Politik | 04.04.2025

Alfred Hilpisch schlägt Alarm: Besorgniserregender Rückgang der Artenvielfalt im Vogelschutzpark

Wefelscheid und Schumann-Dreyer machen sich Bild vor Ort

V.li. Stephan Wefelscheid, Anne Schumann-Dreyer und Alfred Hilpisch.  Foto: Claas Osterloh

Koblenz. Auf Einladung der „Bürgerinitiative Am Vogelschutzpark“ trafen sich der Koblenzer Landtagsabgeordnete und Stadtratsfraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Stephan Wefelscheid, in Begleitung von Anne Schumann-Dreyer, mit dem Vorsitzenden Alfred Hilpisch vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Der Vogelschutzpark ist ein beliebtes Naherholungsgebiet des Stadtteils Karthause, das - wie der Name schon sagt - einen besonderen ökologischen Nutzwert besitzt, insbesondere für heimische Vogelarten.

Hilpisch wies bei dem Treffen darauf hin, dass er bereits seit 1974 die im Vogelschutzpark beheimateten Vogelarten beobachtet habe. Dazu zählen 37 Vogelarten, darunter verschiedene Meisenarten, Finken, Drosseln und Spechte.

Zwischenzeitig musste dieser allerdings eine rasante Reduktion der Artenvielfalt feststellen.

Alfred Hilpisch schlägt Alarm: „Ein halbes Jahrhundert habe ich die Vogelarten im Vogelschutzpark beobachtet. Aber so einen massiven Rückgang der Arten, wie in den letzten Jahren, habe ich noch nicht erlebt. Nach meiner Beobachtung sind etwa sechzig bis siebzig Prozent der Arten nicht mehr zu sehen, die ich früher beobachten konnte. Ich bin jetzt kein Experte. Aber nach meinem Dafürhalten muss es eine Verbindung geben zwischen der erheblichen Verbuschung des Geländes gegenüber früher. In der Vergangenheit wurde das Gelände zwischen den Bäumen aufgeräumt, Pioniergehölze entfernt, Brombeerhecken gab es keine.

Die Vögel hatten zwischen den Bäumen wiesen und Freiflächen. Heute ist alles mit Brombeerhecken und Kirschlorbeer zugewuchert. Der Vogelschutzpark ist in keinem guten Zustand.“

Stephan Wefelscheid und Anne Schumann-Dreyer, die beide im Stadtteil Karthause wohnen, teilen die Sorgen von Alfred Hilpisch: „Vögel haben für die Altkarthause eine besondere Bedeutung. Ob Lärchenweg, Spechtstraße, Finkenherd, Amselsteg, Drosselgang, Sperlingsgasse, Meisenlauf oder Kuckucksweg. Rund um den Vogelschutzpark sind die Straßen nach den hier heimischen Vogelarten benannt. Das Herzstück bildete immer der Vogelschutzpark. Wenn Vogelliebhaber wie Alfred Hilpisch und die Bürgerinitiative Am Vogelschutzpark Alarm schlagen und auf das akute Artensterben hinweisen, ist dringendes Handeln gefordert.“

Stephan Wefelscheid, der jüngst einen Fachvortrag in der VG Rhein-Mosel zum Thema Ökostiftung besuchte, sieht Parallelen zwischen dem was andernorts zum Erhalt der FFH-Schutzgebiete unternommen wird und den geschilderten Problemen im Vogelschutzpark: „Auf dem Fachvortrag zur Ökostiftung schilderte Diplom-Ökologe Jörg Hilgers, dass unter anderem die Verbuschung von Steilhanglagen und Feuchtgebieten ein großes Problem für die Artenvielfalt darstellen, insbesondere für Kleinlebewesen. Ich kann mir vorstellen, dass auch hier im Vogelschutzpark die Verbuschung ein Problem für die Artenvielfalt darstellt. Ich habe deswegen unseren Umweltdezernenten Prof. Dr. Lukas darum gebeten, diese Problematik durch einen Fachmann klären zu lassen. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.“

Stephan Wefelscheid und Anne Schumann-Dreyer versicherten der Bürgerinitiative Am Vogelschutzpark, an der Sache dran zu bleiben und die politischen Prozesse zur Revitalisierung dieser ökologisch bedeutsamen Flächen in den Gremien anzustoßen.

Pressemitteilung des

Büro von Stephan Wefelscheid

V.li. Stephan Wefelscheid, Anne Schumann-Dreyer und Alfred Hilpisch. Foto: Claas Osterloh

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