Politik | 29.06.2026, 16:45 Uhr

Jana Gräf: Waldbrände verlangen ein Umdenken in der Waldbrandvorsorge und im Katastrophenschutz

Jana Gräf.
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Westerwaldkreis. Der Waldbrand im Bereich Traisen im Landkreis Bad Kreuznach, bei dem aufgrund explodierender Weltkriegsmunition Teile der Ortsgemeinde evakuiert werden mussten, ist für die FDP-Kreisvorsitzende im Westerwald, Mitglied des FDP-Bundesvorstands und Forstpolitikerin Jana Gräf ein eindringlicher Weckruf für Rheinland-Pfalz.

„Die Bilder aus Traisen zeigen, dass wir es nicht mehr mit Ausnahmeereignissen zu tun haben.

Waldbrände entwickeln sich zunehmend zu einer sicherheitspolitischen und forstpolitischen Herausforderung. Hitze, Trockenheit und die Folgen des Klimawandels verändern unsere Wälder spürbar – darauf müssen wir entschlossen reagieren.“

Gräf ist überzeugt, dass Rheinland-Pfalz seine Wälder künftig noch konsequenter auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten muss. Dazu gehören ein klimaresilienter Waldumbau, eine aktive Waldbewirtschaftung sowie eine moderne Waldbrandvorsorge.

„Wir brauchen ausreichend Löschwasserentnahmestellen und Löschteiche, funktionierende und dauerhaft befahrbare Waldwege, Brandschneisen sowie eine konsequente Aufarbeitung von Sturmholz und anderen Brandlasten. Waldschutz bedeutet heute immer auch Bevölkerungsschutz.“

Nach Ansicht Gräfs muss der Waldbrandschutz bereits bei der Planung und Bewirtschaftung der Wälder mitgedacht werden.

„Ein Wald, der im Ernstfall für Einsatzkräfte nicht erreichbar ist oder in dem Löschwasser fehlt, wird schnell zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko. Deshalb müssen forstliche Infrastruktur und Katastrophenschutz deutlich enger verzahnt werden. Unsere Wälder müssen künftig nicht nur ökologisch stabil, sondern auch für den Ernstfall widerstandsfähig und einsatztaktisch beherrschbar sein.“

Gleichzeitig sieht die Forstpolitikerin die Kommunen vor immer größeren Herausforderungen.

„Unsere Feuerwehren stehen bei Waldbränden vor Einsätzen, die technisch, personell und organisatorisch immer anspruchsvoller werden. Gerade kleinere Kommunen können diese Entwicklung auf Dauer nicht allein schultern. Das Land muss seine Städte und Gemeinden bei der Anschaffung moderner Technik, bei der Ausbildung sowie beim Ausbau der notwendigen Infrastruktur deutlich stärker unterstützen.“

Gräf fordert deshalb eine landesweite Strategie, die Forstpolitik, Waldbrandvorsorge und Katastrophenschutz konsequent miteinander verzahnt.

„Wir müssen unsere Wälder konsequent an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen und gleichzeitig die Resilienz unserer Kommunen stärken. Wer heute in präventiven Waldbrandschutz, eine leistungsfähige forstliche Infrastruktur und moderne Einsatzkonzepte investiert, schützt morgen Menschen, Natur und erhebliche Sachwerte.“

Besonders die Gefahr durch Altlasten aus den Weltkriegen mache deutlich, dass sich Einsatzlagen künftig weiter verändern könnten.

„Explodierende Munition zeigt, dass sich Gefahrenlagen überlagern können. Umso wichtiger ist es, unsere Einsatzkräfte bestmöglich auszustatten und präventiv in eine widerstandsfähige Infrastruktur zu investieren. Prävention ist am Ende nicht nur günstiger als Schadensbewältigung, sie rettet im Ernstfall Leben.“

Abschließend spricht Jana Gräf allen Einsatzkräften ihren Dank aus.

„Mein herzlicher Dank gilt den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, den Kräften der Hilfsorganisationen, der Polizei, der Forstverwaltung und allen weiteren Beteiligten. Sie leisten unter extrem schwierigen Bedingungen Außergewöhnliches und verdienen dafür unseren größten Respekt.“

Pressemitteilung Jana Gräf

Jana Gräf. Foto: FDP Westerwald

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