Politik | 16.09.2017

dbb Beamtenbund und Tarifunion Kreisverband Ahrweiler hatte eingeladen

Diskussion zum Öffentlichen Dienst

Marion Morassi, Bundestagskandidatin der Linken, stellte sich den Fragen des dbb

(Von links) Hubertus Kunz, Katja Stein, Werner Kasel, Stephan Braun (alle dbb), Marion Morassi (Die Linke), Eugen Schmitt (dbb). dbb

„Warum sollten die Angehörigen des Öffentlichen Dienstes Ihre Partei wählen?“ Mit dieser Eingangsfrage eröffnete der Vorsitzende des dbb-Kreisverbands Ahrweiler, Werner Kasel, das Gespräch seines Vorstandes mit der Bundestagskandidatin der Partei Die Linke, Marion Morassi im Rahmen der Diskussionsreihe mit den örtlichen Bundestagsbewerberinnen und Bewerbern. Marion Morassi konnte in ihrer Replik aufzeigen, dass es im Programm ihrer Partei durchaus deutliche Positionierungen zugunsten eines starken, gut ausgebildeten und vor allem auch einheitlich bezahlten Öffentlichen Dienstes gibt. Sie plädierte in Übereinstimmung mit der Bundesspitze ihrer Partei für einen personellen Ausbau in zahlreichen Bereichen des Öffentlichen Dienstes, beispielsweise im Bildungsbereich, bei der Polizei, in der Justiz und auch bei der Steuerverwaltung. Die Beseitigung des derzeitigen Bezahlungsgefälles schrieb sie sich auch auf die Forderungsfahne.

Dabei zeigte sich die ehemalige Vorsitzende des DGB-Kreises Ahrweiler auch persönlich sehr gut informiert über die Sorgen und Nöte in Teilbereichen des Öffentlichen Dienstes. Kritisch diskutiert wurden vom dbb die im Parteiprogramm beschriebenen Überlegungen zur Schaffung einheitlicher Versicherungssysteme für Rente, Krankenfürsorge, Pflege oder Arbeitsmarkt. Hierzu, so der stellvertretende Vorsitzende des DBB, Hubertus Kunz, müssten die Systemunterschiede in den Beschäftigungsverhältnissen deutlicher beachtet und im Sinne einer zukünftigen Gestaltung der Systeme Eingang in die Betrachtungen finden. Marion Morassi betonte in dem Zusammenhang, dass Die Linke natürlich für den Erhalt des Berufsbeamtentums steht – überall dort, wo es um hoheitliche Aufgaben des Staates geht. Kritisch betrachtet wurden auch Aussagen im Wahlprogramm zu Polizei und Sicherheit. Einerseits, so Werner Kasel, würde eine Stärkung der Polizei gefordert, andererseits sollten Aufgaben in der Strafverfolgung zurückgefahren werden. Außerdem würde durch Forderungen nach mehr Kontrolle über Polizei und Sicherheitsorgane ein im Kern vorhandenes Misstrauen gegen die staatlichen Sicherheitsorgane geschürt. Marion Morassi bestritt einen Misstrauensansatz, verteidigte aber die Forderungen, beispielsweise nach einer generellen Kennzeichnungspflicht. Der Abbau von Strafverfolgungsaufgaben, zum Beispiel bei Bagatellfällen wie Schwarzfahren, sollte zudem zu einer Stärkung der Verbrechensvorbeugung und der Entlastung der Polizei dienen.

Am Ende eines etwa zweistündigen Dialogs stand dann die übereinstimmende Feststellung, dass der Öffentliche Dienst und die dort beschäftigten Menschen mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdienten, als dies in Teilen aktuell gegeben ist.

Pressemitteilung

dbb Beamtenbund und Tarifunion Kreisverband Ahrweiler

(Von links) Hubertus Kunz, Katja Stein, Werner Kasel, Stephan Braun (alle dbb), Marion Morassi (Die Linke), Eugen Schmitt (dbb). Foto: dbb

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Gesundheit im Blick // Allgemeine Augenheilkunde
Neueröffnung Physiotherapiepraxis IMPACT
Stellenanzeige Techniker
kostenlose Wiedergutmachung aus 995874
Anzeige KW 29
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Vor wenigen Wochen veröffentlichte die Polizeiinspektion Andernach eine Mitteilung, in der sie über verstärkte Kontrollen in der Andernacher Fußgängerzone informierte.
1309

Anlass waren zahlreiche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern. Immer wieder werde die Fußgängerzone trotz des geltenden Fahrverbots von Radfahrern sowie Fahrerinnen und Fahrern von E-Scootern befahren. Lesen Sie mehr in unserem RegioMAGAZIN

Weiterlesen

Da die Bundesstraße im Bereich der Unfallstelle über eine Hochbrücke verläuft und der Lkw auf der zerstörten Leitplanke direkt vor dem Abgrund stehen geblieben war, gestaltete sich die Bergungssituation als anspruchsvoll.
2325

Altenahr / VG Altenahr. Am heutigen Freitagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr um 09:56 Uhr durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Koblenz zu einem Verkehrsunfall mit einem Lkw auf der Bundesstraße 257 in Fahrtrichtung Adenau alarmiert. Die Einsatzstelle befand sich nur wenige hundert Meter vom temporären Standort der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr entfernt, unmittelbar hinter dem Übigs-Tunnel.

Von Verbandsgmeindeverwaltung Altenahr Presse- und Öff aus Altenahr

Weiterlesen

Symbolbild.
1489

PETA Streetteam Koblenz protestiert gegen Speziesismus

18.07.: „Tiere“ verspeisen Menschen bei blutigem Mahl

Koblenz. In Koblenz wird ein Protest gegen Speziesismus organisiert. Am 18. Juli 2026 veranstaltet das freiwillige PETA Streetteam Koblenz eine eindrucksvolle Demonstration auf dem Richard Wilke Platz. Die Aktion, die von 15 bis 16 Uhr stattfindet, soll auf die weit verbreitete Diskriminierung von Tieren in der Gesellschaft aufmerksam machen. Teilnehmende in Tierkostümen werden symbolisch einen Menschen...

Weiterlesen