Allgemeine Berichte | 30.04.2025

Die Toskana liegt in der Nordeifel

Rast an einer Eifel-Zypresse.  Foto: Konrad Waßmann

Sinzig. Der Eifelverein Sinzig fühlte sich kürzlich nach Italien versetzt. Der Wacholder, die Zypresse des Nordens, ist der Star auf der 16 Kilometer langen Eifelspur „Toskana der Eifel“. Wanderführer Konrad Waßmann konnte 11 Wanderer zu einem besonderen Erlebnis begrüßen. Südlich der Gemeinde Blankenheim-Ripsdorf liegt das größte zusammenhängende Wacholder-Schutzgebiet in Nordrhein-Westfalen. Der Weg führte im ersten Teil durch dicht an dicht mit Wacholderbüschen bewachsene Hügel. Mit ein wenig Fantasie konnte man sich vorstellen, durch die Toskana zu wandern. Die markanten Wacholderheiden, die große Zahl kleinflächiger Kalk-Halbtrockenrasen und Wacholdertriften sind ein landesweit einmaliges Relikt historischer Bewirtschaftungsformen. Sie fallen auf der Wanderung durch die Nordeifel besonders ins Auge. Diese bereits im Mittelalter durch Rodung geschaffenen und durch extensive Schafbeweidung bis heute erhaltenen Kulturbiotope zeichnen sich durch einen enormen Artenreichtum aus. Gegen Ende der Wanderung lieferte der Lampertsbach noch ein besonderes geologisches Schauspiel. Im Karstgestein des Tales versickert das Wasser bei niedrigem Stand unvermittelt und fließt unterirdisch weiter. Nach der abwechslungsreichen, landschaftlich einmaligen Wanderung belohnten sich die Sinziger Wanderer bei einer Einkehr in Ripsdorf, bevor es mit dem Auto wieder nach Hause ging. Interessierte Gäste können gerne an den Wanderungen des Eifelvereins Sinzig teilnehmen, wir freuen uns. Informieren sie sich über unser Wanderprogramm unter www.ev-sinzig.de

Rast an einer Eifel-Zypresse. Foto: Konrad Waßmann

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