Allgemeine Berichte | 20.08.2021, 08:49 Uhr

Hochwasser Notgemeinschaft Rhein e.V.

„Das nächste Extremhochwasser wartet keine 100 Jahre“

In Altenahr hinterließ die Flut eine Spur der Verwüstung.

In Altenahr hinterließ die Flut eine Spur der Verwüstung.

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Region. „Die Hochwasservorhersagen und die Maßnahmen auch an den Nebenflüssen müssen deshalb schnell verbessert werden“, so Achim Hütten.

Unter den schrecklichen Eindrücken der Flutkatastrophe im nördlichen Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen am 14. und 15. Juli 2021, den verheerenden Schäden und besonderes angesichts der vielen Verstorbenen wird auch deutlich, dass die Arbeit und das Engagement der HWNG forciert werden müssen. Die Katastrophe zeigt wie in einem Brennglas, wo die Defizite liegen.

Es ist vieles auf den Prüfstand zu stellen, angefangen von der Frühwarnung und Vernetzung der Warnsysteme bis hin zu Vorsorge- und Schutzmaßnahmen. Besonderes Augenmerk ist gilt dabei der ständigen Sensibilisierung der Bevölkerung. Es gilt sich möglichst schnell durch Klimaschutz und -anpassung für die Zukunft wappnen, denn extreme Wetterlagen werden infolge des Klimawandels häufiger und intensiver zu erwarten sein. Nach einer genauen Analyse der Ereignisse müssen die Konsequenzen hieraus alle Bereiche der Hochwasservorsorge umfassen. Neben der Verbesserung der Frühwarnung - hier plant die HWNG ein gemeinsames interdisziplinäres Forschungsprojekt mit der Hochschule Koblenz - muss ein besonderes Augenmerk auf den Wiederaufbau gelegt werden. Es muss die Frage im Vordergrund stehen, wie künftig Schäden durch Verzicht auf Wiederbebauung oder angepasste Bebauung vermieden werden können. Sinnvoll wären hier Pilotprojekte mit Ingenieurbüros mit dem Ziel, die örtliche Situation analysieren und Aussagen zur Abwägung einer künftigen Nutzung der stark zerstörten Bebauung zu geben. Trotz aller Anstrengungen kann es zu Schäden kommen. Eine Versicherung ist in der Mehrzahl der Fälle möglich und bezahlbar, aber weniger als die Hälfte der Betroffenen ist derzeit versichert. Die HWNG unterstützt daher die Einführung einer Pflichtversicherung bei Elementarschäden, denn als Steuerzahler werden alle auch bei der Einrichtung von Hilfsfonds alle in die Pflicht genommen. Es wird Zeit, dass hier die Last auf viele Schultern verteilt wird. Aufgrund vieler Gemeinsamkeiten der hochwasserbetroffenen Kommunen am Rhein mit den Kommunen an den Rheinnebenflüssen und Zuflüssen plant die HWNG eine Ausweitung auf das gesamte Einzugsgebiet.

Pressemitteilung

Hochwasser

Notgemeinschaft Rhein e.V.

In Altenahr hinterließ die Flut eine Spur der Verwüstung.

In Altenahr hinterließ die Flut eine Spur der Verwüstung.

Die B9-Brücke in Sinzig wurde teilweise abgerissen.

Die B9-Brücke in Sinzig wurde teilweise abgerissen.

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