Politik | 12.07.2021

Freie Wählergruppe MYK Kreistagsfraktion ist gegen eine Privatisierung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein

Für die FWG stehen die Menschen und keine finanziellen Interessen im Vordergrund

Kreis MYK. Die Kreistagsfraktion der FWK-MYK spricht sich klar gegen eine Mehrheitsbeteiligung eines privaten Investors und somit gegen eine Privatisierung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein aus. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung - auch im ländlichen Bereich - ist elementare Daseinsvorsorge und darf nicht unter dem Einfluss einer Gewinnorientierung eines Mehrheitsgesellschafters stehen. Dies ist nach Auffassung der FWG-MYK Kreistagsfraktion nur realistisch, wenn die öffentliche Hand langfristig einen starken Einfluss auf die wesentlichen Entscheidungsprozesse im Gemeinschaftsklinikum behält.

In einer Zeit voller medizinischer Herausforderungen und extremen persönlichen Belastungen brauchen vor allem die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GKM nun ein Signal der Sicherheit ihrer Arbeitsplätze und ihrer Arbeitnehmerrechte. Der Nachweis, dass ein privatisiertes Gemeinschaftsklinikum dem Versorgungsauftrag – auch im ländlichen Bereich – besser erfüllen kann, ist nicht erbracht. Vielmehr belegen die Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit genau das Gegenteil.

Die Kreistagsfraktion der FWG-MYK bekennt sich nachdrücklich zur Fortführung des Gemeinschaftsklinikums als Krankenhaus der Maximalversorger, auch im ländlichen Raum. Dies schließt die Umsetzung der Einstandortlösung für den Standort Koblenz, wie auch die Bauentwicklung und Zukunftsorientierung für den Standort Mayen ein. Aus Sicht der FWG besteht noch genügend Zeit hierzu ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Finanzierungskonzept - mit professioneller Unterstützung - zu entwickeln sowie weitere Handlungsoptionen zu prüfen und zu bewerten.

In diesem Zusammenhang ist für die Freie Wählergruppe eine staatliche Beteiligung ebenso wie ein institutionelles Engagement, unter der Schwelle einer Mehrheitsbeteiligung, oder eine private Beteiligung Dritter gut vorstellbar.

Pressemitteilung der

FWG-MYK Kreistagsfraktion

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Holz Loth-Entsorgung
Anzeige zu Video „Sparen + Gewinnchance? So funktioniert Gewinnsparen!“
Reinigungskraft
Kleinanzeige Zaunbau
Sachbearbeitung Sport (m/w/d)
Zukunft trifft Tradition KW 26
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Bürgermeister Andreas Geron (l.) gratulierte Darja Kozlenko zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums.
527

Sinzig. Ende Juni konnte Bürgermeister Andreas Geron Frau Darja Kozlenko zum Abschluss ihres Dualen Studiums für das 3. Einstiegsamt gratulieren. In dem dreijährigen Studium hatte Frau Kozlenko Theoriephasen an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen und Praxisphasen bei der Stadtverwaltung Sinzig durchlaufen. Von 2019 bis 2022 hatte Frau Kozlenko bereits eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten...

Von Stadtverwaltung Sinzig aus Sinzig

Weiterlesen

Elmar Lersch (l.) Vorsitzender des MIT Kreisverband Ahrweiler und Detlef Odenkirchen, stellv. Vorsitzender MIT-Kreisverband Ahrweiler und Vorsitzender des MIT-Bezirksverbands Koblenz Montabaur, machen sich Sorgen über das Vorhaben der Reformpolitik im Land. Sind diese berechtigt?
800

Lersch/Odenkirchen: „Die Abschaffung von Minijobs schafft keine bessere, sondern vernichtet niederschwellige, legale und abgesicherte Beschäftigung.

MIT zur geplanten Mini-Job-Abschaffung: „Wer mitarbeiten will, wird bestraft!“

Kreis Ahrweiler. Für den deutschen Mittelstand sind Minijobs ein essenzielles Instrument der flexiblen Personalplanung. Sie ermöglichen es den Unternehmen, kurzfristige Auftragsspitzen abzudecken, ohne langfristige Fixkosten aufzubauen. In Branchen wie der Gastronomie, im Handel oder im Handwerk sichern diese flexiblen Aushilfen oft die Wettbewerbsfähigkeit. Auch für den Mittelstand im Kreis Ahrweiler wäre eine solche Entscheidung fatal.

Von Detlef Odenkirchen aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen