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Mundmasken-Gruppe Sinzig Rhein-Ahr

Versorgung von zahlreichen Einrichtungen im Kreis AW

Versorgung von zahlreichen
Einrichtungen im Kreis AW

Pflegedienstleiterin Ute Schmitt (links) vom Seniorenheim Marienburg in Kempenich erhielt 150 MNS-Masken von Gruppenmitglied Ralf Urban (rechts). Foto: privat

19.05.2020 - 10:32

Sinzig. Wie bereits mehrfach in den Medien kommuniziert, stellt seit Mitte März ehrenamtlich die „Behelfs-Mundmasken-Gruppe Sinzig Rhein-Ahr“, unter der Leitung von Petra Fix, Mundmasken aus gespendeten Stoffen her. Inzwischen dürfte die Menge bei ca. 5.000 Stück bereits produzierter Mundmasken liegen. Etwa 80 Unterstützer*innen beteiligen sich inzwischen an diesem Projekt und sorgen dafür, dass der ständig steigende Bedarf bedient werden kann.

Erst kürzlich übergab die Gruppe 150 Mundmasken an das Seniorenheim Marienburg in Kempenich. Gruppenmitglied Ralf Urban händigte diese an Pflegedienstleiterin Ute Schmitt aus. Leider werden viele Pflegeeinrichtungen von ihren Betreiber*innen selten automatisch mit Mundmasken für das Pflegepersonal ausgestattet. Somit zeigte sich Ute Schmitt äusserst gerührt und ließ herzlichen Dank an die vielen fleissigen Näher*innen und Helfer*innen ausrichten, die diese Mundmasken-Spende erst möglich gemacht haben. Des Weiteren wurden 25 Mundmasken an den Kindergarten „Spatzennetz“ in Brohl-Lützing ausgehändigt. Torsten Kurtz, ebenfalls Mitglied der Gruppe, übergab diese an die Leiterin Kornelia Kehr-Schmitz, die sich ebenfalls darüber sehr gefreut hat. Auch sie ließ ganz herzlichen Dank an alle Gruppenmitglieder ausrichten. Inzwischen wurden zahlreiche Pflegeeinrichtungen, Kindergärten und -Heime, Arzt-Praxen und Einzelhandelsgeschäfte im Kreis Ahrweiler mit MNS-Masken der Gruppe versorgt. Weitere haben angefragt. Seit Mittwoch, den 13. Mai 2020 können die Mund-Nasen-Schutzmasken der „Behelfs-Mundmasken-Gruppe Sinzig Rhein-Ahr“ von allen Sinziger Senior*innen ab 70 Jahren in der Tourist-Information Sinzig kostenfrei abgeholt werden.

Die Gruppe erfährt viel Unterstützung, auch zahlreiche Geldspenden und Fördermittel sind inzwischen eingegangen. Über großzügige Geldspenden von der Katholischen Frauengemeinschaft St. Viktor aus Oberbreisig, der Evangelische Kirchengemeinde Remagen-Sinzig, der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler (St. Laurentius/St. Marien & Willibrord), einer Senioren-WG aus Walporzheim, der Volksbank RheinAhrEifel eG und der Stadtverwaltung Sinzig, unter persönlichem Einsatz von Bürgermeister Andreas Geron, konnte die Gruppe sich freuen. Zudem wurde ein Förderantrag an die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz zur Unterstützung selbstorganisierter, bürgerschaftlicher Projekte der Nachbarschaftshilfe in der Corona-Pandemie bewilligt. Des Weiteren gingen kleinere Spenden von zahlreichen Privatleuten und Sinziger Einzelhandelsgeschäften ein.

Die Erstversorgung der genannten Pflegeeinrichtungen scheint gegeben, jedoch müssen die selbstgenähten Masken nach einiger Zeit des Tragens ausgetauscht werden, um weiterhin Schutz gewährleisten zu können. Deshalb sind ein zweiter oder dritter Satz pro Person in den Pflegeeinrichtungen notwendig. Vorteil der Selbstgenähten ist die Wiederverwendbarkeit nach dem Waschen bei hoher Temperatur. Einmalmasken sind zwar im Einkauf billig, müssen aber immer wieder nachgekauft werden und sind deshalb nicht nachhaltig oder ressourcenschonend. Zudem sind diese nach einiger Zeit unangenehm zu tragen.

Um effektiv weiterarbeiten zu können, benötigt die Gruppe dringend zusätzliche Unterstützung beim Nähen, Bügeln, Schrägbänder glätten etc. Ein eigenes Bügeleisen und Bügelbrett als „Ausrüstung“ reichen dafür aus. Bitte melden Sie sich entweder per E-Mail an behelfsmundmasken@web.de oder telefonisch an die Hotline 02641 3962481 und hinterlassen Sie Ihre Nachricht. In der Facebook-Gruppe „Behelfs-Mundmasken-Gruppe Sinzig Rhein-Ahr“ können Sie sich über die aktuellen Geschehnisse und Sammeltermine informieren. Weitere Spenden werden dingend für die Herstellung der Mundschutze nach wie vor benötigt, insbesondere, da nun das Tragen von Mundschutzen an vielen Orten zur Pflicht geworden ist. Spendenkonto: DE43 5776 1591 0725 1689 00.

Ralf Urban, Pressesprecher

der Gruppe und Mitglied

des Sinziger Stadtrats

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