Politik | 31.08.2018, 16:17 Uhr

Schließung der Schieferproduktion der Firma Rathscheck im Bergwerk Katzenberg

Zechenschließung geht alle in Mayen was an!

Aus wirtschaftlichen Gründen soll eines der ältesten Zechen in Europa geschlossen werden.privat
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Mayen. Nach den Plänen der Geschäftsleitung von Rathscheck Schiefer soll bis Ende 2019 die Produktion von Moselschiefer eingestellt werden. „Das Produktions-Aus hat wirtschaftliche Gründe“, das teilte ein Firmensprecher mit. Von der Schließung der Moselschiefer-Produktion sind 51 Mitarbeiter betroffen.

Die Freien Wähler begrüßen und unterstützen eine Petition, die die betroffenen Mitarbeiter und Bergleute gestartet haben. Sie wollen eine Schließung nicht kampflos hinnehmen und heben hervor, dass das Bergwerk eines der ältesten Zechen in Europa ist und dass die Mitarbeiter ihren Beruf leben und stolz auf das weltweit bekannte Schieferbergwerk sind. Für eine Weiterführung des Betriebs gibt es mehrere Wege, so die Initiatoren der Petition.

Auch für die Freien Wähler Mayen ist die plötzliche und überraschende Stilllegung der Schieferproduktion nicht nachvollziehbar. Schließlich geht es in hohem Maß um den Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, aber auch um den Schutz der Umwelt, die Kultur und die revolutionäre Tradition der Bergarbeiter und ihrer Familien. Mit der Stilllegung werden nicht nur 51 Arbeitsplätze vernichtet, sondern darüber hinaus auch noch bei den Zulieferern und den Fremdfirmen.

Aber auch für die Stadt Mayen hat die Schließung der Zeche negative Auswirkungen. Denn schließlich wurde mit dem Bau eines Schieferbergwerkmuseums in der Burg, die Einführung einer Dachgestaltungssatzung (nur Schiefer auf den Dächern der Kernstadt Zone A), Schieferkreisel und Römerwarte und dergleichen, ein klares Bekenntnis zum ortsansässigem Unternehmen und seiner Schieferproduktion abgegeben und viel Geld investiert. Deshalb geht die Schließung der Moselschiefer-Produktion jeden in Mayen was an! An die Mär vom „sozialverträglichen“ Ausstieg aus der Schieferförderung glaubt der Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Schönberg nicht.

Die Arbeitsplätze sind futsch und keine gleichwertigen Ersatzarbeitsplätze vorhanden. Deshalb ist der soziale Kampf, den die betroffenen Mitarbeiter und Bergleute in der Form einer Petition gestartet haben, möglichst von allen zu unterstützen, denn die Schließung geht jeden an! Auch die Mayener Verwaltungsspitze, Wirtschaftsförderung und den Stadtrat!

Pressemitteilung

FWM-Fraktion

Aus wirtschaftlichen Gründen soll eines der ältesten Zechen in Europa geschlossen werden.Foto: privat

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Foto: CF
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Mayen. „Die Entscheidung, das Bergwerk zu schliessen hat uns genauso überrascht, wie die Kumpel vor Ort,“ so Holger Zimmermann, Geschäftsführer der IG BCE Mittelrhein in Neuwied. „Vor allem, da die Betriebsräte und wir als Tarifpartner mit der Geschäftsleitung eine klare Verabredung hatten, erst gemeinsam die Leistungsfähigkeit der 11. Sohle zu bewerten.“

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Mayen. Mit großen Bedauern nehme ich zur Kenntnis, dass es ein Stück Tradition aus meiner Heimatstadt Mayen künftig nicht mehr geben soll: Den Moselschieferabbau am Katzenberg. Meine Anteilnahme gilt den Bergleuten und ihren Familien. Was mich als „Mayener Jung“ jedoch ein wenig verwundert ist, wer da so alles glaubt, so ein sachlich-fundiertes Urteil über die Gründe der Schließung erlauben zu können.

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Quelle: FWM
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Mayen. In den letzten Wochen wurde sehr viel über die geplante Bergwerksschließung berichtet und viele Meinungen veröffentlicht. Hans-Georg Schönberg, FWM-Fraktionsvorsitzender, bedauert jedoch, dass die Presse nicht vom Rathscheck-Management zum Dialoggespräch zusammen mit den beiden Stadträten aus Mayen und Polch eingeladen wurde. Bedauerlich ist, dass auch der Betriebsrat nicht eingeladen wurde, und dies obwohl sich mehrere Fraktionen im Vorfeld dafür ausgesprochen haben.

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