Politik | 22.09.2025

Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen auch in Mayen-Koblenz alarmierend

Anette Moesta: „Genau hinschauen, sensibel sein und im Zweifel Hilfe holen“

Anette Moesta MdL fordert mehr Sensibilität und Mut im Umgang mit Verdachtsfällen von sexuellem Missbrauch.  Foto: Christian Lipowski

Region. Die Zahlen sind erschreckend – und sie zeigen deutlich: Fälle von sexuellem Missbrauch betreffen nicht nur Großstädte, sondern auch unsere Region. Das ergibt eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Anette Moesta, deren Antwort die Landesregierung nun vorgelegt hat.

Demnach registrierte die Polizei im Landkreis Mayen-Koblenz allein im vergangenen Jahr 57 Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen. In Koblenz waren es 37 Fälle. Landesweit lag die Zahl 2024 bei über 1.200 registrierten Fällen. „Diese Zahlen machen deutlich: Auch bei uns ist das ein Thema. Es wäre naiv zu glauben, sexueller Missbrauch passiere nur in Großstädten“, so Anette Moesta.

Die Abgeordnete hatte die Anfrage auf Anregung eines Verbandes gestellt. Ihr Anliegen ist es, auf die Problematik aufmerksam zu machen und für mehr Sensibilität zu werben: „Ich höre es auch aus Schulen und Vereinen in unseren Dörfern. Wir alle müssen genau hinschauen und auch mutig sein, wenn wir einen Verdacht haben – und uns nicht scheuen, Behörden oder Hilfsdienste wie den Kinderschutzbund anzusprechen.“

Besonders für ländliche Regionen sieht die CDU-Politikerin Handlungsbedarf: „Hier herrscht oft das Gefühl, dass so etwas nur anderswo passiert. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Wir brauchen mehr Aufklärung, Prävention und einen offenen Umgang mit diesem schwierigen Thema.“

Anette Moesta betont: „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Politik, Schulen, Vereine, Familien und Hilfsorganisationen müssen hier eng zusammenarbeiten, damit Kinder sicher aufwachsen können.“

Pressemitteilung

Anette Moesta MdL

Anette Moesta MdL fordert mehr Sensibilität und Mut im Umgang mit Verdachtsfällen von sexuellem Missbrauch. Foto: Christian Lipowski

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