Politik | 06.10.2023, 14:04 Uhr

„Sollte ein KZ-Besuch verpflichtend sein?“ in BLICK aktuell 39/23

Kein kollektives schlechtes Gewissen einreden

Für Schüler, gleich welcher Art Schule, ist ein verpflichtender KZ Besuch so sinnvoll, wie ein Mühlstein um den Hals eines Menschen. Es gibt nicht den geringsten, nachvollziehbaren Grund, Schülern im Jahr 2023 noch den Holocaust um die Ohren zu hauen.

Ähnlich sinnentleert wäre es, wenn den Schülern die Kolonialkriege der Briten in Indien, Rhodesien usw., der Franzosen in Algerien, Tschad, Somalia usw., oder die Kriege unserer „amerikanischen Freunde“, die immerhin ca. sechs Millionen Tote forderten, so intensiv nahe bringen.

Der Holocaust war ein ähnliches, grausames Kapitel, wie Vietnam, Korea, China (Opium-Kriege) usw. Die Liste ließe sich ad infinitum verlängern, sollte aber, fast 80 Jahre nach Kriegsende, vorurteilsfrei an (deutschen) Schulen als Teil der Menschheitsgeschichte gelehrt werden. Nicht mehr, nicht weniger.

Kindern, und Heranwachsenden, vorsätzlich ein kollektives schlechtes Gewissen einzureden, ist schlicht unverschämt. Gesetze dieser Art erinnern sehr stark an autokratische Staaten, wo Menschen auch jahrelang niedergehalten werden/wurden.

Halten Sie Kinder nicht auf dem Boden des Krieges fest, geben Sie Ihnen Flügel, die sie frei machen...

Hans P.S.Chriske,

Münstermaifeld

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