Politik | 22.06.2019, 13:32 Uhr

SPD im Dialog: Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz -

Wächter über das Öko-System unserer Flüsse

Mitglieder der SPD erkundigten sich bei Dr. Birgit Esser, Leiterin der Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz, über die Arbeit und Probleme des Instituts. Foto: privat
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Koblenz. Unlängst fand in der Koblenzer Altstadt die 90. Auflage der Veranstaltungsreihe „SPD im Dialog“ statt. Trotz des Brückentages am Vortag war der Andrang bei der 60-minütigen Veranstaltung groß. Als Gast konnten die Moderatoren Detlev Pilger, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD Koblenz und Christoph Kretschmer, stellvertretender Vorsitzender der SPD Koblenz, Dr. Birgit Esser begrüßen, die seit Juli 2016 die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz leitet.

Führende Wasserforschung in Koblenz

In unmittelbarer Nähe zum Rhein arbeiten in der BfG rund 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die BfG ist das wissenschaftliche Institut des Bundes für Forschung, Begutachtung und Beratung auf den Gebieten Hydrologie, Gewässernutzung, Gewässerbeschaffenheit sowie Ökologie und Gewässerschutz. Sie ist damit Teil der Ressortforschungslandschaft des Bundes und berät unter anderem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und weitere Ressorts der Bundesregierung sowie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit schätzt die Expertise und wird von der BfG beispielsweise im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogrammes der Bundesregierung beraten. Nicht erst seit dem letzten Jahrhundertsommer 2018 und einem nahezu trockengelegenen Rheinbett spielen auch ganz andere klimapolitische Fragen eine Rolle. Solche Schwerpunkte spiegeln sich auch im Budget wieder: Etwa 30 Prozent des Gesamtetats der BfG werden für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Da verwundert es nicht, dass der Kontakt und eine stärkere Zusammenarbeit mit der Koblenzer Uni und der Hochschule gesucht wird: „Ob es in Koblenz einmal eine eigene Fakultät für den Bereich Gewässerkunde gibt, wird sich zeigen. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde baut die gute Zusammenarbeit vor Ort gern weiter aus“, sagte Esser.

Wettbewerb um die besten Köpfe

Die Behörde nutzt in Koblenz und der umliegenden Region insgesamt vier Gebäude. Diese sind zum Teil stark renovierungsbedürftig. Auch das Platzangebot für die tendenziell steigende Mitarbeiterzahl ist bei Weitem nicht ausreichend. „Damit wir auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Gewässerkunde im Kampf um die besten Köpfe bleiben, benötigen wir eine angemessene räumliche Ausstattung“, sagte Esser. Abhilfe könnte hier nach Ansicht von Dr. Esser ein in unmittelbarer Nähe zum BfG-Hauptgebäude liegendes Gebäude schaffen, das eventuell übernommen werden könnte. Hier sei man seit Längerem mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Gesprächen, bislang ohne Erfolg. Detlev Pilger, der Großprojekte wie die Fritsch-Kaserne oder den Koblenzer-Hof am Rhein begleitete, weiß, wie zäh und langwierig Verhandlungen mit der BImA sein können. Er versprach, weiter am Ball zu bleiben und sich politisch für ein Fortkommen bei der Lösungsfindung einzusetzen.

Pressemitteilung der

SPD Koblenz

Mitglieder der SPD erkundigten sich bei Dr. Birgit Esser, Leiterin der Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz, über die Arbeit und Probleme des Instituts. Foto: privat

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