Politik | 10.08.2026, 19:15 Uhr

Feuerwerks-Absage Sinzig

Sinziger Grüne begrüßen Absage des pyrotechnischen Kirmes-Feuerwerks

Die Sinziger Grünen sprechen sich nach wie vor für den Ersatz des Feuerwerks durch eine umweltfreundliche Drohnenshow aus.
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Sinzig. Aktuelle Entscheidung bestätigt grüne Forderung: Sicherheit und Umwelt müssen Vorrang haben.

Die Stadtverwaltung Sinzig hat entschieden, das traditionelle Feuerwerk zum Abschluss der Sinziger Kirmes in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden hohen Temperaturen und der damit verbundenen Brandgefahr abzusagen.

Die Sinziger Grünen begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich.

„Die Entscheidung der Stadtverwaltung ist angesichts der aktuellen Wetterlage und der erhöhten Brandgefahr richtig und verantwortungsvoll“, erklären die Sinziger Grünen. „Natürlich wissen wir, dass das Feuerwerk für viele Menschen ein beliebter Bestandteil der Kirmes ist. Aber wenn die Gefahr für Menschen, Gebäude und Natur steigt, muss die Sicherheit Vorrang haben.“

Bürgermeister Andreas Geron hatte mitgeteilt, dass die Entscheidung nach Rücksprache mit der Sinziger Wehrleitung getroffen wurde. Die Durchführung des Feuerwerks sei unter den derzeitigen Bedingungen nicht zu verantworten.

Aus Sicht der Grünen zeigt die aktuelle Situation zugleich, dass die bereits im vergangenen Jahr angestoßene Diskussion über die Zukunft des Kirmesfeuerwerks richtig und notwendig war. Bündnis 90/Die Grünen in Sinzig hatten damals angeregt, das klassische Feuerwerk kritisch zu hinterfragen und als mögliche Alternative auch ein modernes Drohnenfeuerwerk zu prüfen. „Wir haben bereits im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass sich die Rahmenbedingungen verändern und die Frage nach der Zukunft eines klassischen Feuerwerks gestellt werden muss. Die jetzige Situation zeigt sehr deutlich, warum diese Diskussion notwendig ist“, so die Sinziger Grünen.

Dabei geht es nicht ausschließlich um die aktuelle Brandgefahr. Pyrotechnische Feuerwerke verursachen Feinstaub und Lärm, hinterlassen Abfälle sowie chemische Rückstände in der Umwelt und können Wildtiere, Vögel und Haustiere erheblich beeinträchtigen. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze- und Trockenperioden kommt die Frage der Brandgefahr durch Funkenflug und brennende Bestandteile der Pyrotechnik hinzu. „Ein Feuerwerk muss nicht zwangsläufig einen Brand verursachen. Aber wenn Böden und Vegetation außergewöhnlich trocken sind, verändert das die Risikobewertung. Verantwortungsvolle Politik muss solche Entwicklungen berücksichtigen“, betonen die Grünen.

Die Absage in diesem Jahr sollte deshalb aus Sicht der Grünen nicht lediglich als einmalige Reaktion auf eine außergewöhnliche Wetterlage verstanden werden. Vielmehr biete sie die Chance, rechtzeitig über eine zukunftsfähige Gestaltung des Kirmesabschlusses nachzudenken.

Als mögliche Alternative hatten die Grünen bereits im vergangenen Jahr ein Drohnenfeuerwerk vorgeschlagen. Eine solche Show könne mit Musik, Licht und spektakulären Bildern ebenfalls einen besonderen Höhepunkt schaffen – ohne den für klassische Feuerwerke typischen Funkenflug und mit deutlich weniger Lärm, Feinstaub und pyrotechnischen Rückständen. Natürlich stellt sich dabei auch die Frage der Finanzierung. Ein Drohnenfeuerwerk kann mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. Der Vorschlag der Grünen war deshalb ausdrücklich nicht, der Stadt einfach weitere finanzielle Belastungen aufzubürden. Vielmehr wurde angeregt zu prüfen, ob für eine solche besondere Attraktion Sponsoren gewonnen werden könnten. „Uns geht es nicht darum, der Stadt zusätzliche Kosten aufzuerlegen. Wir wollen vielmehr, dass ergebnisoffen geprüft wird, welche Möglichkeiten es gibt und ob sich beispielsweise Unternehmen oder andere Sponsoren an der Finanzierung einer solchen besonderen Attraktion beteiligen könnten“, erklären die Grünen.

Dabei gehe es nicht darum, eine bestimmte Alternative ungeprüft festzulegen. Vielmehr sollten unterschiedliche Möglichkeiten hinsichtlich Kosten, Sicherheit, Umweltwirkungen und Akzeptanz in der Bevölkerung miteinander verglichen werden. „Traditionen sind wichtig. Aber Tradition bedeutet nicht, dass etwas immer auf dieselbe Weise gemacht werden muss“, erklären die Sinziger Grünen. „Wenn sich die klimatischen Bedingungen verändern, müssen auch etablierte Veranstaltungsformate auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft werden. Sie bietet die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie wir den Kirmesabschluss auch in Zukunft attraktiv gestalten können – sicher, umweltverträglich und den veränderten klimatischen Bedingungen angemessen.“

Die Sinziger Grünen wollen deshalb die Diskussion über mögliche Alternativen weiterführen und sich dafür einsetzen, dass rechtzeitig vor den kommenden Kirmesveranstaltungen geprüft wird, welche Möglichkeiten für einen attraktiven und zugleich zukunftsfähigen Kirmesabschluss bestehen.

Pressemitteilung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Sinzig

Die Sinziger Grünen sprechen sich nach wie vor für den Ersatz des Feuerwerks durch eine umweltfreundliche Drohnenshow aus. Foto: Ralf Urban (Fotocollage)

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