Politik | 17.09.2017, 14:00 Uhr

dbb Beamtenbund und Tarifunion Kreisverband Ahrweiler hatte eingeladen

Diskussion zum Öffentlichen Dienst

Marion Morassi, Bundestagskandidatin der Linken, stellte sich den Fragen des dbb

(Von links) Hubertus Kunz, Katja Stein, Werner Kasel, Stephan Braun (alle dbb), Marion Morassi (Die Linke), Eugen Schmitt (dbb). dbb
86

„Warum sollten die Angehörigen des Öffentlichen Dienstes Ihre Partei wählen?“ Mit dieser Eingangsfrage eröffnete der Vorsitzende des dbb-Kreisverbands Ahrweiler, Werner Kasel, das Gespräch seines Vorstandes mit der Bundestagskandidatin der Partei Die Linke, Marion Morassi im Rahmen der Diskussionsreihe mit den örtlichen Bundestagsbewerberinnen und Bewerbern. Marion Morassi konnte in ihrer Replik aufzeigen, dass es im Programm ihrer Partei durchaus deutliche Positionierungen zugunsten eines starken, gut ausgebildeten und vor allem auch einheitlich bezahlten Öffentlichen Dienstes gibt. Sie plädierte in Übereinstimmung mit der Bundesspitze ihrer Partei für einen personellen Ausbau in zahlreichen Bereichen des Öffentlichen Dienstes, beispielsweise im Bildungsbereich, bei der Polizei, in der Justiz und auch bei der Steuerverwaltung. Die Beseitigung des derzeitigen Bezahlungsgefälles schrieb sie sich auch auf die Forderungsfahne.

Dabei zeigte sich die ehemalige Vorsitzende des DGB-Kreises Ahrweiler auch persönlich sehr gut informiert über die Sorgen und Nöte in Teilbereichen des Öffentlichen Dienstes. Kritisch diskutiert wurden vom dbb die im Parteiprogramm beschriebenen Überlegungen zur Schaffung einheitlicher Versicherungssysteme für Rente, Krankenfürsorge, Pflege oder Arbeitsmarkt. Hierzu, so der stellvertretende Vorsitzende des DBB, Hubertus Kunz, müssten die Systemunterschiede in den Beschäftigungsverhältnissen deutlicher beachtet und im Sinne einer zukünftigen Gestaltung der Systeme Eingang in die Betrachtungen finden. Marion Morassi betonte in dem Zusammenhang, dass Die Linke natürlich für den Erhalt des Berufsbeamtentums steht – überall dort, wo es um hoheitliche Aufgaben des Staates geht. Kritisch betrachtet wurden auch Aussagen im Wahlprogramm zu Polizei und Sicherheit. Einerseits, so Werner Kasel, würde eine Stärkung der Polizei gefordert, andererseits sollten Aufgaben in der Strafverfolgung zurückgefahren werden. Außerdem würde durch Forderungen nach mehr Kontrolle über Polizei und Sicherheitsorgane ein im Kern vorhandenes Misstrauen gegen die staatlichen Sicherheitsorgane geschürt. Marion Morassi bestritt einen Misstrauensansatz, verteidigte aber die Forderungen, beispielsweise nach einer generellen Kennzeichnungspflicht. Der Abbau von Strafverfolgungsaufgaben, zum Beispiel bei Bagatellfällen wie Schwarzfahren, sollte zudem zu einer Stärkung der Verbrechensvorbeugung und der Entlastung der Polizei dienen.

Am Ende eines etwa zweistündigen Dialogs stand dann die übereinstimmende Feststellung, dass der Öffentliche Dienst und die dort beschäftigten Menschen mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdienten, als dies in Teilen aktuell gegeben ist.

Pressemitteilung

dbb Beamtenbund und Tarifunion Kreisverband Ahrweiler

(Von links) Hubertus Kunz, Katja Stein, Werner Kasel, Stephan Braun (alle dbb), Marion Morassi (Die Linke), Eugen Schmitt (dbb). Foto: dbb

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
135

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
142

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige
Martinsmarkt in Adendorf
Anzeige Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
07-Marktbericht 2026
Angebotsanzeige (November)
Stellenanzeige Kaufmännische/r Mitarbeiter/in für Verwaltung, Sekretariat & Personal (m/w/d)
Anzeige Jubiläumsaktionen
Weitere Artikel
50 ehrenamtlichen Ordnern
577

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen

In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1881

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Heribert Bersch
302

Andernach. Heute waren unsere Husarenmädchen zum gemütlichen Jahresabschluss im @stammbaum_andernach zu Gast. Bei leckerem Döppekuchen, guten Gesprächen, jeder Menge Lachen und ganz viel Spaß haben die Mädels gemeinsam ein paar schöne Stunden verbracht.

Von Heribert Bersch aus Andernach

Weiterlesen