Politik | 15.03.2022

Verbandsgemeinde Maifeld

Trimbs: Konsequenz aus Jahrhunderthochwasser

Treibgut kann bei Hochwasser problematisch werden.  Foto: VG Maifeld

Trimbs. Trimbs erlebte am 14. und 15. Juli 2021 ein Jahrhunderthochwasser. Das halbe Dorf war geflutet, 21 Objekte standen unter Wasser, sieben Löschzüge bzw. –gruppen der Freiwilligen Feuerwehr Maifeld waren drei Tage lang im Dauereinsatz. Vor diesem Hintergrund hat das jetzt vorgelegte vorläufige Hochwasservorsorgekonzept der Ortsgemeinde Trimbs einen besonderen Stellenwert.

Neuer Messpegel und noch früher evakuieren

„Wir haben aus dem Erlebten unsere Lehren gezogen“, berichtet Ortsbürgermeister Peter Schmitt: „Vor allem müssen wir früher mit der Evakuierung des Reiterhofs und der betroffenen Häuser in der Ortslage beginnen.“ Ein neuer Messpegel, der oberhalb von Mayen installiert werden soll, wird künftig hoffentlich noch zeitiger vor den Fluten der Nette warnen. Ganz wichtig ist auch, dass die Nette-Anlieger im Außenbereich nichts lagern, was zu Treibgut werden und zu Verstopfungen führen kann. So war die Nette am 15. Juli vergangenen Jahres bis gegen 6 Uhr morgens stetig gestiegen. Vor der alten Steinbrücke gab es einen Rückstau, aber die Brücke hielt. Wäre mehr Treibgut unterwegs gewesen, wäre der Pfropf noch größer geworden und hätte die Brücke gar durchbrechen können wie an der Ahr geschehen. „Wir hatten trotz allem Glück im Unglück“, so Peter Schmitt, der auch davon spricht, dass die Betroffenen den Anordnungen der Wehrleute bei einer eventuellen Evakuierung unbedingt Folge leisten müssen.

Zwei Baustellen: unten die Nette, oben Außengebietswasser

„Unsere Gemeinde ist doppelt gefährdet: von oben vom Außengebietswasser, von unten von der Nette. An der topografischen Lage unserer Gemeinde können wir nichts ändern. Wir können nur kleine Einzelmaßnahmen treffen, die das Hochwasser abmildern sollen.“ So wurden im Schieferweg Abflussmulden eingerichtet, die regelmäßig kontrolliert und von Sediment entfernt werden. Auch oberhalb der Barbarastraße am Traumpfad sollen kleine Mulden dafür sorgen, dass bei Starkregen anfallendes Außengebietswasser in die Natur abgeleitet wird. Damit die Flut nicht in Kellerfenster eindringt, gilt es besonders die AnwohnerInnen der Kirchstraße für privaten Objektschutz zu sensibilisieren. Für alle BürgerInnen in Trimbs wie auch andernorts gilt: Die private Niederschlagsbewirtschaftung hat einen nicht unerheblichen Stellenwert. Was im Klartext heißt: Möglichst wenig Flächen versiegeln und Regenwasser nach Möglichkeit in den eigenen Garten leiten.

In der Bürgerinfoveranstaltung am 22. Juni in der Kulturhalle Ochtendung wird auch das Trimbser Hochwasservorsorgekonzept öffentlich vorgestellt. Auf der Homepage findet man es unter: https://www.maifeld.de/leben-infrastruktur/bauen-wohnen-klimaschutz-foerderungen/hochwasser-und-starkregenvorsorge/

Pressemitteilung VG Maifeld

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Treibgut kann bei Hochwasser problematisch werden. Foto: VG Maifeld

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