Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Brauchtumspflege im BLICK

Ehrenamtliche Museumsmacher halten die Vallendarer Geschichte lebendig

Marlies Huber und Adolf T. Schneider haben sich der lokalen Historie verschrieben

25.10.2014 - 11:00

Vallendar. Im hübsch restaurierten Bürgerhaus von 1663 am Vallendarer Rathausplatz ist seit vielen Jahren das Rathaus der Stadt Vallendar untergebracht. Im oberen Geschoss befinden sich die Amtsräume des Stadtbürgermeisters und die Räumlichkeiten des Heimatmuseums.

Die Stadt Vallendar verfügt kaum über eigene Exponate. So machte man aus der Not eine Tugend. Heimatforscher Adolf T. Schneider und die ehemalige Stadtangestellte Marlies Huber entwickelten ein ganz besonderes Konzept. Durch wechselnde thematisch bezogene Jahresausstellungen hält man die Geschichte der Stadt am Rhein lebendig und nachvollziehbar. Tatkräftig werden die beiden Museumsleute dabei von Ruth Kukies und weiteren Vallendarer Bürgern unterstützt. Marlies Huber ist eine lebendige Stadtchronik. Unzählige Anekdoten weiß sie mit viel Liebe zum Detail zu erzählen. Mal Heitereres, mal Nachdenkliches, manches ist traurig, vieles ganz besonders und noch viel mehr ganz wissenswert. Die Urvallarerin kommt aus dem alteingesessenen Familienzweig Meder/Görgen. „Ich möchte gerne den Neubürgern unsere alte Stadt vermitteln und der jüngeren Generation ein Gefühl für Heimat geben“, begründet sie ihr Engagement, „denn jeder Baum lebt von seinen Wurzeln.“ Schon früh habe sie durch ihren Großvater, der im Stadtrat war, einen Hang zur lokalen Historie bekommen, verstärkt wurde dies von ihrer langen beruflichen Tätigkeit im Rathaus der Stadt.

Adolf T. Schneider, Sohn Vallendarer Auswanderer, kam in Kalifornien zur Welt. Nach einigen Jahren Amerikaaufenthalt zog es die Familie zurück nach Deutschland. 1985 ließ er sich in der Heimatstadt seiner Eltern in Vallendar nieder und betreibt nun seit vierzig Jahren Heimatforschung. Auch er wurde angeregt durch seine Großmutter. „Zunächst habe ich Familienforschung betrieben“, sagt er. 1.250 direkte Schneiders, die miteinander verwandt sind, konnte er bis jetzt nachweisen. An der ehemaligen Römerstraße gelegen, habe Vallendar eine sehr interessante Geschichte, die in reizte.

Nach und nach wurde eine beachtliche Sammlung von allerlei Vallendaria zusammengetragen, von Karten über Bücher, von Gegenständen bis zur Gemälden. Richtige Schätze und manches Kleinod ist dabei, zum Beispiel der Mannslehnsbrief derer von Sohlern zu Vallendar, auf Ziegenleder geschrieben oder ein Schützenbecher aus Silber. Eine ganze Reihe von Publikationen und Aufsätzen hat Schneider erstellt.

Irgendwann wurde er von der Stadt angesprochen und so entstand die Idee, wechselnde thematisch bezogene Ausstellungen zu konzipieren und zu verwirklichen. Fundierte Ausstellungen haben eine gewisse Vorlaufzeit, stellt der Heimatforscher klar. Es gehe nicht nur um Ausstellungsstücke, sondern es müsse sorgfältig recherchiert werden. Die beengten Räume des Heimatmuseums setzen den Ideen und Möglichkeiten Grenzen. Doch im Laufe der Jahre sind doch eine ganze Reihe von viel beachteten Jahresausstellungen entstanden. Zur Recht können Marlies Huber und Adolf T. Schneider darauf stolz sein. Das Themenspektrum ist vielseitig und hat doch immer eines gemeinsam: Vallendar und die Menschen der Stadt am Rhein stehen im Mittelpunkt. Als Beispiel seien genannt: Die bekannte Familie D´Ester. Vallendar und das Wasser, in der es nicht nur um Gewässer ging, sondern um all das, was ohne Wasser nicht da wäre, wie zum Beispiel Wein und Mühlen. Das Klostergut Besselich und die Familie Barton-Stedmann. Der historische Handel, Gewerbe und Vereinsleben wurde anschaulich dargestellt. Große Beachtung fand auch die Fastnachtsausstellung und die Geschichte um das Stadtgelände Marienburg.

