Austausch zwischen DEHOGA und der Kreisverwaltung Ahrweiler

Ahrtal: Wie sind die Perspektiven für den Tourismus und das Gastgewerbe?

23.12.2021 - 13:43

Kreis Ahrweiler. Wie sieht der Baugenehmigungsprozess aus? Gibt es bauliche Sperrzonen? Wie sieht das Hochwasserschutzkonzept aus? Um diese und weitere Fragen ging es beim Austausch zwischen der Kreisverwaltung Ahrweiler und dem DEHOGA Rheinland-Pfalz. Der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL konnte neben vielen Gastronomen und Hoteliers aus dem Ahrtal auch DEHOGA Präsident Gereon Haumann, DEHOGA Landesgeschäftsführerin Anna Roeren-Bergs und den Kreisvorsitzenden des DEHOGA Ahrweiler Günter Uhl, begrüßen.

„Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Kreis Ahrweiler. Wir werden daher alles in unserer Macht stehende unternehmen, um den vielen betroffenen Gastgewerbebetrieben zu helfen“, so Gies. In einer Blitzumfrage unter den Anwesenden stellte sich heraus, dass erst zwei Betriebe einen Bauantrag stellen konnten. Präsident Gereon Haumann wird daher nochmals einen Appell an die Landesregierung richten, dass für die Hotel- und Gastronomiebetriebe ein einzelbetriebliches Beratungsprogramm für die Tourismusbranche aufgelegt werde. Die bisherigen Programme und die Wiederaufbauhilfe bedürfen einer Erweiterung.

„Wir müssen die Chance nutzen, einen bestmöglichen Neu-Aufbau des touristischen Angebots an der Ahr zu realisieren. Dazu benötigen die Gastgeber bestmögliche Beratung von unseren Experten der cbg Beratung GmbH“, betont Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz.

Auch die Überbrückung von Umsatzausfällen müsse verlängert werden. Diese Forderung an die Bundes- und Landespolitik erhielt die volle Unterstützung von Gies. Bislang ist diese nur sechs Monate vorgesehen und würde im Januar 2022 auslaufen. „Viele Betriebe haben in den vergangenen Monaten unendlich viele Arbeitsstunden in den Wiederaufbau ihrer Betriebe investiert. Im Februar kann dennoch trotz der herausragenden Aufbauleistung niemand direkt wieder Geld verdienen. Unabhängig von dieser ohnehin saisonal schwierigen Lage werde ich mich dafür einsetzen, dass die Überbrückung von Umsatzausfällen verlängert wird“, so Gies. Auch hier steht der DEHOGA an der Seite des Kreises.

Viele weitere Fragen konnten direkt vom Bauamt, dem Aufbaustab und der Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung geklärt werden. Auch die große Anteilnahme und Verbundenheit anderer Gastgewerbebetriebe habe Gies sehr beeindruckt – und das nach den kräftezehrenden Pandemie-Monaten. Mit einer deutschlandweiten Spendenaktion hatte der DEHOGA alle Hoteliers, Gastronomen und Partner der Branche zur Solidarität mit den gastgewerblichen Unternehmern aufgerufen, die von der Flutkatastrophe im Sommer 2021 betroffen waren.

Es soll nicht bei diesem einmaligen Austausch bleiben. DEHOGA und Kreisverwaltung haben bereits weitere Punkte der Zusammenarbeit fest vereinbart. „Schließlich ist und bleibt der Tourismus ein enorm wichtiger Faktor in unserer Region. Tourismus schafft Arbeit und er schafft wirtschaftlichen Aufschwung. Deswegen war es genau richtig, dass wir heute zusammen gekommen sind und Ihnen hoffentlich auch die eine oder andere Perspektive geben konnten“, so Horst Gies abschließend.

Pressemitteilung Kreis Ahrweiler

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Kommentare
K. Schmidt:
Der Grafschafter Rat hat sich inzwischen doch recht einheitlich dagegen ausgesprochen, irgendwo größere Gewerbeansiedlungen zu planen. Auch die CDU scheint zumindest vorerst mal verstanden zu haben, dass ein bisschen mehr Ländlichkeit in den Dörfern gewünscht wird. Und die FDP träumt nun trotzdem von...
K. Schmidt:
Manche Sätze davon könnten genauso aus einem Interview vor einem Jahr stammen. Wir brauchen Sonderlösungen, dies und das bremst... Das kann man natürlich nicht alles auf Frau Weigand schieben, was sich im letzten Jahr alles noch nicht getan hat, aber man kann schon feststellen: Viel handfestes, greif-...
Wilhelm Wundertsich:
Angespannte Personalsituation - das glaube ich gerne. Umso verwunderlicher, dass es sich die Kreisverwaltung trotzdem erlaubt, extra durch das Innenministerium RP zur temporären Unterstützung angefordertes Personal aus einer naheliegenden Bundesbehörde mit einem Federstrich abzulehnen. Da kann man leider...
K. Schmidt:
Urlaub am Meer, Ausflüge in die Eifel, diverse Mittelgebirgsstandorte, ja selbst in Bayern trifft man als Tourist auf Windkraftanlagen. Aber in Ahrweiler wird der Tourismus zusammenbrechen, wenn der Strom zur Beleuchtung des Rotweines nicht einfach nur aus der Steckdose kommt, sondern auch sichtbar...
Sabine Weber-Graeff:
Die Bürger Ahrweilers haben den Bau,so glaube ich,noch garnicht auf dem Radar.Die Offenlegung der Pläne wurde taktisch geschickt in die Sommerferien gelegt,vermutlich um einer Vielzahl von Einwendungen entgegenzuwirken.Was diese Pläne für die touristische Infrastruktur hier bedeuten,läßt sich nur erahnen.Stammgäste...
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