Stadt: Unterstützung ist weiterhin willkommen, aber eigenständige Aktionen können jedoch Risiken darstellen und großen Mehraufwand nach sich ziehen
Ahrtal: Ehrenamtliche Helfer pflanzen Giftpflanzen auf Kinderspielplatz
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Einsatz zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer nach der Flut hat im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler viel bewegt. Daher ist die Stadt sehr dankbar, dass sich noch immer Menschen für das Gemeinwohl engagieren und den Wiederaufbau tatkräftig aus eigenem Antrieb unterstützen.
Aus gegebenem Anlass bittet die Stadt allerdings darum, zukünftig geplante Aktionen im Vorfeld mit dem städtischen Betriebshof abzustimmen, denn zuletzt eigeninitiativ auf einem städtischen Kinderspielplatz gepflanzte Kirschlorbeer-Pflanzen bilden leuchtende Beeren aus, die von Kindern leicht für essbares Obst gehalten werden könnten. Die Beeren sind jedoch beim Verzehr giftig und führen zu gesundheitlichen Beschwerden, weshalb die Pflanzen umgehend wieder entfernt werden mussten. Solche Situationen vor allem gefährlich aber auch unglücklich, sowohl für die Ehrenamtlichen, die Zeit, Geld und Mühe investiert haben, ebenso wie die städtischen Mitarbeitenden, die eigentlich gut gemeinte Arbeiten wieder rückgängig machen müssen.
Wertschätzung für anhaltendes Engagement
Die Stadtverwaltung wertschätzt das anhaltende Engagement der Helferinnen und Helfer, bei zukünftigen Aktionen auf städtischen Liegenschaften ist jedoch im Vorfeld Rücksprache mit dem städtischen Betriebshof (betriebshof@bad-neuenahr-ahrweiler.de) erforderlich. Durch die Abstimmung können möglicherweise durch Unwissenheit und fehlende Fachkenntnis entstehende Gefahren für Kinder abgewendet und doppelte Arbeitseinsätze direkt vermieden werden. Die Stadt unterstützt und berät gerne, zum Beispiel bei der Auswahl der passenden Bepflanzung für Eigeninitiativen im öffentlichen Raum.
Pressemitteilung der
Stadt Bad Neuenahr-ahrweiler
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Warum fühlen sich manche direkt wieder angegriffen? Dass die Stadt nun gerne wieder vorab erfahren will, wer was auf ihrem Eigentum macht oder gemacht hat, ist doch nun nichts so überraschendes, böses? Das würde doch jeder so wollen. In den ersten Wochen nach der Flut war dafür vielleicht keine Zeit, aber so langsam... Damals gab es übrigens auch Privatleute, die sich gegen Helfer geradezu wehren mussten, die ihnen vorgeben wollten was mit ihrem Eigentum passiert. Und nein, auch das ist kein Pauschalangriff gegen alle, die mal in irgendeiner Form geholfen haben. Das sind Fakten. Schön, wenn Helfer solche "Mängel" dann hinterher auch selber beseitigen. Aber gleich in allem Angriffe sehen, naja, man könnte an den Satz "Getroffene Hunde..." denken.
Auch wenn der Inhalt des Artikels faktisch stimmt, zeigt die Überschrift eine klare Tendenz! Es scheint, als wenn der Vorfall einen willkommener Anlass bot, die in letzter Zeit übliche negative Konnotation des Begriffs "Helfer" aufzufrischen. Erst kamen sie, um sich zu bereichern und das Ahrtal zu besetzen und jetzt vergiften sie unsere Kinder!
Man fragt sich, wie die Meldung ausgefallen wäre, wenn dieser Fehler einem städtischen Bautrupp unterlaufen wäre. Wäre es überhaupt eine Meldung wert gewesen oder hätte man diesen Vorfall vielleicht sogar unter den Teppich gekehrt nach dem Motto "Das muss niemand aufregen"?
Die Pflanzen wurden bereits am Montag schon von den selben Helfern wieder ausgepflanzt.
Es wurde kein Mitarbeiter der Stadt dafür benötigt.
Erst einmal vernünftige Recherche betreiben. Dann schreiben!