Gefahr durch Meningokokken: Gesundheitsamt warnt und informiert in Mayen
20.06.: Akuter Meningitis-Fall am Megina-Gymnasium Mayen
Mayen. Ein Schüler der 10. Klasse des Megina-Gymnasiums in Mayen wurde kürzlich mit bakterieller Hirnhautentzündung, auch Meningokokken-Meningitis genannt, diagnostiziert. Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hat umgehend alle notwendigen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung in die Wege geleitet. Die direkten Kontaktpersonen des betroffenen Schülers sind bereits identifiziert worden und haben eine Antibiotikaprophylaxe erhalten, die entweder vom Gesundheitsamt, von niedergelassenen Ärzten oder in Krankenhäusern durchgeführt wurde. Diese Präventionsmaßnahme soll eine mögliche Weiterverbreitung und Ansteckung verhindern.
Das Gesundheitsamt steht in engem Kontakt mit der Schulleitung des Megina-Gymnasiums und den betroffenen Familien, um alle relevanten Kontaktpersonen umfassend zu informieren. Eine Ansteckungsgefahr besteht in der Regel nur für Personen, die engen, direkten Kontakt mit dem Erkrankten hatten, etwa durch Gespräche mit körperlicher Nähe, gemeinsamer Aufenthalt in engen Räumen oder Intimitäten, nicht nur beim Küssen.
Bei der diagnostizierten Erkrankung handelt es sich um eine Meningokokken-Meningitis, die schwer verlaufen kann. Im Frühstadium lässt sie sich oft nur schwer von einem grippalen Infekt unterscheiden. Zu den möglichen Symptomen zählen Fieber, Frösteln und Unwohlsein, Infekte der oberen Atemwege, Erbrechen und Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und Nackensteife, sowie Gelenkschmerzen und Hauteinblutungen.
Das Gesundheitsamt betont, dass bei Auftreten dieser Symptome oder bei Unsicherheiten sofort ein Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst aufgesucht werden sollte. Weitere Informationen zu Meningokokken sind auf der Webseite https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken zu finden. Für Rückfragen steht das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz unter der Telefonnummer 02651/9643180 zur Verfügung. BA
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