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Beim Jahrtausend-Fest in Trimbs ließen sich die Gäste vom schlechten Wetter nicht abhalten

3000 Besucher zeigten dem Regen die kalte Schulter

Ortsbürgermeister Peter Schmitt: „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“

11.09.2019 - 11:47

Trimbs. Zwei Jahre lang liefen die intensiven Vorbereitungen auf das Jahrtausend-Fest der Ortsgemeinde Trimbs – um dann am Sonntag mit einem Schlag (fast) ins Wasser zu fallen. Die schlechten Wettervorhersagen sollten sich bewahrheiten, kurz nach der offiziellen Eröffnung durch Ortsbürgermeister Peter Schmitt öffnete der Himmel seine Schleusen und schickte zwischen 11.45 und 13.15 Uhr sage und schreibe 28 Liter Wasser pro Quadratmeter nach Trimbs. Auf dem restlichen Maifeld sah es nicht viel besser aus, in Mertloch wurden sogar fast 50 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen.

Als Petrus gegen 14 Uhr die ersten Sonnenstrahlen sendete, füllte sich der Ortskern. Die Besucher, die sich bis dahin im Bürgerhaus die Ausstellung über die Historie von Trimbs oder im Alten Saal „Zur Nette“ die Filmvorführung „Was in Trimbs Geschichte machte“ zu Gemüte geführt hatten, strömten nach dem Dauerregen ebenfalls nach draußen. Die beiden Shuttle-Busse, die vom Parkplatz am Birkenhof starteten, verzeichneten immerhin 170 Fahrten. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.

Mit etwa 3000 Gästen bei diesem schlechten Wetter konnten wir sicherlich sehr zufrieden sein“, zog Ortsbürgermeister Schmitt ein erstes Fazit, bevor er sich in den Österreich-Urlaub verabschiedete. Einige Autos mussten aber im Verlauf des Tages mit Traktoren aus dem Schlamm gezogen werden. „Hier haben die Feuerwehren Welling und Trimbs ganze Arbeit geleistet“, lobte Schmitt. Die Menschen, die sich nach Trimbs aufgemacht hatten, wurden nicht enttäuscht. Überall im Ort waren Sonnenblumen zu finden, die hübsch geschmückten Höfe waren in gemütliche Cafés verwandelt worden. Insgesamt 70 verschiedene Stationen konnten besichtigt werden. Die lukullischen Liebhaber durften sich über Burgunderbraten, Flammkuchen Elsässer Art, Krombiere mit Kräuterquark oder Pflaumenkuchen freuen.

Als Souvenir boten sich nicht zuletzt der Jahrtausend-Festwein „Trimbser Obermark“ in limitierter Auflage oder die gesegneten Kerzen der Frauengemeinschaft an. Etliche Hauseigentümer nutzten das Fest auch für kleine private Flohmärkte, um Raritäten aus der Zeit der Großeltern zu veräußern. An vielen Ständen stand die Landwirtschaft, der Schieferbergbau oder die Handwerkskunst im Mittelpunkt. Häufig wurde der Nachwuchs zum Mitmachen animiert, beispielsweise in einer alten Schmiede.

Auf der Showbühne zeigte die Tanzgruppe des TV 1911 Trimbs unter der Leitung von Andrea Sesterhenn, die tagsüber auch die Moderation übernommen hatte, einen Schautanz, der von den zahlreichen Zuschauern mit viel Beifall belohnt wurde. In der Kirche sorgte das Dozentenorchester der Kreismusikschule für ein besonderes Klangerlebnis. Einige Künstler stellten in Höfen und Gärten ihre Gemälde aus. Der Reiterhof Trimbser Mühle bot Kutschfahrten und Ponyreiten an.

Ab 17 Uhr präsentierte die Coverband TNO Hits aus den Sechziger- und Siebzigerjahren, danach saß die Trimbser Bevölkerung noch bis weit nach Mitternacht beisammen und ließ ihr Jahrtausendfest Revue passieren.

„Wir haben dem Wetter getrotzt und dem Regen die kalte Schulter gezeigt“, verdeutlichte Schmitt. „Viele Menschen auf dem Maifeld haben uns nicht im Stich gelassen und sich gesagt: Jetzt fahren wir extra nach Trimbs. Darauf sind wir sehr stolz.“ Maximilian Mumm, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, war in seiner Ansprache darauf eingegangen, dass es 1952 schon die 800-Jahr-Feier gegeben habe und nach dem Fund einer Urkunde herauskam, dass Trimbs nicht 1152, sondern bereits 1019 erstmals erwähnt worden war. Vielleicht werde nun eine Urkunde auftauchen, die beweise, dass Trimbs 1120 gegründet worden sei. Dann könnte es, bei dann besserem Wetter, im nächsten Jahr noch eine 900-Jahr-Feier geben.

Beim Aufräumen am Montag und Dienstag fanden kluge Köpfe heraus, dass der 8. September 2024 wieder ein Sonntag sei und das 1005-jährige Bestehen gefeiert werden könnte. 2020 soll es erstmals ein Weinfest sein, aber zuzutrauen ist den Trimizzern alles.

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11.09.2019 17:44 Uhr
Paul Krämer

Klasse Bericht.
Trifft es auf den Punkt.
????????



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Kommentare
Uwe Klasen:
Angeblich werden in Deutschland 869 Millionen t/a CO² erzeugt, wovon die Atmung der 83 Millionen Einwohner bereits über 80 Prozent (747 t/a CO²) dieser Emissionen ausmacht! Um die selbstgesetzten Einsparungsziele umsetzen müsste das Land also Entvölkert werden, hierin ist die Fauna noch nicht eingerechnet!
Uwe Klasen:
Wenn die, bewusst geschürte, Klimahysterie eines geschafft hat, dann ist das die vollständige Destruktion der Lern- und Denkfähigkeit bei denen, die sich als Aktivisten bezeichnen oder deren Mitläufer sind. Sie sind nicht willens oder in der Lage, vermeintliche Studien, die jenseits des wissenschaftlich Diskutablen sind und nur zur Lenkung der auf diese Weise beeinflussten benötigt werden, zu hinterfragen!
K. Schmidt:
Und wieder eine Meldung zur AfD, mit Leserkommentaren zur AfD, bei der mir dutzende Beispiele der anderen Parteien einfallen die es keinen Deut anders, geschweige denn besser machen. Und das ist dann auch der Grund, wieso die AfD überhaupt noch gewählt wird. Ein Bollinger kann sich so doof anstellen und darstellen wie er will, solange genug andere Politiker schlicht nicht mehr gewählt und angesehen werden (können) weil sie sich auch nur doof anstellen und darstellen werden sie weiterhin zu viele Wähler zu Bollinger und Co. verjagen.
Karsten Kocher:
Den Worten im Leserkommentar von Frau Schulz ist zuzustimmen: Der Hang zur immer wiederkehrenden eitlen Selbstdarstellung bei Jan Bollinger ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
Uwe Klasen:
„Das Betreiben von Parteiausschlußverfahren …. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis“ --- So wie in der SPD gegen Herrn Sarrazin oder in der CDU gegen Frau Schirdewahn oder die Forderungen bei den Grünen bezüglich Herrn Palmer. Einem liberalen Demokraten wird dabei Angst und Bange!
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