Politik | 19.07.2019

ProRad – Region Mayen e.V. traf sich zum Ortstermin

Radler leben gefährlich im Nettetal

Verein möchte Radweg zwischen der Stadt und Schloss Bürresheim realisieren

Mayen. „Es ist jammerschade, dass das attraktive Nettetal nicht fahrradfreundlich ausgebaut ist“, meinte der Vorstand des Vereins ProRad – Region Mayen e.V. bei einem Ortstermin beim Kloster Helgoland. Auch der neue Besitzer des Klosters, Heiko Hauck, der die Immobilie zwischenzeitlich vermietet hat, bedauerte, dass die Fahrradverbindung nach Mayen so schlecht ist. Die Wohnungen im ehemaligen Kloster sind unter anderem an Familien mit Kindern vermietet. Leider wurde bei der Sanierung der L 83 vor ein paar Jahren versäumt, eine Radspur mit anzulegen, die ein gefahrloses Befahren der landschaftlich schönen Strecke ermöglicht hätte.

Deshalb hat der Verein nun zusammen mit Hauck nach einer Lösung gesucht, wie eine Radverbindung geschaffen werden könnte. Hauck hat signalisiert, dass er durchaus bereit sei, Teile seines Grundstücks zur Verfügung zu stellen, wenn eine Baumaßnahme umgesetzt wird. ProRad schwebt eine Anbindung der neuen Radverbindung an den bereits vorhandenen Weg vom Stadion über das Freizeitzentrum vor. Die Grundstücksgrenze des Klosters reicht fast bis zur Brücke vor der Hammesmühle. Von dort könnte die Route als kombinierter Rad- und Fußweg bis zur Brücke hinter Schloss Bürresheim geführt werden. Radfahrer könnten dann über die Brücke nach Nitztal abbiegen. Dadurch wäre auch der Stadtteil Nitztal per Rad besser mit Mayen verbunden. Hans-Peter Siewert, Vorsitzender des Vereins, merkte an, dass dieses Projekt gute Chancen hätte, über das europäische LEADER-Projekt finanziell gefördert zu werden.

„Im Moment sind das alles nur Träume, aber manchmal werden Träume auch wahr“, so Siewert. Auch sein Stellvertreter Thomas Eggen ist der Meinung, dass, wenn alle Beteiligten diese Radverbindung wirklich wollen, eine Realisierung sicher möglich ist. Es gebe im Land genügend Beispiele, die der LBM auf seinen Landstraßen in Rheinland-Pfalz bereits umgesetzt habe. Als erste kurzfristige Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit der Radfahrer sollten Hinweise für die Autofahrer aufgestellt werden, dass Radfahrer auf der Strecke zu erwarten sind. Aus den Erfahrungen der Vereinsmitglieder werden immer wieder äußerst gefährliche Situationen geschildert. Autofahrer halten sich auf der kurvenreichen Strecke leider nicht immer an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen. Radfahrer werden durch waghalsige Überholmanöver extrem gefährdet. Da müsste mach Ansicht von ProRad schnellstens Abhilfe geschaffen werden. Pressemitteilung

ProRad – Region Mayen e.V.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest KW25
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv AW
Titelanzeige KW 25 Helene Theis
Innovatives rund um Andernach
Lampionfest Weißenthurm
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
62

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Straßenquerung der Brecbachtalbahn.
230

Bendorf. Vor dem Verwaltungsgericht Koblenz fand am 02.06.2026 die mündliche Verhandlung in einem Verfahren statt, das unmittelbar mit der Reaktivierung der Brexbachtalbahn verknüpft ist. Die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG) klagt gegen das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM), um eine Verpflichtung der Stadt Bendorf durchzusetzen, die Straßenquerung im Bereich...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
741

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen