Allgemeine Berichte | 25.01.2022

Dechant Jörg Meyrer wählt am 13. Februar in der Bundesversammlung den Bundespräsidenten

Für das Ahrtal nach Berlin

Jörg Meyrer: „Es ist eine riesige Ehre für mich“

Dechant Jörg Meyrer.  Foto: DU

Bad Neuenahr-Ahrweiler. 2022 wird zweifellos ein besonderes Jahr für Jörg Meyrer. So feiert der 1988 in Trier zum Priester geweihte Geistliche, der seit 2003 Dechant des Dekanat Ahr-Eifel ist, im August sein zwanzigstes Dienstjubiläum als Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius Ahrweiler, die 2011 in der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler aufging. Gut einen Monat später – am 30. September – wird er 60 Jahre jung. Längst ist der gebürtige Saarländer zum Ahrtaler geworden, fühlt sich der Kreisstadt und dem Tal eng verbunden. Eine Tatsache, die besonders rund um die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr deutlich wurde. Jörg Meyrer war gefühlt überall präsent, packte an, tröstete, machte Mut, war ein wertvoller Anlaufpunkt für viele Menschen, die in den Fluten liebe Menschen, Angehörige und oftmals alles verloren hatten. Seine abendlichen, immer aus dem direkten Gefühl heraus geschriebenen Texte in den sozialen Medien gaben vielen Menschen Halt und Kraft.

Nahbar und bei den Menschen

Dabei repräsentierte Jörg Meyrer auch eine nahbare, aktive, mitten bei den Menschen befindliche Kirche. Ein Hoffnungsschimmer in Zeiten von Missbrauchsskandalen und Vertrauensverlust. Zahllose zerstörte oder stark beschädigte kirchliche Einrichtungen ließ die Flut zurück und damit für Dechant Meyrer eine wahre Herkulesaufgabe in Sachen Koordination und Organisation. Als starkem Repräsentanten des Ahrtals wird Jörg Meyrer jetzt die Ehre zuteil, am 13. Februar als Teilnehmer der 17. Bundesversammlung an der Wahl des Bundespräsidenten teilnehmen zu dürfen. Die Bundesversammlung besteht dabei nicht nur aus Mitgliedern des Bundestages, sondern auch aus Wahlleuten, die von den Volksvertretungen der deutschen Länder gewählt werden. Vorgeschlagen wurde Jörg Meyrer von der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, die unbedingt einen Vertreter des Ahrtals nach Berlin entsenden wollte, womit Meyrer einer von sechs rheinland-pfälzischen Wahlleuten der rund 1.500-köpfigen Bundesversammlung sein wird.

„Ich nehme das Ahrtal mit nach Berlin“

Das Ahrtal wird Jörg Meyrer bei der im Paul-Löbe-Haus stattfindenden Bundespräsidentenwahl dank eines großen „SoildAHRitäts“-Sticks auf seinem Jackett auch nach außen deutlich sichtbar präsentieren. „Es ist eine riesige Ehre für mich, dafür ausgewählt worden zu sein. Ganz wichtig ist mir, dass ich das Ahrtal mit nach Berlin nehme. Aber ich gehe auch als Kirchenmann nach Berlin, werde den Priesterkragen tragen“, so Jörg Meyrer. Bei der Bundesversammlung werden der bisherige Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, dessen Amtszeit am 18. März abläuft sowie der von der Partei DIE LINKE nominierte, parteilose Sozialmediziner Gerhard Trabert kandidieren. Während seines Besuchs im Katastrophengebiet sind sich Jörg Meyrer und Frank-Walter Steinmeier sogar persönlich begegnet, traf sich der Bundespräsident doch im Pfarrhaus St. Laurentius mit Angehörigen von Menschen, die bei der Flut ums Leben kamen.

„Brücken bauen und für die Menschen da sein“

„Ein Bundespräsident muss repräsentieren können, er muss für die Menschen da sein, er muss Brücken schlagen über die Abgründe in der Gesellschaft, er muss vernetzen können – er muss eine Figur sein, die im Grunde genommen von allen anerkannt wird. Dabei wird das Brücken-bauen noch notwendiger werden, nicht nur wegen Corona. Die Gesellschaft spaltet sich in Jung und Alt, in Ausländer und Einheimische, in Gesunde und Kranke, in Arme und Reiche sowieso – die Schere geht deutlich weiter auseinander, die Armen werden immer Ärmer. Dazu wird uns wohl die Frage der Ökologie noch weiter bedrängen“, umschreibt Jörg Meyrer die vielen, zukünftigen Herausforderungen – auch für den Bundespräsidenten.

Dechant Jörg Meyrer. Foto: DU

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Kommentare
25.01.202216:49 Uhr
Richard

Freut mich,
Trabert Wählen!

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