Politik | 06.03.2023, 09:08 Uhr

Ortsbeirat Bad Neuenahr lässt sich informieren

Neue Landgrafenbrücke wird nicht mehr so aussehen wie vor der Flut

Das Brückenprovisorium in der Landgrafenstraße.  Foto: ROB
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Bad Neuenahr. Über das künftige Aussehen der Brücken über die Ahr ist bislang nur wenig bekannt, doch der Ortsbeirat von Bad Neuenahr ließ sich in seiner jüngsten Sitzung von der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft mit den ersten Informationen n versorgen. Peter Wild berichtete über die derzeit laufenden Planungsphase und sprach von gemeinsamen Grundlagen für alle Neuplanungen von Brücken. So solle diese deutlich länger werden als es ihre bei der Flut zerstörten Vorgänger gewesen waren. Schließlich habe sich das Bett des Flusses während der Flut verbreitert, was sich positiv auf die Hochwassergefahr auswirke und deshalb und auch so erhalten bleiben soll. Allerdings seien dabei neue wasserrechtliche Auflagen zu berücksichtigen, die für eine Genehmigung erforderlich seien.

So habe sich die Menge an Wasser, die für ein 100-jährigen Starkregenereignis erwartet wird, gegenüber früheren Berechnungen fast verdoppelt. Das zusätzliche Wasser könne auch durch eine Verbreiterung des Flussbetts nicht aufgefangen werden, so Wild, weshalb die neuen Brücken nach Möglichkeit einen Zwischenraum zwischen Wasserhöhe und Unterkante der Brücke von mindestens einem Meter haben sollen.

Größere Brückenlänge ist ein Problem

Vergeben sei bereits der Planungsauftrag für eine neue Landgrafenbrücke an ein Ingenieurbüro in Hannover, welches den Höhenverlauf der Brückenachse zwischen der Brückenmitte und den Brückenenden auf vier Prozent verändern möchte, bei der alten Landgrafenbrücke waren es lediglich 0,5 Prozent. Als Problem stelle sich jedoch die geplante neue Brückenlänge dar, denn sie habe zur Folge, dass die Einfahrt zur Lindenstraße mit einem größeren Quergefälle hin zur Klinik Kurköln gebaut werden müsse. Immerhin bleibe die Einfahrt in das Parkhaus in der Felix-Rütten-Straße problemlos möglich. Dennoch müsse die künftige Verkehrsplanung in der Landgrafenstraße für alle Nutzer vom Grundsatz her geklärt werden. Dafür untersuche das Ingenieurbüro momentan drei Varianten: eine Spannbogenbrücke mit drei Feldern, eine Stahlverbundbrücke mit ebenfalls drei Feldern sowie eine Stabbogenbrücke mit nur einem Feld entsprechend der bisherigen Brücke. Die drei Brückenvarianten sind allesamt fast 50 Meter lang und damit knapp 18 Meter länger als die ursprüngliche Brücke. Darüber hinaus sollen sie 45 Zentimeter höher werden. Allerdings seien die Vorplanungen noch nicht abgeschlossen. JOST

Das Brückenprovisorium in der Landgrafenstraße. Foto: ROB

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