Politik | 11.04.2022, 10:56 Uhr

Die ersten Steine werden Anfang Mai durch den Künstler Gunter Demnig verlegt

Sinzig: Stolpersteine werden verlegt

Ein Beispiel für die Stolpersteine von Gunter Demnig, in diesem Falle aus Neuwied.  Foto: privat

Sinzig. Auf Initiative Sinziger Bürger und des Rhein-Gymnasiums hatte sich der Rat der Stadt Sinzig bereits im Januar 2019 einstimmig für die Verlegung von Stolpersteinen in Sinzig ausgesprochen. Auf diesem Weg soll 28 jüdischen Mitbürger*innen gedacht werden, die Opfer des Nationalismus wurden. Die Verlegung der ersten Sinziger Stolpersteine findet nun am 4. Mai 2022 ab 14 Uhr statt. An insgesamt vier Orten in der Innenstadt wird der Künstler Gunter Demnig die Verlegung persönlich vornehmen. Begleitet wird die Aktion von Schüler*innen des Rhein-Gymnasiums, die Texte über die Opfer verlesen und einige Musikstücke vortragen werden. Auch mit Hilfe der eigens für die Verlegung produzierten Broschüre „Stolpersteine – Erinnerung an die ausgelöschte jüdische Gemeinde Sinzig und ihre Opfer“ wird das Schicksal der jüdischen Mitbürgern den heutigen Sinziger in Erinnerung gebracht.

Einführung auf dem Kirchplatz

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr auf dem Kirchplatz, nach einer kurzen Einführung werden die folgenden Adressen angesteuert, an denen für jeweils 20 bis 30 Minuten die Verlegung der Steine stattfindet: Gudestr. 12, Koblenzer Str. 5, Koblenzer Str. 7, Mühlenbachstr. 29. Falls es hierbei zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommt, wird um Verständnis gebeten. Die Verlegung an den übrigen Adressen im Stadtgebiet wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Projekt existiert seit 30 Jahren

Gunter Demnig hatte im Jahr 1992 das Projekt „Stolpersteine“ ins Leben gerufen, inzwischen wurden in Deutschland und 21 weiteren europäischen Ländern über 75.000 Stolpersteine installiert. Auf 10 x 10 Zentimeter großen Messingplatten wird vor dem letzten frei gewählten Wohnort an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Pressemitteilung Stadt Sinzi

Ein Beispiel für die Stolpersteine von Gunter Demnig, in diesem Falle aus Neuwied. Foto: privat

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