Clemens Hoch steht Rede und Antwort zum Thema „Gemeindeschwesterplus“

Lebhafte Diskussion beim digitalen Zukunftsforum

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beim digitalen Zukunftsforum

Clemens Hoch. Foto: Susie Knoll

10.09.2021 - 13:33

Kreis MYK. Zu einer digitalen Gesprächsrunde hatten kürzlich Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, und Marc Ruland, Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz und SPD-Kreisvorsitzender, geladen.


Als Experten zum Thema „Gemeindeschwesterplus“ konnten sie Clemens Hoch, Staatsminister und Mitglied des Landtags, gewinnen, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur einen inhaltlichen Überblick vermittelte, sondern auch ihre Fragen kompetent beantwortete. Gemeindeschwesterplus bezeichnet ein präventives und gesundheitsförderndes Beratungs- und Vernetzungsangebot. Es richtet sich an hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen, sich aber Unterstützung und Beratung in ihrem aktuellen Lebensabschnitt wünschen.

Für die Betroffenen ist das Angebot kostenlos und wird von der Solidargemeinschaft über die Krankenkassenbeiträge getragen. Die Gemeindeschwesterplus besucht die Menschen, nach vorheriger Zustimmung zu Hause und berät sie individuell. „Die wenigsten Älteren wünschen sich, ihren Lebensabend im Altenheim zu verbringen. Im Gegenteil: Rüstige Menschen möchten so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu Hause in den eigenen vier Wänden führen. Das Konzept der Gemeindeschwesterplus ist ein Baustein, damit dies gelingen kann. Es ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe, soll dazu beitragen, ein wohnortnahes Netzwerk aufzubauen und einer Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken“, erläuterte Hoch. Auf die Frage, wie ein Erstkontakt zustande kommen könnte, antwortete der Landtagsabgeordnete, dass die Senioren am besten ihren Hausarzt ansprechen oder sich Informationen über die regionalen Pflegestützpunkte einholen sollten. Das Modellprojekt der Landesregierung Rheinland-Pfalz startete 2015 und sei ein „typisches rheinland-pfälzisches Thema als Antwort auf den demografischen Wandel im ländlichen Raum“, so Hoch. Während in Großstädten die Infrastruktur und die Angebote für ältere Menschen besser ausgebaut seien, würden „die Wege im ländlichen Raum weiter“. Die Gemeindeschwesterplus sei wichtig für Leute, die in der Fläche wohnten.

Gab es im Jahr 2019 noch 19 Gemeindeschwesternplus, so stieg die Anzahl der Fachkräftestellen bis 2021 auf 27,5 an. Bis zum Ende der Legislaturperiode soll sich die Zahl auf 54 verdoppelt haben, so der Plan der Landesregierung. Landkreisweit gebe es bis auf die Stadt Koblenz und die Verbandsgemeinden Rhein-Mosel und Maifeld, in denen das Angebot gut ausgebaut sei, allerdings aktuell noch Nachholbedarf, bemerkte Hoch. Bis zum Ende der Legislatur solle es im Landkreis MYK nach einem sukzessiven Ausbau aber ein flächendeckendes Angebot geben, versprach er.

Pressemitteilung der

SPD Mayen-Koblenz und

SPD-Kreistagsfraktion

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Kommentare
Gerda Nehls:
Da der Nabu strickt gegen das Aufräumen war und ist, sollte der Nabu jetzt mal einen Teil der verursachten Schäden/ Kosten übernehmen. Treibgut war in erster Linie eben altes liegengelassenes Gehölz/ Bäume, nicht gemähte Ufer usw. Jetzt unterschreiben lassen, dass sie für die Zukunft für die Schäden...
Tobias Hilken (Bremen):
Habt ihr für den Schwachsinn einen Berater gebraucht? Oder ist das euch beim Würfeln eingefallen. ...
P. Müller:
Wer kommt bitte auf einen solchen Unsinn? Wie um alles in der Welt soll Brennholz das Problem sein, wenn ganze Häuser und Totholz an den Brücken hängen. Manchmal habe ich den Eindruck, die Welt ist echt am Ende!...
Tom:
Ich finde den Kommentar von J. Thul mehr als bedenklich. Die in seinen Augen depressiv machenden Fertig-Garagen sind "... ok für Bauarbeiter auf einer Großbaustelle in Afrika". Traurig, traurig :-( Er gehört zu den vielen Menschen, die solche Initiativen einfach mal mies machen. Eine Art Hobby gelangweilter...
Klaus Rinke:
Sehr guter erster Schritt für die Betroffenen.Und der Vorschreiben oben ......nur Rummotzen sonst nichts?Anstatt das zu Unterstützen erstmal nieder machen.Lachhaft so etwas.Es wird etwas Gutes Geschaffen und nur das zählt....
J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Gertie :
Aha wusste nicht dass dass Brennholz am Stück gelagert wird . Sorry es ist doch eher dass nicht wegräumen von Unterholz am wassernähe, 25 cm brennholzstücken können sich nicht so verkanten . Da sucht man wieder ein schuldige anstatt mal die Augen auf zu machen. Was macht man mit Autos,Containern ,Mülltonnen...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
 
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