Politik | 19.08.2025

Boos und Mumm: Wie konnte es so weit kommen?

AfD überholt CDU, SPD bei 13 %

Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm.  Foto: privat

Kreis MYK. Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm richten Ihre Worte an die Öffentlichkeit:

Und wir fragen uns, als Landrat und Bürgermeister, die jeden Tag die Realität vor Ort sehen: Wie konnte es so weit kommen?

Wir erleben täglich, was Menschen frustriert: kaputte Straßen, leere Gemeindekassen, überlastete Verwaltungen. Wir sehen Ehrenamtliche, die sich aufreiben, und Kommunen, die kaum noch handlungsfähig sind.

Und trotzdem passiert auf Bundesebene: zu wenig.

Ja, wir Deutschen sind oft kritisch – aber diese Unzufriedenheit ist anders. Sie ist tief, berechtigt und gefährlich.

- Menschen fühlen sich nicht mehr gehört.

- Es wird geredet, aber nicht gehandelt.

- Probleme werden schöngeredet oder verschoben.

Vor der Bundestagswahl hieß es: „Letzte Chance, die AfD zu stoppen.“ Was passierte? Fast nichts. Aus unserer Sicht als Landrat und Bürgermeister brauchen wir endlich:

Ehrliche Debatten zu Rente, Bürgergeld, Migration, Umwelt. Keine Phrasen, keine Beschönigungen. Mut zu unpopulären Entscheidungen – auch wenn es Stimmen kostet. Politik für das ganze Land – nicht nur für Lobbyisten oder kleine, lautstarke Randgruppen. Fokus auf Kommunen – wir sind die, die am Ende alles umsetzen müssen. Ohne Geld, ohne Personal, aber mit allen Erwartungen.

Was uns besonders ärgert:

Unser Land wird gelähmt von endlosen Klagen und Detailstreitigkeiten, während wir die großen Fragen vor uns herschieben.

Wir verlieren uns in Symbolthemen – und vergessen die Realität in den Städten und Dörfern.

Unser Appell:

Lasst uns Staatsinteressen vor Privatrecht setzen.

Lasst uns Entscheidungen treffen, die unser Land wirklich nach vorne bringen.

Habt den Mut, das zu tun, wofür ihr gewählt wurdet – egal, ob es der bequemste Weg ist.

Wir sehen jeden Tag, wie Frust in Wut umschlägt. Und genau das treibt Menschen in die Arme der AfD. Das können wir stoppen – aber nur, wenn wir endlich handeln.

Dabei dürfen wir nicht vergessen:

Die AfD ist keine normale Protestpartei, sondern eine politische Kraft, deren Ziele und Rhetorik unsere demokratischen Werte, den Rechtsstaat und das friedliche Miteinander infrage stellen.

Wer aus Frust über kaputte Straßen oder langsame Verwaltung AfD wählt, riskiert, Probleme nicht zu lösen, sondern unsere Grundrechte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden. Kritik an der Politik ist notwendig – aber sie darf uns nicht in die Arme derer treiben, die Demokratie abbauen wollen.

Gemeinsame

Pressemitteilung von Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm

Landrat Marko Boos und Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm. Foto: privat

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Kommentare
25.08.202507:40 Uhr
Jochen Wittmann

Leserkommentar von Jochen Wittmann, AfD & DRF, Berlin

Kaputte Straßen, Zugausfälle, Kliniknotstand, fehlende Ärzte, leere Innenstädte – das ist das Ergebnis jahrelangen Politikversagens. Die Bürger werden im Stich gelassen, während Verantwortliche nur reden statt handeln.

Die Menschen brauchen keine Belehrungen, sondern Lösungen. Und die gibt es längst: Die AfD ist die Alternative – hier und jetzt.

23.08.202518:58 Uhr
Rainer Koch

Wie konnte es soweit kommen ?

Seit 2013 regiert die SPD im Bund. Seit mehr als 30 Jahren regiert die SPD in Rheinland-Pfalz. Beide Herren gehören zu dieser Partei. Ihr Frage zeigt deutlich, wie es um die Intelligenz in der SPD bestellt ist.

Die Antwort auf die Frage lautet: "Weil Menschen wie diese beiden gewählt werden und regieren."

