Alternative Wohnmöglichkeiten für Flutopfer entstehen auch in Bad Neuenahr, Heimersheim und Ramersbach

Tiny Houses sollen im November bezugsbereit sein

Tiny Houses sollen im November bezugsbereit sein

So sehen die 64 Tiny Houses für Bad Neuenahr-Ahrweiler aus. Foto: Daalmann Mobilheime

14.10.2021 - 16:23

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Durch die Flutkatastrophe Mitte Juli dieses Jahres haben zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtgebiet ihr Haus vollständig verloren oder es wurde in einem solchen Ausmaß beschädigt, dass es aktuell nicht mehr bewohnbar ist. Um die Betroffenen der Flutkatastrophe in dieser schweren Zeit zu unterstützen, hat die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler insgesamt 64 Tiny Houses bestellt. Diese Anlagen dienen der Unterbringung von Personen, die derzeit nicht an ihrem ursprünglichen Wohnstandort untergebracht werden können, oder aufgrund mangelnder Heizversorgung für den kommenden Winter eine Unterbringung suchen. Auch Menschen, die in den nächsten Monaten ihr Eigentum renovieren müssen und möglichst im Stadtgebiet untergebracht sein möchten, sind hierunter zu verstehen.


DieTiny Houses haben eine Größe von 34 Quadratmetern sowie einer zusätzlich überdachten Terrasse mit 2 x 4 Metern. Sie verfügen über einen Strom- und Wasseranschluss sowie eine Heizeinrichtung und beinhalten ein Badezimmer, zwei Schlafzimmer und einen Wohn- und Essbereich mit Einbauküche. Die Maximalkapazität pro Haus beträgt bis zu fünf Personen, wobei eine Belegung von zwei bis vier Personen angestrebt wird. Diese vorübergehende Unterbringung ist zunächst für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr vorgesehen. Unter den Kommunen Verbandsgemeinde Altenahr, Stadt Sinzig und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde sich dahingehend verständigt, einen einheitlichen, geringfügigen Mietzins und eine Nebenkostenpauschale zu erheben, auch um soziale Ungerechtigkeiten gegenüber Personen zu vermeiden, die selbsttätig neuen Wohnraum angemietet haben. Die eingenommenen Kaltmieten müssen in gemeinnütziger Weise weiterverwendet werden.

Die Beschaffung und der Aufbau der Anlagen im November ist durch eine Spende der Aktion Deutschland Hilft, einem Bündnis von 23 deutschen Hilfsorganisationen, sichergestellt. Insgesamt betragen die Kosten rund vier Millionen Euro (zuzüglich der Herrichtung der Standorte und Schaffung der Infrastruktur). Vorgesehene Flächen für die Häuser sind der Parkplatz des TWIN in Bad Neuenahr (Am Gartenschwimmbad), der Bereich des ehemaligen Bolzplatzes in Heimersheim (Im Bülland) sowie eine Fläche südlich des Dorfgemeinschaftshauses in Ramersbach.

Darüber hinaus werden aktuell auf dem Hockeyplatz am Apollinaris-Stadion in Bad Neuenahr Container aufgestellt. Diese sind bereits mit einer Küche und einem Badezimmer ausgestattet. Die beiden weiteren Räumlichkeiten können nach individuellem Wunsch eingerichtet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Stadt davon aus, dass diese Unterbringungsmöglichkeiten im November für betroffene Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet zur Verfügung stehen werden.


Bedarfsmeldung erwünscht


Die Stadtverwaltung bittet um eine Bedarfsmeldung für eine Unterkunft unter: wohnbedarf@bad-neuenahr-ahrweiler.de

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Kommentare
S. Schmidt:
Diskriminierung erleben heute in Deutschland wieder Menschen die nicht gegen eine Erkrankung an COVID-19 geimpft sind, ebenfalls wird ihnen das Leben schwer gemacht, bis hin zur Unmöglichkeit der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben oder dem Einkauf, siehe Ausweitung der sogenannten 2G Regeln!...
juergen mueller:
Gute Nacht Politik Koblenz - schlaft gut und vor allem träumt weiter von einem Einstieg in die Elektromobilität, der eh nicht zu Ende gedacht wurde....
P. Van der Land :
Unfassbar, welches Gremium der Ahnungslosen hat diesen Unfug entschieden? ...
S. Schmidt:
"In Friedenszeiten ersetzt die Verwaltung den Feind", in diesem Spruch liegt viel Wahrheit!...
Gerda Nehls:
Da der Nabu strickt gegen das Aufräumen war und ist, sollte der Nabu jetzt mal einen Teil der verursachten Schäden/ Kosten übernehmen. Treibgut war in erster Linie eben altes liegengelassenes Gehölz/ Bäume, nicht gemähte Ufer usw. Jetzt unterschreiben lassen, dass sie für die Zukunft für die Schäden...
 
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