Allgemeine Berichte | 01.07.2025

Filmworkshop gegen Diskriminierung

Bad Neuenahr. Am 24. und 25. Juni 2025 verwandelte sich die Berufsbildende Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler in ein kleines Filmstudio: Zwei Tage lang drehte sich alles um das Thema Diskriminierung – nicht nur mit theoretischen Inhalten, sondern mit Kamera, Licht und viel persönlichem Einsatz.

Initiatorin des Filmworkshops war Luise Kofel vom Programm Respekt Coaches (https://www.lass-uns-reden.de/), gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und verankert im Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes RMA e.V., zielt das Programm darauf ab, den Schülerinnen und Schülern im Kontext gesellschaftspolitischer Themen einen respektvollen und vielfaltsorientierten Umgang miteinander erfahrbar zu machen. Gemeinsam mit Michael Müller, vom Projekt „Aufwind – Deine Chance Ahrtal“, welches von ADRA e.V. finanziert wird und im „Haus der offenen Tür“ in Sinzig verankert ist, konnte der Filmworkshop realisierbar gemacht werden. Sie stellten einen spannenden und lehrreichen zweitägigen Workshop für die Jugendlichen der Klasse HBF.MD24 (Höhere Berufsfachschule Mediendesign) auf die Beine. Für die technisch, professionelle Umsetzung holten sie sich zwei erfahrene Filmemacher an Bord: David Figura, Filmemacher, Editor und Kameramann, und Julius Dommer, ebenfalls Filmemacher und Editor.

Der Workshop gliederte sich in abwechslungsreiche Theorie- und Praxisteile. In der ersten Phase setzten sich die Teilnehmenden mit dem Begriff Diskriminierung auseinander: Was bedeutet das eigentlich? Wo begegnet es uns im Alltag? In kleinen Gruppen wurden Beispiele gesammelt, erklärt und über rechtliche Hintergründe gesprochen. Auch spielerische Übungen und interaktive Methoden sorgten dafür, dass das ernste Thema greifbar und emotional erfahrbar wurde.

Die Profis aus der Film- und Ton-Branche konnten durch Beispiele aus ihrer Praxis die Schüler*innen in die bewusst gesteuerten Gefühlswelten der Medien einführen. Im Laufe der zwei Tage vermittelten sie den Schüler*innen das nötige Handwerkszeug für die Filmproduktion: Vorproduktion, Dreharbeiten, Postproduktion – und der Umgang mit Kamera, Mikrofon und Schnittprogrammen standen auf dem Stundenplan.

Besonders eindrucksvoll: Die Jugendlichen, Schüler*innen der Medienklasse unter der Leitung von Frau Simone Derst, entwickelten eigene Filmideen basierend auf sehr persönlichen Fragen:

- Wurde ich schon mal diskriminiert?

- Habe ich selbst schon einmal jemanden diskriminiert?

- War ich Zeug*in von Diskriminierung?

Die Antworten darauf wurden zu Drehbüchern, Szenen und schließlich zu berührenden Kurzfilmen. Die Jugendlichen übernahmen dabei sämtliche Rollen selbst – Regie, Kamera, Licht, Ton und Schnitt. Mit beeindruckender Kreativität und viel Feingefühl brachten sie ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven auf die Leinwand.

Am Ende des Workshops stand nicht nur eine Reihe sehenswerter Filme, sondern auch ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung. Die Begeisterung der Teilnehmenden war deutlich spürbar und spiegelte sich in den Filmen wieder.

Ein Projekt, das nicht nur das filmische Talent förderte, sondern vor allem eines tat: zum Nachdenken anregen und den Blick für mehr Respekt im Alltag schärfen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Dauerauftrag 2026
Kleinanzeigen
Rund ums Haus Daueranzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Rund ums Haus
Praxis an neuem Standort
Kirmes Löhndorf
Anzeige Lagerverkauf
Empfohlene Artikel
Die aktuelle und die kommende Brunnenkönigin.
104

Bad Breisig. Während noch einige Gäste der Römerthermen ein Kaltgetränk genossen, fanden sich nach und nach Repräsentanten und bekannte Gesichter der Stadt Bad Breisig im Römer-Bistro ein, eine aufmerksame Spannung machte sich breit. Bürgermeister Marcel Caspers begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, Sponsoren des Brunnenfestes, Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und weitere...

Weiterlesen

Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
27

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
982

Hammerstein. Am Freitagnachmittag, 17. April, befuhr die 59-jährige Fahrzeugführerin eines PKW die B42 aus Neuwied kommend in Fahrtrichtung Bonn. Im Verlauf einer langgezogenen Rechtskurve in Höhe der Ortschaft Hammerstein verlor diese aus bislang unklarer Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug und geriet hierbei auf die Gegenfahrbahn, wo sie anschließend mit der Leitplanke kollidierte und mit dem PKW einer entgegenkommenden weiteren Fahrzeugführerin (66) frontal zusammenprallte.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
45

Ingesamt drei Personen ins Krankenhaus eingeliefert

16.04.: Kaffee mit Holzkohle im Haus zubereitet: Eine Person wird schwer verletzt

Schleiden/Dahlem. Bereits in den frühen Morgenstunden kam es am Donnerstag (16. April) gegen 5.48 Uhr in der Uferstraße in Dahlem zu einem Einsatz aufgrund einer Kohlenmonoxid-Vergiftung in einem Wohnhaus. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde am Vorabend in dem Wohnhaus mit Holzkohle Kaffee zubereitet. Anschließend legten sich die Bewohner schlafen, ohne dass Fenster geöffnet wurden. Im Verlauf der Nacht kam es dadurch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlenmonoxid.

Weiterlesen

Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Imageanzeige Werbeplan 2026
Anlagenmechaniker
Kirmes Polch 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Schulhausmeister
Kirmes Polch
Genusstage 17./18.04.
Dachdecker (m/w/d)
Floristik Meyer
Blumen Meyer Neueröffnung
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Kirmes Löhndorf
Stellenanzeige Auszubildung zum/zur Umwelttechnologen/in
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen in Heimersheim
Kooperationsgeschäft