Im Moment arbeiten die sympathischen Museumsdirektoren ehrenamtlich an zwei Projekten. Die nächste Ausstellung 2015 wird sich dem Vallendarer Stadtteil Schönstatt widmen. Schnell klärt Heimatforscher Schneider auf. Gemeint ist nicht nur das Tal am Waldrand mit den Klosteranlagen. Nach seinen Recherchen begann der Stadtteil direkt jenseits der 1808/09 abgerissenen Stadtmauer mit dem Stadttor. Das stand in Richtung Höhr-Grenzhausen an der heutigen Höhrer Straße etwa in Höhe vom Gebäude Herzog von Nassau. Für 2016 sei man in Planung mit einer Ausstellung mit dem Arbeitstitel: Vallendar und seine jüdischen Bürger.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Spiegel-Bestsellerautor Tim Pröse beeindruckte mit der Lesung aus seinem Buch

Ein Buch voller Vergangenheit

Remagen. Es war wirklich eine beeindruckende und überzeugende Lesung, die der Spiegel-Bestsellerautor Tim Pröse im Foyer der Rheinhalle gab. Auf Einladung der CDU-Frauen-Union Remagen war der Autor nach Remagen gekommen und freute sich, an so einem geschichtsträchtigen Ort wie Remagen aus seinem Buch „Jahrhundertzeugen– die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“ lesen zu können. Seine Anerkennung galt der Vorsitzenden der CDU-Frauen-Union Remagen, Rita Schäfer, für die Einladung. mehr...

Realschule plus und FOS Untermosel

Benefizspiel und Jugendturnier

Kobern-Gondorf. Ein großer Coup in der Welt des Profifußballs gelang der Realschule plus und FOS Untermosel im Jahr ihres vierzigjährigen Schuljubiläums. mehr...

Weitere Berichte
Neubau Kita Straßenhaus
wird mit 980.000 Euro gefördert

Sitzung der Verbandsversammlung des Kindergarten-Zweckverbandes Honnefeld

Neubau Kita Straßenhaus wird mit 980.000 Euro gefördert

Straßenhaus. Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Kindergartenzweckverbandes Honnefeld konnte Bürgermeister und Verbandsvorsteher Hans-Werner Breithausen den Mitgliedern die freudigen Zahlen mitteilen. mehr...

Ein Jahr lang rund um Märchen

Unkelbacher Kitakinder feierten ein großes Sommerfest

Ein Jahr lang rund um Märchen

Unkelbach. Ein großes Sommerfest feierten die Kinder der dreigruppigen Kindertagesstätte Unkelbach mit ihren Eltern und dem zwölfköpfigen Kita-Erzieherinnenteam. Über ein Jahr lang hatten sich die Kitakinder mit dem Thema „Märchen“ beschäftigt. mehr...

Politik
Zahlendreher auf den Wahlbriefumschlägen

Erneut Wahlpanne in Mayen

Zahlendreher auf den Wahlbriefumschlägen

Mayen. Nach Rücksprache mit der Pressestelle der Stadtverwaltung Mayen wurde nun von dort eine erneute Wahlpanne bestätigt. So heißt es von der Pressestelle: „Aufgrund eines Zahlendrehers bei der Nummerierung... mehr...

Politischer Frühschoppen

Veranstaltung der CDU in Wolken

Politischer Frühschoppen

Wolken. Die CDU Wolken veranstaltete auf dem Dorfplatz vor dem Bürgerzentrum einen politischen Frühschoppen. Hier stellten sich der Bürgermeisterkandidat, Walter Hain und die Kandidaten der CDU Wolken den Fragen der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. mehr...

Sport

Tennis beim TC Oberfell

Packender Schlagabtausch

Oberfell. Am vergangenen Sonntag empfingen die Herren I in der Kreisliga B die Gäste vom TC Münstermaifeld. Es entwickelten sich spannende Spiele mit sehenswerten Ballwechseln. Manuel Geis und Mario Koschinski verbrachten jeweils 2:45 Stunden für ihre Einzel auf den Plätzen. mehr...

SG Niederfell/Dieblich: Meisterschaftsspiel der SG I

Korrektur der Anstoßzeit

Lay. Entgegen der Vorschau findet das letzte Meisterschaftsspiel der SG I am Sonntag, 26. Mai erst um 15.30 Uhr in Lay statt. Die Spiele der abstiegsbedrohten Mannschaften sollen alle um die gleiche Zeit beginnen. mehr...

VfB Kattenes

Jahreshauptversammlung

Kattenes. Der VfB Kattenes lädt ein zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Datum ist Freitag, 24. Mai um 19 Uhr, Teffpunkt „KaffeeKlatt´sch. mehr...

