Landesgartenschau 2030 soll das gesamte Ahrtal und dessen Neuaufbau in den Fokus nehmen

„Wir wollen zeigen, dass das Ahrtal wieder bunt wird“

Hochwasservorsorge, ökologische Gestaltung und touristische Attraktivität als tragende Säulen

„Wir wollen zeigen, dass das Ahrtal wieder bunt wird“

Die Bürgermeister von Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler, Andreas Geron (links) und Guido Orthen stellten in der Kreisstadt die Idee einer Landesgartenschau 2030 im Ahrtal vor. Foto: DU

15.03.2022 - 10:14

Bad Neuenahr-Ahrweiler.Groß war die Freude bei den Vertretern der Kreisstadt, als man die Zusage zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2022 (LAGA) in Bad Neuenahr-Ahrweiler erhielt. Der kommende Großevent war überall in der Stadt präsent – durch Baumaßnahmen, optische Aspekte und nicht zuletzt durch LAGA-Maskottchen „Ahrwin“. Sorgten zunächst die Corona-Pandemie und Schwierigkeiten bei mehreren großen Vergabeverfahren dafür, dass die LAGA ins Jahr 2023 verschoben wurde, machte die Flutkatastrophe vom vergangenen Juli endgültig alle Planungen zunichte – die Landesgartenschau musste abgesagt werden. Dennoch: aufgeben möchte man die Landesgartenschau-Idee im Ahrtal nicht – im Gegenteil. Im Bad Neuenahrer Rathaus stellten jetzt die Bürgermeister Guido Orthen (Bad Neuenahr-Ahrweiler) und Andreas Geron (Sinzig) die Pläne für eine gemeinsame, Ahrtal-weite Landesgartenschau 2030 vor, eine „andere“ LAGA, die vom üblichen Rahmen stark abweicht und den Neuaufbau einer Region eindrucksvoll darstellen und Synergien in verschiedene Richtungen schaffen soll.


„Landesgartenschau am blauen Band der Ahr“


„Dies ist ein Projekt, das nicht heute oder morgen begonnen wird. Vielmehr wollen wir einen gemeinschaftlichen Zielpunkt einer gemeinschaftlichen Landesgartenschau am blauen Band der Ahr entlang planen – für das gesamte Ahrtal, von der Landesgrenze bis zur Mündung. Wir wollen zeigen, dass nicht nur Bad Neuenahr-Ahrweiler, sondern das gesamte Ahrtal wieder bunt wird“, so Guido Orthen, der der Hoffnung Ausdruck verlieh, das auch die Kommunen an der Mittel- und Oberahr entsprechend mitziehen. „Es soll keine Laga werden, wie man sie klassisch kennt. Wir wollen Ausstellungs- und Veranstaltungsorte, die sich als Perlenkette an der gesamten Ahr erstrecken. Diese Landesgartenschau soll dazu einladen, das Ahrtal wieder neu zu entdecken. Die Ahr soll im Zentrum stehen, auch in Sachen Hochwasservorsorge, ökologische Gestaltung und touristischer Attraktivität – ohne nennenswerte Investitionen für Veranstaltungen. Darüber hinaus entsteht sozusagen eine Art „Dauergartenschau“ im Ahrtal. Das Ziel ist ganz klar, ohne große Zusatzkosten die Landesgartenschau im Ahrtal zu realisieren“, betonte Andreas Geron.


Neuaufbau sollpräsentiert werden


Moderne Radwege, die neu errichtete Ahrtalbahn und attraktive Wanderwege sollen in das Konzept mit einbezogen werden, der LAGA-Aufbau sozusagen Hand in Hand mit dem Wieder- und Neuaufbau laufen. Weil in erster Linie der Neuaufbau präsentiert werden soll, wird auch nicht mit großen Investitionen geplant. Allerdings könne man mit entsprechenden Fördergeldern Projekte umzusetzen, die im Wiederaufbaufonds nicht darstellbar sind. Auch eintrittspflichtige Bereiche sieht Geron eher wenige. „Es wird nicht an jeder Blumenzwiebel nach einem Ticket gefragt werden“, so der Sinziger Bürgermeister. Die entsprechende Bewerbung soll auf jeden Fall zeitnah erfolgen. Dass das Landes-Wirtschaftsministerium die Bewerbung durchaus wohlwollend betrachte, machte Guido Orthen beim Pressegespräch ebenso deutlich wie die Möglichkeit, dass sich jede interessierte Ortsgemeinde den Planungen sehr gerne anschließen kann.

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Polizei: „Lassen Sie uns gemeinsam gegen Eigentumsdelikte vorgehen!“

Ahrtal: Baustellen bieten Gelegenheit für Langfinger

Kreis Ahrweiler. Ein Jahr nach der Flutkatastrophe läuft der Wiederaufbau im Ahrtal auf Hochtouren. Die vielen betriebenen Baustellen bieten so auch Gelegenheiten für Langfinger, was für betroffene Bürgerinnen und Bürger, aber auch Handwerksbetriebe zusätzlichen Ärger bedeutet. mehr...

200 Gäste feierten eine nicht angemeldete Party

Rhein-Sieg-Kreis: Illegale Rave-Party im Naturschutzgebiet

Rhein-Sieg-Kreis / Sankt Augustin. Eine illegale Rave-Party wurde in Sankt Augustin durch Polizisten aufgelöst. Am Sonntagabend (14.08.2022) feierten in Menden ungefähr 200 Leute im Naturschutzgebiet der Siegauen unter der A 59 eine nicht angemeldete Party. Durch zivile Polizeibeamte konnte ermittelt werden, dass eine Licht- und eine Musikanlage aufgebaut waren und ein Eintrittsgeld erhoben wurde. Angemeldet war die Veranstaltung bei der Stadt nicht. mehr...

Der Fahrer gab an, er habe das Gefährt gerade erst gefunden.

Koblenz: Zu zweit auf geklautem E-Scooter unterwegs

Koblenz. Am Sonntag, den 14.08.2022 gegen 23:20 Uhr fiel den Beamten der Polizei Koblenz ein unbeleuchteter E-Scooter am Peter-Altmeier-Ufer auf, der mit zwei Personen besetzt war. Die beiden 17-jährigen Jugendlichen wurden sodann einer Kontrolle unterzogen. Dabei gab der 17-jährige Fahrer an, dass er den E-Scooter erst vor ein paar Minuten gefunden hätte und diesen einfach ausprobieren wollte. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
G. Friedrich:
Keine Kameras ? Kein Dienstpersonal, Wachen- irgendwas ? Nichts brennt von alleine in einer Garage....
Friedrich:
Und warum waren die Türen nicht verschlossen von innen ? ...
Franz-Josef Dehenn:
Dieser Vandalismus im Neuwieder-ZOO geht mal gar nicht. Warum hat die Person das nur gemacht ? Ich kann nur hoffen, das man die Person bekommt und diese eine saftige Strafe bekommt. ...
Service