Politik | 30.07.2019

Bündnis 90/Die Grünen

Ausnahmeregeln reichen nicht gegen Klimawandel

Kreis Ahrweiler. Der Klimawandel führt zu ersten offiziellen Ausnahmezuständen im Landkreis Ahrweiler. Seit gut zwei Wochen erlaubt eine „Ausnahmegenehmigung“ der Kreisverwaltung die Ernte von Viehfutter auf Flächen, die eigentlich dem Natur- und Artenschutz dienen. „Weil es wegen Gluthitze und Dürre für das Vieh nicht mehr genug zu fressen gibt, müssen jetzt die Öko-Flächen herhalten. Endet der Artenschutz mit dem Klimawandel?“, fragen die Grünen im Kreistag. Und gehen noch einen Schritt weiter: „Wo eine Rekordhitzewelle die andere jagt und der Boden immer mehr und regelmäßig austrocknet, bleibt die „Ausnahmegenehmigung“ keine Ausnahme. Dann steht der Arten- und Naturschutz in Frage. Nicht in Frage stellt der Landrat allerdings weiterhin die Asphaltierung von Wäldern, Äckern, Wiesen und Weiden für das weitere Anwachsen des Straßenverkehrs. Allein der Weiterbau der A1 durch die Eifel würde der Landwirtschaft nochmals große Flächen entziehen und die Futterknappheit in Zukunft noch verschärfen. Wir erwarten, dass der Landrat des Kreises Ahrweiler die Konsequenzen aus den wachsenden Folgeschäden des Klimawandels zieht und nicht nur mit sich wiederholenden Ausnahmeregelungen reagiert. So schnell wie möglich müssen die Folgen von zunehmender Hitze, Starkregen und Stürmen für Menschen, Tiere und Umwelt erfasst werden. In einem kreisweiten Klimaanpassungsplan sind weitgehende Maßnahmen zur Eindämmung der zu erwartenden Risiken und Schäden zu treffen und zu koordinieren. Darüber hinaus muss sich der Kreis aus Straßenbauprojekten wie dem Weiterbau der A1 verabschieden, wenn sich die Probleme nicht weiter verschärfen sollen. Auch aus finanziellen Gründen: für die überfällige Verkehrswende brauchen wir jeden Euro, auch für die jahrelang sträflich vernachlässigte und völlig überlastete Bahn.“

Pressemitteilung des

Bündnis 90/Die Grünen

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Kommentare
04.08.201908:31 Uhr
Uwe Klasen

"Ausnahmeregeln reichen nicht gegen Klimawandel" ---- Der „Kampf gegen den Klimawandel” ist das perfekte Mittel, für die selbsternannten „Klimaretter", ihre Mitmenschen bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu schikanieren, ihnen noch die kleinsten Freuden und Annehmlichkeiten zu nehmen und das alles im Namen einer (angeblich) „guten Sache”. Wehret den Anfängen!

03.08.201911:57 Uhr
juergen mueller

Endet der Artenschutz mit dem Klimawandel - eine schwachsinnige Formulierung in Abkehr der wirklichen Umstände,die einen solchen überhaupt erst erforderlich machen,Umstände auf "zwei" Beinen,die mit ihrer unverantwortlichen Klima- u.Umwelt-Politik erst dafür gesorgt haben und weiterhin sorgen,das man sich damit überhaupt auseinander setzen muss.Es ging nie darum,die Zukunft vorher zu sagen,sondern darauf vorbereitet zu sein.Und darin hat die Politik,auch in Koblenz,komplett versagt.eine Politik,deren angebliche Vorbereitung immer nur auf dem Papier stattfand,Schubladen-Gutachten u.Konzepte,die alle Jahre wieder kostenintensiv neu aufgelegt wurden/werden mit dem gleichen Ergebnis = 0.Und es wird weiter so gemacht wie bisher,so lange,bis man das hat,was sich seit Jahrzehnten abzeichnet - einen NOTSTAND.Die jetzige verlogene,politische Klima- u.Umwelthysterie offenbart nur Versäumnisse über Jahrzehnte hinweg.

02.08.201909:29 Uhr
Uwe Klasen

Nach der neuesten (peer-reviewed in „Nature“!) Studie von (V. V. Zharkova, S. J. Shepherd, S. I. Zharkov & E. Popova, tätig an den Universitäten Northumbria, Bradford, Hull und Moskau) kann die die Erwärmung der letzten Jahrhunderte/Jahrtausende vollständig durch den in der Studie erforschten Sonnenzyklus und die relativen Positionen von Erde und Sonne zueinander erklärt werden, aber auch die, in dieser Studie, ab 2020 beginnende Abkühlung, hervorgehoben durch das solare Minimum.

30.07.201909:48 Uhr
Uwe Klasen

"Ausnahmeregeln reichen nicht gegen Klimawandel" ---- Und so nimmt die "Grüne Ökodiktatur" hier ihren Anfang!

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