Politik | 21.04.2022

Wie reagiert die Landesregierung auf die Ausbreitung des Wolfs – Wefelscheid stellt Anfrage

Das Problem mit dem Problemwolf

Stephan Wefelscheid, Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion. Quelle: Freie Wähler RLP

Region. Erstmals seit vielen Jahren scheint der Wolf in den Wäldern insbesondere des nördlichen Rheinland-Pfalz wieder heimisch zu werden. Wolfssichtungen und –risse häufen sich. Bürger, Verbände und Gemeinden bringen zunehmend ihre Besorgnis zum Ausdruck. So auch die Verbandsgemeinde Asbach, die sich vor wenigen Wochen mit einer Resolution an die Landespolitik gewandt hatte. Demnach sei es notwendig, Lösungen für den Umgang insbesondere mit Problemwölfen sowie für die Sicherstellung der Weidewirtschaft und des landwirtschaftlichen Betriebs anzubieten.

Bestätigt wird die problematische Situation auch aus dem weiteren Kreis Neuwied. Auch dort komme es fast täglich zu Sichtungen und Übergriffen auf Nutztiere, so der Kreistagsfraktionsvorsitzende der FWG, Udo Franz, der sich deswegen hilfesuchend an den Koblenzer Landtagsabgeordneten Stephan Wefelscheid gewandt hat. „Es ist höchste Zeit zu reagieren. Bereits im kommenden Frühjahr, also mit den nächsten Jungwölfen, könnte die Situation kritisch werden. Schon jetzt kommt es vermehrt zu Kontakten, einem weiteren Wachstumsschritt der Population dürfen wir nicht unvorbereitet entgegensehen“, bringt der erfahrene Landwirt Franz seine Sorge zum Ausdruck.

Aus diesem Grund hat sich der Parlamentarische Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, Stephan Wefelscheid, mit einer Anfrage an die Landesregierung gewandt: „Wir können die derzeit unkontrollierte Ausbreitung des Wolfs auch in besiedelten und wirtschaftlich, ja, sogar touristisch stark genutzten Gebieten nicht weiter ignorieren oder als unproblematisch abtun. Denn irgendwann legen die Wölfe ihre Scheu vor dem Menschen ab, in bestimmten Situationen kann es dann brandgefährlich werden. Dann werden Wälder, in denen Wolfsrudel unterwegs sind, zur No-Go-Area, das kann dann auch für viele landwirtschaftlich genutzte Flächen gelten. Daher will ich wissen: Was unternimmt die Landesregierung, wie reagiert sie auf die Resolution der Verbandsgemeinde Asbach? Und wo wird der Wolf geduldet werden, wo nicht? Und wie wird mit sogenannten Problemwölfen verfahren?“

Von einer romantisch-verklärten Betrachtung des Wolfs hält Wefelscheid nichts: „Abgesehen von den Naturschutzgebieten leben wir nicht in einer Natur-, sondern in einer Kulturlandschaft. Die meisten Wälder sind als Wirtschaftswälder deklariert. Wir müssen also dahin kommen, den Wolf in Naturräumen zu dulden, ihn aber aus Gebieten, in denen der Konflikt mit dem Menschen und den Weidetieren unausweichlich ist, fernzuhalten. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie die Lage ernst nimmt und endlich handelt.“

Pressemitteilung der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion

Stephan Wefelscheid, Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion. Quelle: Freie Wähler RLP

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, haben wir in aktueller Sache in Neuwied gesehen. Hier wurden an einer Schule im Rahmen einer Umgestaltung 3 einhundert Jahre alte nachweislich gesunde...
  • Boomerang : Seit 2011 eine Frau durch einen herabstürzenden Ast in d Rheinanlagen ums Leben kam will keiner mehr für die Sicherheit verantwortlich sein. Mit alten Bäumen ist es wie mit alten Menschen, die können weg und machen nur Arbeit.
  • Bernd Hilger: Und wann wird sie für den Verkehr freigegeben ?
Dauerauftrag 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, März 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 03/2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0149#
Innovatives rund um Andernach
Wahlanzeige 4 von 6
Image Anzeige für Arno Reif
MAYA
BSW -WK 4
Familien-Sonntag 2026
Empfohlene Artikel

Kreis Mayen-Koblenz. 43 Bürgerinnen und Bürger aus den Verbandsgemeinden Maifeld, Rhein-Mosel und Vordereifel sowie der Stadt Mayen folgten in der vergangenen Woche der Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Torsten Welling zu einer Besucherfahrt in den rheinland-pfälzischen Landtag nach Mainz. Ziel der Fahrt war es, politische Abläufe vor Ort erlebbar zu machen und den direkten Austausch zwischen Bevölkerung und Landespolitik zu fördern.

Weiterlesen

Erpel. Am 4. März war die rheinland-pfälzische Staatsministerin Doris Ahnen zu Gast im Bürgersaal in Erpel. Eingeladen hatte die SPD im Gemeindeverband Unkel zu einem Gesprächsabend rund um das Thema sozialer Wohnungsbau in der VG Unkel. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Täter hatte Seniorin vor ihrer Wohnung abgepasst

05.03.: Raubversuch in Köln: Unbekannter Mann verletzt 89-Jährige

Köln. Nach einem Raubversuch auf eine 89 Jahre alte Kölnerin sucht die Polizei Köln nach einem etwa 1,75 Meter großen und etwa 25 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur und blonden kurzen Haaren. Der Tatverdächtige hatte zum Tatzeitpunkt graue Oberbekleidung sowie ein Tuch vor Mund und Nase getragen.

Weiterlesen

Meckenheim. Eine Ermittlungsgruppe der Kripo Köln hat am Mittwochmorgen (4. März) Haftbefehle gegen zwei 36- und 27-jährige mutmaßliche Räuber in deren Wohnungen in Meckenheim (Rhein-Sieg-Kreis) vollstreckt. Gleichzeitig durchsuchten die von Bereitschaftspolizisten und Finanzermittlern unterstützten Fahnder auf richterliche Anordnung die Wohnräume und stellten Beweismittel sicher. Bei dem Jüngeren beschlagnahmten sie einen sechsstelligen Bargeldbetrag.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige 2026
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Bad
MAYA
Zukunft trifft Tradition KW 10
Innovatives rund um Andernach
Mitarbeiter im Verkauf
Innovatives rund um Andernach
Zukunft trifft Tradition KW 10
Stellenazeige ausgebildete Hauswirtschafter
Start in den Frühling Mayen
Held*in Staubfeldwebel
Rund ums Haus
Anzeige zu Video „Dein Geld, Deine Regeln – so planst du smart für die Zukunft!“
"Zukunft trifft Tradition" KW 10
Thomas Scharbach