20.08.202519:57 Uhr
TMARX

Schade!
Bis heute hatte ich noch einen vernünftigen Eindruck von Herrn Boos.
Allerdings und leider nur bis heute.

Gute Argumente, Referenzen, Vorteile und mal wieder die Stärken der eigenen Partei aufzeigen und erläutern..... wäre um einiges vielversprechender als immer wieder die gleichen Phrasen zu wiederholen.
Treibt doch mal die eigene Sau durchs Dorf.... dann bleibt euch weniger Zeit zum kehren vor anderen Haustüren!



20.08.202514:36 Uhr
K. Schmidt

Es ist grotesk, geradezu schwachsinnig, diesen "Appell" als Pressemeldung an die Öffentlichkeit, an die Wählerschaft zu richten. Wer hat z.B. die Situation der Kommunen denn in den letzten Jahren (Bundesebene) und Jahrzehnten (Landesregierung) als Partei maßgeblich beeinflusst? Und damit Frustration, Wut, Unverständnis, Sicherheitsempfinden... vieler Bürger entscheidend verändert? Nehmt diese Pressemeldung und erklärt die mal einem Herrn Klingbeil, der offenbar meint, die Abgabenquote weiter anziehen zu müssen. Erklärt dem Bürger nicht, wieso man bloß die AfD nicht wählen soll, sondern erklärt euch erstmal selber, wieso die Wahlergebnisse der Bundes-SPD und die Umfragewerte der Landes-SPD so aussehen, wie sie nunmal aussehen. Würde sich daran mal spürbar was ändern, wäre die AfD irgendeine kleine Splittergruppe am wackligen Ende der Wahlergebnisliste. Treibt die SPD die Regierungsarbeit weiter so voran, wie bisher, beben die Ergebnisse eben am anderen Ende.

20.08.202507:49 Uhr
Martin Esser

„ Lasst uns Staatsinteressen vor Privatrecht setzen.“ Alleine dieser Satz reicht aus, um jedem klar zu machen, wohin es mit der SPD geht: Sozialismus! Immer mehr Staat - wir haben mittlerweile eine Staatsquote von > 50! Bei einer Staatsquote von 50 Prozent beginnt Sozialismus“, sagte bereits Helmut Kohl. Leider hat sich die CDU/CSU auch bereits inhaltlich entkernt und Linken Wokismus übernommen.

Wulf R. antwortete am 21.08.202511:34 Uhr

„ Lasst uns Staatsinteressen vor Privatrecht setzen.“ - Es geht nicht um Sozialismus oder nicht. Es geht vielmehr darum, dass wir alle der Staat sind und darum, dass wir bspw. ohne eine intakte Infrastruktur ein armes Land sind/ werden. Das Satz kann leicht falsch verstanden werden, ist aber in meinen Augen absolut sinnvoll und richtig.

Wie gesagt: Der Staat, das sind wir alle!! Wohin es führt, wenn der Staat lediglich Privatinteressen "bedient", kann man sich anderswo anschauen und dabei das Gruseln lernen. Ich glaube vielmehr, dass wir hier in Deutschland das Problem haben alles, aber auch wirklich alles als selbstverständlich hinzunehmen - und kostenlos noch dazu.

Vielleicht ist das das eigentliche Problem. Von daher ist es in meinen Augen auch nicht fair auf Politiker zu schimpfen, die versuchen irgendwie mit der Situation umzugehen und für uns alle (!!!) das Beste hinzubekommen.

E. Schneider antwortete am 21.08.202507:12 Uhr

Über diesen Satz bin ich auch gestolpert.
Wir haben eindeutig zu viel Staat:
Einen übergriffigen Staat, der jede Eigeninitiative durch Überregulierung erstickt.
Einen Staat, der zu zunehmender Verarmung beiträgt: durch immer höhere Steuern und Abgaben - und durch eine Inflation, die aus politischen Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte resultiert. Inflation ist kein Naturereignis, es ist simple Mathematik. Aber ein Ende ist nicht in Sicht.
Und einen Staat, der mit den immer größer werdenden Summen sich selbst alimentiert, neue Beamtenstellen und Ministerien schafft, die dann neue Regulierungen durchzusetzen ...
Wir brauchen eindeutig wieder WENIGER Staat und wieder MEHR Freiheit. Aber solange es dafür nicht mal mehr ein Bewußtsein gibt, sehe ich schwarz.

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