Wirtschaft

Sebastianus-Schützen laden ein

Der große Trainingstag

Leubsdorf. Der große Trainingstag für Jung und Alt, Leubsdorfer und Gäste findet in der Schützenhalle Leubsdorf/Rhein ab 14.30 Uhr am Samstag, 25. Mai statt. Es gibt Pistolenschießen (Kleinkaliber und Luft), Gewehr (Kleinkaliber, Luft, Digital), Adlerschießen, Piekvogel und Böllerschießen geben. mehr...

„Virtuelles Schaufenster“
begeistert die Kunden

-Anzeige-Schuhhaus Rollmann in Bad Neuenahr mit erweitertem Digitalangebot

„Virtuelles Schaufenster“ begeistert die Kunden

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auf eine fast anderthalb Jahrhunderte lange Firmenhistorie kann das Schuhhaus Rollmann in Bad Neuenahr zurückblicken. Das fachkundige Team um die Geschäftsführerinnen Gisela Dieringer... mehr...

Unterstützung für Familien beeinträchtigter oder kranker Kinder

-Anzeige-Ringhotel Giffels Goldener Anker spendet für den Bunten Kreis Rheinland

Unterstützung für Familien beeinträchtigter oder kranker Kinder

Bad Neuenahr. Das Ringhotel Giffels Goldener Anker aus Bad Neuenahr feierte am 1. Mai seinen 150. Geburtstag. Anlässlich der Jubiläumsfeier initiierten die Inhaber Toni und Alice Giffels zusammen mit ihren Kindern eine Spendenaktion zugunsten des Bunten Kreis Rheinland. mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Gesetzesentwurf: Jens Spahn plant Masern-Impfpflicht für Kita- und Schulkinder - Was sagen Sie?

Ja, ich bin für eine Impfpflicht
Nein, das sollte jeder selbst entscheiden können
511 abgegebene Stimmen
zusteller gesucht
 
Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat: „Jetzt geht´s um die Wurst“ ---- Die finanziellen Belastungen für die Deutschen werden größer und die Polittdarsteller verschweigen dies im aktuellen EU-Wahlkampf! So zeigt die mittelfristige Finanzplanung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), dass von den deutschen Steuereinnahmen aus 2018 - 2023 zusammen 226,9 Milliarden € für die EU abgezweigt werden. Wofür? Den Souverän in Deutschland zu entlasten, dass wäre eine der am dringendsten vorzunehmenden Aufgaben einer Regierung!
juergen mueller:
Nicht nur weniger Plastik in der Biotonne sondern weniger Insektizide gegen das Insektensterben, sprich Bienen/Hummeln.Heute ist Weltbienentag,schon gewusst?Ja,warum eigentlich,wenn Frau KLÖCKNER,Lobbyistin der Agrarwirtschaft,doch erst am 23.April 2019 per Notfallzulassung (?) ein weiteres Insektizid aus der Gruppe der NEONIKOTINOIDE zugelassen hat (neben 18 weiteren Insektiziden 2019 mit verheerenden Auswirkungen). Noch am 20.04.2018 im Bundestag vorgelogen:"Wirkstoffe aus der Gruppe der vorgen.Insektizide stellen für Bienen u.a.Bestäuber ein unvertretbares Risiko dar - was der Biene schadet,MUSS vom Markt".SAATGUT:"Darf nicht mehr mit Gift behandelt werden - JETZT darf man das Gift einfach auf die Pflanze spritzen".KLÖCKNER agiert in ihrem Amt mit einer Abgebrüht- u.Kaltschnäuzigkeit,die keinem ihrer Kolleginnen/Kollegen nachsteht. Es ist an der Zeit sich bewusst zu werden,dass WIR nur das zu Fressen haben,was die Politik uns vorsetzt u.ansonsten das Maul zu halten haben.
Uwe Klasen:
Zitat:“… eine gemeinsame Kampagne gegen Steingärten ins Leben rufen …“ --- Es stimmt schon, so mancher Kuhfladen auf einer Wiese beherbergt mehr Leben als ein Steingarten, genauso beinhaltet dieser Fladen aber auch mehr Hirnschmalz als so mancher Politdarsteller der, hyperventilierend, Umweltschädlich oder Klimaalarm von sich gibt! Die gleichen Leute, die lautstark Insektenschutz propagieren, ignorieren die vielen (Internationalen) Studien, die bereits falsifiziert und peer-reviewed sind, und worin die Windkraftanlagen als Hauptverantwortliche für den millionenfachen Tod von Vögeln, Fledermäusen und Insekten genannt werden! Insbesondere die flugfähigen Insekten sind betroffen, da viele zur Eiablage in den Höhen fliegen wo sich die Rotoren drehen und so nachhaltig mehrere Generationen ausgelöscht werden! Windkraftanlagen gehören in gänze Verboten!
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.