Allgemeine Berichte | 09.12.2020

Spendenaufrufe: Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben Tipps

Genug Betrug: Unseriöse Spendensammler

Genug Betrug“ - eine Kampagne des LKA und der VZ RLP gegen Betrugsmaschen. Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Rheinland-Pfalz. In den Wochen vor Weihnachten mehren sich die Spendenaufrufe auf Social-Media-Kanälen, an der Haustür, in der Fußgängerzone oder im Briefkasten. Doch nicht jeder, der sich als Spendensammler ausgibt, tut dies zu einem wohltätigen Zweck. Immer mehr Kriminelle täuschen falsche Tatsachen vor, um die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung auszunutzen und Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben Tipps, um dubiose Sammler zu entlarven.

Informationen über dieOrganisation sammeln

Es ist immer ratsam, sich vor einer Spende umfassend über die jeweilige Organisation zu informieren. Seriöse Organisationen veröffentlichen jährlich einen Geschäftsbericht. Darin erläutern sie, wofür das gespendete Geld oder die Mitgliedsbeiträge ausgegeben werden. Dort sollte klar angegeben sein, wie viel Geld in die Verwaltung und in die Werbung fließt und wie viel tatsächlich dem guten Zweck zukommt. Letzteres sollte den größten Teil ausmachen, etwa 60 bis 65 Prozent.

Vorsicht bei Internetportalen und Spendenwerbung in sozialen Netzwerken

Nicht jede professionell gestaltete Internetseite ist eine Garantie für die Seriosität einer Spendenorganisation. Ein Blick ins Impressum sollte Aufschluss darüber geben, wo sich der Sitz der Organisation befindet und ob es einen Ansprechpartner gibt. Bei Zweifeln sollte die Satzung oder der Jahresbericht angefordert werden und in anderen Quellen im Netz nach Äußerungen über die jeweilige Organisation und ihren Aktivitäten gesucht werden.

Vorsicht vor Fördermitgliedschaften

Viele unseriöse Organisationen geben sich mit einer einmaligen Spende nicht zufrieden und drängen auf den Abschluss einer Mitgliedschaft. Durch die Mitgliedschaft verpflichtet man sich über einen längeren Zeitraum zu dauerhaften Spenden. Nur wer sich absolut sicher ist, dass er dieser Organisation tatsächlich regelmäßig etwas spenden will, sollte einen solchen Vertrag abschließen. Achtung: Auch wenn solche Mitgliedschaften an der Haustür abgeschlossen werden, steht Verbrauchern kein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Der Vertrag ist bindend und muss erfüllt werden.

Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen bringt Klarheit

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergibt an förderungswürdige Organisationen auf Basis einer jährlichen Prüfung ein Spenden-Siegel. Allerdings: Geprüft werden nur Hilfswerke, die in den vergangenen zwei Geschäftsjahren mindestens 25.000 Euro an Spenden erhalten haben, sich selbst beim DZI für eine Prüfung melden und die Kosten dafür zahlen. Kleinere Organisationen können das oft nicht leisten. Wenn ein Verein in der DZI-Liste fehlt, bedeutet das also nicht zwangsläufig, dass er unseriös ist. Trägt ein Spendenaufruf den DZI-Sternenkranz, ist hingegen garantiert, dass die Organisation eindeutig und sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und nachprüfbar ausweist, wie das Geld der Spender verwendet wird. Wer das Gefühl hat, Geld an eine unseriöse Organisation gespendet zu haben, sollte die Organisation bei der Spenderberatung des DZI melden.

Am Telefon oder der Haustür nicht unter Druck setzen lassen

Kriminelle nutzen auch die derzeitige Corona-Pandemie und geben sich am Telefon oder an der Haustür als Spendensammler aus. Verbraucherinnen und Verbraucher werden entweder telefonisch kontaktiert oder an der Haustür zu Geldzahlungen gedrängt. Auf keinen Fall sollten vorschnell Daten preisgegeben oder Unterschriften geleistet werden. Das Gespräch sollte beendet und bei offiziellen Stellen die Richtigkeit der getätigten Aussagen des vermeintlichen Spendensammlers erfragt werden.

Umfangreiche Informationen zum sicheren Spenden bieten Verbraucherzentrale und Polizei auf ihren Internetseiten unter folgenden Links: https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/damit-spenden-mit-sicherheit-ankommen/

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/vertraege-reklamation/werbung/spendensammler-woran-man-wahre-wohltaeter-erkennt-10658

www.cybersicherheit-rlp.de

Weitere Auskünfte, Hilfen und schriftliche Informationen gibt es bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale sowie in den Polizeipräsidien.

Pressemitteilung

Landeskriminalamt

Rheinland-Pfalz

Genug Betrug“ - eine Kampagne des LKA und der VZ RLP gegen Betrugsmaschen. Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes Foto: Maik Goering

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
11.12.202011:42 Uhr
Gabriele Friedrich

Generell spende ich nichts mehr, verschenke aber, wenn jemand etwas braucht.
Wer bei mir unerwartet und ungebeten klingelt, der kann sich aber ducken. Eine Frechheit ist das, wie die Leute auf die Klingel drücken und dann nicht los lassen.
Alte Menschen sind leider zu vertrauenswürdig und vergessen die gut gemeinten Ratschläge. Sie vergessen es auch- und vor allem sind sie "neugierig" ( Wer könnte denn da geklingelt haben?? )
Wer was will, der kann vorher anrufen. Meine Eltern hätten generell niemals einfach die Tür geöffnet, wir durften das als Kinder auch nicht. Lösungen für diese Probleme die sollte die Familien rechtzeitig besprechen- mit einem genauen Plan, und diesen ab "sofort" eintreten lassen und sich dran halten. Nur so merkt man sich das. Es ist nun einmal so, das uns die Wende, die Globalisierung und das Internet auch die Hölle beschert haben. Hinzu die vielen "Touristen". *na Servus !
Und es ist erst der Anfang- daher "Aufgepasst"

Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Rund ums Haus
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Angebotsanzeige (April)
Ostergrußanzeige
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
42

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
15

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
83

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
381

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Daueranzeige
Rund ums Haus
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Imageanzeige - Ostern