Allgemeine Berichte | 10.12.2013, 12:34 Uhr

Heimat- und Verschönerungsverein Niederbachem hatte eingeladen

Krippe aus Papier bildete einen interessanten Kontrast zur Krippe aus Ton

Im Rahmen der Aktion „Adventsfenster“ zeigte der HVN zwei Krippen aus dem Nachlass von Pastor Rolf Berchem

Der ganze Stolz des Heimat- und Verschönerungsvereins Niederbachem: die Krippe aus Papierfiguren aus dem Nachlass von Pfarrer Rolf Berchem, hier von Angela Thelen präsentiert.VJ
166

Niederbachem. Bereits seit dem Jahr 2000 öffnen sich in Niederbachem jedes Jahr im Dezember die „Adventsfenster“. Dabei wird der ganze Ort zu einem großen Adventskalender, und vom Monatsanfang bis zum Heiligabend schließt jeden Abend um 17 Uhr eine Familie ihr ganz spezielles Adventsfenster für die Öffentlichkeit auf. Dort finden sich dann jede Menge Besucher ein, die mit Glühwein, Musik, Säften oder Gebäck erwartet werden, bevor man gemeinsam Lieder singt oder weihnachtlichen Geschichten hört. Seit 2007 hatte Heimat- und Verschönerungsverein Niederbachem (HVN) die Schirmherrschaft übernommen, Renate Zgaga übernimmt seither die ganze Organisation. So wurde die Veranstaltung mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Adventszeit in Niederbachem.

Jetzt öffnete der HVN selbst sein Adventsfenster und lud ein in seine neuen Räume in der Alten Schule. Bei feierlichem Kerzenschein wurde eine Weihnachtsgeschichte vorgetragen, gemeinsam gesungen Weihnachtslieder und leckeren Punsch getrunken. „Die Aktion Adventsfenster stimmt auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein“, erläuterte HVN-Vorsitzender Hans Thelen.

Künstlerische Besonderheit

Doch diesmal hatte sich der HVN etwas Besonderes einfallen lassen, denn gleichzeitig waren im Ausstellungsraum einige Krippen aufgebaut. Es handele sich dabei um Leihgaben von Niederbachemer Bürgern, der Verein selbst stellte aber auch zwei Krippen aus dem Nachlass des am 24. Januar 2013 verstorbenen Pastors Rolf Berchem auf, die der Verein wie seine Augäpfel hütet. Schließlich sind die Figuren ganz aus Papier gestaltet, was durchaus eine künstlerische Besonderheit sei, so Schriftführerin Gertrud Steinlein.

Leider habe man bislang so gut wie nichts über die Historie der Papierkrippe in Erfahrung gebracht, gab allerdings Angela Thelen zu, das wolle man aber sobald wie möglich nachholen. Und bedauerlicherweise habe man auch kein passendes Jesuskind zu den Heiligenfiguren finden können, sodass man notgedrungen eine Spielzeugpuppe mit der ehrenwerten Position als Mittelpunkt des Geschehens betraute. Auch dafür will man eine „passendere“ Lösung finden.

Schafe und Brunnen schaffen Atmosphäre

Bei der zweiten Berchem-Krippe bestehen die Figuren aus Kunststoff, waren allerdings ursprünglich nur mit einfachen Tüchern gekleidet und nicht sehr ansehnlich.

Das wurde mittlerweile geändert, Angela Thelen persönlich hat die Kostüme geschneidert und angepasst. Allerdings musste man sich auch hier mit einem „Ersatz-Jesuskind“ behelfen. Anders bei der Holzkunstkrippe der Familie Hans Josef und Karin Kleinen mit ihren zahlreichen Schafen und dem kleinen Brunnen, die eine idyllische Atmosphäre schaffen. Völlig anders präsentiert sich die Tonarbeitskrippe, die von Wilfried und Hella Ganser selbst erschaffen wurde. Mit ihren dunklen Brauntönen strahlen die Figuren eine interessante Atmosphäre aus und laden zum Verweilen ein.

Der ganze Stolz des Heimat- und Verschönerungsvereins Niederbachem: die Krippe aus Papierfiguren aus dem Nachlass von Pfarrer Rolf Berchem, hier von Angela Thelen präsentiert.Foto: VJ

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall Vorsorge
 Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606 / Anzeige Heizung Fokus Q3
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606 - Wärme B2B Q3 im Blick Koblenz
Heimat aktiv
Heimat aktiv AW
Empfohlene Artikel
In Bekond wurden die Siegerweine und -brände gekürt. Hier gratuliert Kammerpräsident Ökonomierat Michael Horper den erfolgreichen Brennerinnen und Brennern.
52

Bei der Landeswein- und Sektprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz wurden in Bekond die erfolgreichsten Winzerinnen und Winzer sowie Brennerinnen und Brenner ausgezeichnet. Kammerpräsident Ökonomierat Michael Horper, Mittelrhein-Weinprinzessin Jill Rüttgen und Weinmajestät „Burgundia“ Jona Marie Esser aus Ahrweiler überreichten die Urkunden für die Siegerweine und Siegerbrände. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Die A1 ist eine wichtige Verkehrsachse - doch schon seit Jahrzehnten wird auf den Lückenschluss in der Eifel gewartet. Foto: pixabay.com
190

Trier/Rheinland-Pfalz. In einem offenen Brief appelliert die Industrie- und Handelskammer Trier an den BUND Rheinland-Pfalz, den weiteren Ausbau der A1 zu ermöglichen. Die Kammer verweist auf die Bedeutung der Verbindung für Menschen und Unternehmen in der Eifel sowie auf mögliche Entlastungen für Umwelt und Ortschaften. Die Industrie- und Handelskammer Trier hat sich mit einem offenen Brief an die...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW
349

Montabaur/Frankfurt. Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, kam es ab etwa 20:30 Uhr zu einer Verfolgungsfahrt von Frankfurt am Main über die A3 in Richtung Köln. Ein mit zwei Personen besetzter VW Polo mit Wiesbadener Kennzeichen sollte nach einem Verkehrsverstoß in Frankfurt einer Kontrolle unterzogen werden. Der Fahrer entzog sich der Kontrolle und flüchtete über die A 3 in Richtung Köln.

Weiterlesen

Die Wandergruppe des Eifelvereins Andernach vor dem Hotel „Alte Post“ in Oberammergau
410

Andernach. Im Oktober veranstaltete der Eifelverein Andernach eine Mehrtagesfahrt nach Oberammergau. Der Ort ist für die zahlreichen, mit kunstvoller Lüftlmalerei verzierten Häuser, seine Schnitzkunst und vor allem für die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele bekannt. Dagmar Müller hatte ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, und da es auch das Wetter gut mit den 28 Urlaubern meinte, standen der Reisegruppe ein paar schöne Tage bevor.

Von Dagmar Müller aus Andernach

Weiterlesen