, können wir auch mehr bewegen.“
Themen von Julia Klöckner waren ferner die Religionsfreiheit, Migranten, Gefährder und das angespannte Verhältnis zur Türkei. Sie warf sie der rheinland-pfälzischen Landesregierung Verfassungsbruch beim Pensionsfond und noch weitere Fehler vor.
Stunden vorher hatte CDU-Kreisvorsitzender, Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel neben den Parteimitgliedern und Gästen auch den Musikverein Maischeid-Stebach unter Dirigent Andreas Weller begrüßt, der im Amalie-Raiffeisen-Saal der VHS Neuwied den CDU-Kreisparteitag mit den passenden Klängen versorgte. Nach den üblichen Regularien wurde der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Martin Hahn (Neuwied) als Wahlleiter nominiert und konnte das Prozedere problemlos abschließen. HEP
Standing Ovations erhielt der CDU - Kandidat von seinen Anhängern und Wählern.
Achim Hallerbach gab einen Überblick über seine politischen Ziele.
