Wirtschaft | 25.05.2020

- Anzeige - Rheinhafen Andernach im Jahr 2019 mit deutlichem Mengenzuwachs

Containermengen auf höchstem Niveau

Die im Hafen Andernach verladenen Containermengen lagen 2019 auf Rekordniveau.Foto: Stadtwerke Andernach

Andernach. Der Rheinhafen der Stadtwerke Andernach verzeichnet nach dem so genannten „Jahrhundertsommer“ 2018 in 2019 deutliche Erfolge. Das vergangene Jahr war ein Jahr ohne wesentliche Hoch- und Niedrigwasserphasen.

Gegenüber dem Vorjahr wurden 2019 mit 3.010.029 t rund 500.000 t mehr verladen. Der Hafen in Andernach bleibt mit dieser Größenordnung einer der umschlagsstärksten Binnenhäfen in Rheinland-Pfalz und ein bedeutender Logistikstandort in der Region.

Insbesondere zum Jahresbeginn 2019 gab es einen Aufholeffekt aus 2018, das durch eine lang anhaltende Niedrigwasserphase geprägt war. Bei der Gütergruppe Stückgut konnte der Hafenbetreiber eine kleine Steigerung zum Vorjahr verzeichnen; im Bereich Schüttgut mit einer Jahresmenge von 2.111.002 t eine deutliche Steigerung um rund 300.000 t.

Als Rekordjahr geht 2019 bezüglich der Containermengen in die Hafenhistorie ein. Mit einer Verladung von 156.634 TEU (twenty-feet-equivalent-unit) wurden im Hafen Andernach so viele Container verladen, wie noch nie. Neben einem wachsenden Geschäft von Bestandskunden konnten auch Neukunden vom Rheinhafen Andernach als Tor zur Welt überzeugt werden.

Der Gesamtumsatz im Jahr 2019 von 7.800.000 Euro entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als elf Prozent. „Unser Ziel ist unverändert, die Sparte Rheinhafen nachhaltig in die Wirtschaftlichkeit zu bringen. Daher gilt es neben dem Umsatz auch die Kosten im Blick zu halten“, zeigen sich die Geschäftsführer Jan Deuster und Lars Hörnig für die zukünftige Entwicklung trotz Corona-Pandemie vorsichtig optimistisch.

Neben der Verladung von Gütern tragen auch Nebengeschäfte und insbesondere die Vermietung und Verpachtung von Hallen- und Freiflächen zum langfristig erfolgreichen wirtschaften im Rheinhafen Andernach bei.

Die zukünftige Entwicklung des Hafens hängt entscheidend mit zukunftsweisenden Investitionen zusammen. In 2019 investierten die Stadtwerke rund drei Millionen Euro in die Hafeninfrastruktur. Wesentlicher Teil war dabei die erste Teilzahlung zur Anschaffung einer zweiten Containerbrücke. Hierzu erhalten die Stadtwerke auch einen Zuschuss des Bundes. Spätestens im Jahr 2021 wollen die Stadtwerke die zweite Containerbrücke in Betrieb nehmen. Darüber hinaus erfolgen Investitionen in die Hallen- und Freiflächen, die Gleisinfrastruktur sowie in Verladegeräte und Ersatzbeschaffungen.

Neben den Investitionen steckten die Stadtwerke rund 1.500.000 Euro in die Unterhaltung der Hafen-Infrastruktur. Diese Ausgaben lagen um 500.000 Euro höher als im Vorjahr und sind mit ein Grund dafür, dass die Sparte Hafen der Stadtwerke mit einem Defizit von 340.000 Euro im abgeschlossenen Jahr nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte. Das Ergebnis liegt jedoch besser als die ursprünglichen Planungen. „Der höhere Unterhaltungsaufwand war nötig, um auch in Zukunft unseren Kunden einen reibungslosen Betriebsablauf bieten zu können. Spartenübergreifend werden die Stadtwerke 2019 ein positives Ergebnis im Jahresabschluss ausweisen, den wir im Juni unseren Gremien vorlegen“, erläutern Jan Deuster und Lars Hörnig.

Das Jahr 2020 ist bezüglich der Verlademengen gut angelaufen. „Im laufenden Jahr liegen wir im Plan. Bisher wirkt sich die Corona-Pandemie noch nicht auf das Hafengeschäft aus. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Kunden und beobachten die weitere Entwicklung“, so die Geschäftsführer Deuster und Hörnig. 2020 plant das kommunale Unternehmen rund 8,8 Millionen Euro in die Hafeninfrastruktur zu investieren. Wesentlicher Teil bleibt dabei die zweite Containerbrücke. Des Weiteren sind Investitionen in die Hallen- und Freiflächen sowie die Uferbefestigung geplant. Ob es durch Corona zu Verzögerung und Verschiebungen kommt, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Oberbürgermeister Achim Hütten betont als Aufsichtsratsvorsitzender: „Der Hafen Andernach ist und bleibt ein herausragender Standortfaktor für die Region. Sowohl als Wirtschaftspartner als auch in seiner Funktion als direkter und indirekter Arbeitgeber. Darum ist es wichtig, den Hafen stetig mit Investitionen weiterzuentwickeln.“

Informationen über Dienstleistungen des Andernacher Hafens und das Ausbildungsangebot zur Fachkraft für Hafenlogistik erhalten Interessierte unter www.hafen-andernach.de.

Der Rheinhafen Andernach bleibt einer der umsatzstärksten Binnenhäfen in Rheinland-Pfalz und ein bedeutender Logistikstandort in der Region.Foto: Meta Welling

Der Rheinhafen Andernach bleibt einer der umsatzstärksten Binnenhäfen in Rheinland-Pfalz und ein bedeutender Logistikstandort in der Region. Foto: Meta Welling Foto: Meta Welling

Die im Hafen Andernach verladenen Containermengen lagen 2019 auf Rekordniveau.Foto: Stadtwerke Andernach

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