Lokalsport | 27.07.2018

LG Rhein-Wied hätte sich mehr Zuspruch gewünscht

7. Deichmeeting: Toller Spitzensport auch ohne große Namen

Packende Rennen boten die Frauen und Männer über die Sprintstrecken.

Neuwied. Zum siebten Mal bot die LG Rhein-Wied mit dem Deichmeeting den heimischen Leichtathletik Freunden einen echten Leckerbissen. Nur mochten diese nicht so richtig anbeißen. Zwar war der Parkplatz vor dem Rhein-Wied-Stadion rappelvoll. Allerdings nur, weil im benachbarten Freibad alle Stellplätze belegt waren. Temperaturen um die 35 Grad waren ein Grund, warum im Gegensatz zum Vorjahr deutlich weniger Besucher zum Deichmeeting kamen. Der andere war sicherlich das Fehlen der ganz großen Namen. Obwohl das Deichmeeting eigentlich schon 2017 mit dem DLV als Vorbereitungswettkampf für die Europameisterschaft in Berlin (7.-12. August) abgestimmt war, stand für die EM-Teilnehmer, darunter Kai Kazmirek, ein Trainingslager im brandenburgischen Kienbaum auf dem Programm. Entsprechend verstimmt zeigte sich Martin Schmitz. „Wir brauchen hier mehr Verbindlichkeit seitens des DLV“, forderte der Geschäftsführer der LG Rhein-Wied. Er ließ offen, ob das Deichmeeting unter solchen Umständen im Jahr 2019 fortgesetzt wird. Immerhin möchte man mit dem Deichmeeting Kai Kazmirek einen Vorbereitungswettkampf und eine Bühne für die heimischen Fans bieten. Eine gute Nachricht vom Spitzenathleten der LG Rhein-Wied gab es aber trotzdem. „Es läuft gut, keine Probleme“, meldete Kai Kazmirek am Vorabend an Martin Schmitz. Die andere Nachricht des Abends aufs Handy war die von Carolin Schäfer. Verletzungsbedingt meldete sich die Silbermedaillengewinnerin der WM in London 2017 ab. Damit fehlte also auch dem Teilnehmerfeld der Frauen der ganz große Name. Im vergangenen Jahr gewann Carolin Schäfer das Deichmeeting. In diesem Jahr standen bei den Frauen im Rhein-Wied-Stadion die 110 Meter Hürden, der Speerwurf, der Hochsprung sowie die 150 Meter auf dem Plan. Die Disziplinen des Vierkampfs waren mit den Bundestrainern abgesprochen. Mit 2702 Punkten gewann Louisa Grauvogel (LG Saar 70) vor Mareike Arndt (TSV Bayer 04 Leverkusen). Neben Carolin Schäfer zählen die beiden zum EM Aufgebot des DLV. Das Ergebnis der Frauen komplettierten Saskia Lutschak (LG Lemgo) und Maren Wilms (LG Rhein-Wied). Die amtierende Neuwieder Nachwuchssportlerin des Jahres war mit Abstand die jüngste Teilnehmerin. Am besten lief es bei ihr im Hochsprung. Mit 1,69 Meter stellte sie eine neue persönliche Bestleistung auf und landete hinter Jana Kulessa (1,77 Meter) und Louisa Grauvogel auf dem dritten Platz. Trotz der hohen Temperaturen schaffte nicht nur Maren Wilms eine neue persönliche Bestmarke. Auch andere Sportler trotzten der Hitze und stellten den eigenen Rekord ein.

Dennis Hutterer gewinnt

Den Vierkampf bei den Männern gewann Dennis Hutterer. Der Athlet vom ASC Darmstadt, der im vergangenen Jahr siebter der U23 EM im Zehnkampf war, kam auf 3370 Punkte. Im Gegensatz zu den Frauen hatten die Männer die 110 Meter Hürden, den Diskuswurf, den Stabhochsprung und zum Abschluss die 200 Meter zu absolvieren. Zweiter war Marvin Bollinger (LAZ Saar 05 Saarbrücken) mit 3128 Punkten vor Gregor Marvin (LC Paderborn) mit 2950 Punkten. Ohne die 200 Meter absolviert zu haben, kam Niklas Kaul (USC Mainz) auf Platz vier. Der erst 20-jährige Rheinland-Pfälzer wurde bei den U18 und bei den U20 jeweils Weltmeister und gilt als großes Talent für die Zukunft.

Neuwieder Sprintasse

Nach Auskunft von Martin Schmitz hat die LG Rhein-Wied derzeit rund 200 aktive Sportler. Besonders stolz ist der Sprinttrainer, dass es neunzehn junge Sportler in den Bundes- bzw. Landeskader geschafft haben. Einige von ihnen hatten beim Deichmeeting die Gelegenheit, ihr Talent zu zeigen. Im 100 Meter Sprint der weiblichen Jugend U20 musste sich Maya Höber nur Sina Mayer (LAZ Zweibrücken) geschlagen geben. Platz drei ging an Viktoria Müller, ebenfalls von der LG Rhein-Wied. Bei den Jüngsten des Tages (W15) lief Hannah Juliana Stampfl auf Platz drei. Bei den Männern glänzte Reinhard Hendrik vom Ausrichter mit seinem Sieg in 21,84 Sekunden über die 200 Meter. Der klassische 100 Meter Sprint ist eine Domäne der LG Rhein-Wied. Vor heimischer Kulisse machten Pascal Kirstges (10,8 Sek.) und Hendrik Reinhard (10,84 Sek.) den Sieg unter sich aus. LG Rhein-Wied Läufer Jr. Alie Lakoh kam in 11,62 Sek. auf Platz vier. FF

7. Deichmeeting: Toller Spitzensport auch ohne große Namen

Mit 42,31 Meter gewann Mareike Arndt(TSV Bayer 04 Leverkusen) den Speerwurf.

Mit 42,31 Meter gewann Mareike Arndt (TSV Bayer 04 Leverkusen) den Speerwurf.

Packende Rennen boten die Frauen und Männer über die Sprintstrecken.

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