Allgemeine Berichte | 03.12.2022, 19:36 Uhr

470 Stromerzeuger des THW stärken Energieversorgung in der Ukraine

Wöchentlich organisiert das THW mehrere Transporte mit Hilfsgütern, Fahrzeugen und Ausstattung, um in der Ukraine die Not zu lindern und die Wiederherstellung der Infrastruktur zu unterstützen.  Foto: THW

Bonn. 470 Stromgeneratoren unterschiedlicher Leistungsklassen im Gesamtwert von rund 19,5 Millionen Euro stellt das Technische Hilfswerk (THW) der Ukraine zur Verfügung. Einen Teil der neuen Generatoren, die mit Mitteln des THW und des Auswärtigen Amtes (AA) finanziert wurden, lieferte das THW bereits in die Ukraine. Für weitere Geräte werden derzeit die Transporte geplant. 70 zusätzliche Stromgeneratoren werden an die Republik Moldau übergeben. „Die Energieversorgung stellt einen wichtigen Punkt in der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) jedes Landes dar. Darum ist es umso wichtiger, dass wir mit den Lieferungen der Stromerzeuger einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung in der Ukraine leisten können,“ erklärt THW-Präsident Gerd Friedsam.

Insgesamt lieferte das THW bisher knapp 150 neu beschaffte Stromgeneratoren mit einem Gesamtwert von 2,5 Millionen Euro in die Ukraine. 320 weitere Stromerzeuger werden aktuell durch THW-Einsatzkräfte für den Transport in die Ukraine vorbereitet beziehungsweise in Kürze durch die Hersteller an das THW für den Weitertransport in die Kriegsregion geliefert. Die fabrikneuen Geräte werden zur Stabilisierung der Energieversorgung teilweise direkt an Ukrenergo, den größten ukrainischen Energieversorger, geliefert. Somit kann dieser eine provisorische Stromversorgung wichtiger Einrichtungen sicherstellen. Weitere Generatoren werden nach Odessa, Mykolajiw sowie die Region Kherson transportiert. Das Leistungsspektrum der Generatoren reicht von 200 bis 1.000 kVA. Die Geräte sind teilweise dafür geeignet, auf PKW-Anhängern montiert zu werden, sodass sie sehr flexibel genutzt werden können.

Durch Angriffe wird gezielt die Kritische Infrastruktur in der Ukraine zerstört. Die Folge sind defekte Energieanlagen und tausende Haushalte, die zeitweise ohne Stromversorgung sind und deshalb nicht heizen können. Auch Krankenhäuser, staatliche und weitere zivile Einrichtungen sind davon betroffen.

„Gerade im Winter hat es besondere Priorität, die Energieversorgung aufrecht zu erhalten. Dazu leisten wir als THW einen Beitrag,“ betont der THW-Präsident. Auch das Nachbarland, die Republik Moldau, ist von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine betroffen. Mit bisher 50 gelieferten Stromgeneratoren und dem bereits geplanten Transporten von weiteren 70 Generatoren unterstützt das THW die Republik Moldau.

Der THW-Logistikeinsatz während des Ukrainekriegs hat aktuell bereits ein Volumen von 70 Millionen Euro. Seit rund neun Monaten unterstützen THW-Einsatzkräfte die Kriegsopfer aus der Ukraine vor Ort, in den Nachbarländern und in Deutschland. Wöchentlich organisiert das THW mehrere Transporte mit Hilfsgütern, Fahrzeugen und Ausstattung, um in der Ukraine die Not zu lindern und die Wiederherstellung der Infrastruktur zu unterstützen. Weitere Transporte von Hilfslieferungen sind in Planung.

Pressemitteilung THW

Wöchentlich organisiert das THW mehrere Transporte mit Hilfsgütern, Fahrzeugen und Ausstattung, um in der Ukraine die Not zu lindern und die Wiederherstellung der Infrastruktur zu unterstützen. Foto: THW

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