Allgemeine Berichte | 27.05.2025

200 Retter mit 20 Einsatzfahrzeugen proben den Ernstfall

Großübung des DRK-Rettungsdienstes Rhein-Mosel Eifel in Cochem

Ein prominentes Beobachtungsteam aus der Kommunalpolitik verfolgte die Großübung persönlich vor Ort. Fotos: TE

Cochem. Sie leisten in 11 Rettungswachen 24 Stunden ihren Notfalldienst und absolvieren in einem Jahr mehr als 50.000 Rettungseinsätze. Die Rede ist von 300 hauptamtlichen Mitarbeitern des gemeinnützigen DRK-Rettungsdienstes Rhein-Mosel Eifel gGmbH, die diese meist lebensrettende Tätigkeit zusammen mit zahlreichen ehrenamtlich Tätigen sowie Teilnehmern im freiwilligen sozialen Jahr ausüben.

Um ihre Einsatzbereitschaft auch in größeren Notfalllagen immer wieder unter Beweis zu stellen und gleichzeitig die ihnen zur Verfügung stehende Ausrüstung nebst Fuhrpark zu testen, findet im Bereich Mayen-Koblenz oder Cochem-Zell einmal im Jahr eine Großübung mit einem Großteil der Einsatzkräfte statt.

Im Cochem-Brauhecker Industriegebiet waren es diesmal deren 200 mit 20 Notarzt-, Rettungs- und Krankenwagen. Dazu gesellten sich fünf Notärzte, die am Unfallort die Erstversorgung und den Abtransport der Verletzten in die Zielkrankenhäuser überwachten. Als Übungsszenario wurde eine Explosion mit Dacheinsturz in einem Firmengebäude angenommen, bei dem es mehr als 40 Beschäftigte mit zum Teil schweren Verletzungen zu bergen und zu versorgen galt.

Zuvor war über die DRK-Rettungsdienstzentrale die vorgegebene Alarmierung der Kräfte erfolgt, die sich zunächst an einem vorgelagerten Rettungsmittelhalteplatz einfanden und von dort aus mit klarer Aufgabenzuweisung zum Unglücksort fuhren. Hier war es Transportleiter Thomas Rings der den Abtransport der Verletzten in die jeweiligen Zielkrankenhäuser koordinierte.

Funktionalität eines zeitnahen Verletztentransportes testen

So kam es dem Übungsleitertrio Thomas Schlicht, Peter Klöckner und Pascal Coché heuer in erster Linie darauf an, die Funktionalität eines zeitnahen Verletztentransportes, einhergehend mit der optimalen Verteilung in die Kliniken zu testen. Dabei spielte auch das Cochemer Marienkrankenhaus eine wichtige Rolle. Hier konnte man für die Übung auf Anhieb weiteres Notfallpersonal gewinnen, das zum Teil seine Freizeit dafür opferte.

Als nächstgelegene Klinik konnten hier 20 Unfallopfer weiterversorgt werden, die schon in der Krankenhauszufahrt von mehreren Notfallteams empfangen wurden. Mit von der Partie auch die ärztliche Leiterin Dr. Amelie Zühlke, der technische Leiter Martin Heibel, sowie Pflegedienstleiter Andreas Heppler. Begleitet wurde der erfolgreich verlaufende Rettungseinsatz von einem offiziellen Beobachtungsteam. Zu diesem zählte sich Rettungsdienstgeschäftsführer Eberhard Steinhäuser (Mayen), Landrätin Anke Beilstein, die Cochemer Bürgermeister Walter Schmitz und Wolfgang Lambertz, die Landtagsabgeordneten Benedikt Oster und Jens Münster, sowie der Bundestagsabgeordnete Dr. Marlon Bröhr.

Die zeigten sich nicht nur vom vorbildlichen Engagement der Rettungskräfte, sondern auch vom organisatorischen Aufwand eines solchen Einsatzes beeindruckt. Hier müssen zur Rettung von Menschleben auch Kommunikation, Einsatzmittel, Verletztenzuteilung und die Registrierung funktionieren.

TE

In der Abschnittsleitung Gesundheit wurden Einsatzörtlichkeit und Rettungsmaßnahmen überwacht.

In der Abschnittsleitung Gesundheit wurden Einsatzörtlichkeit und Rettungsmaßnahmen überwacht.

Im Marienkrankenhaus Cochem angekommen, wurden die Sanitäter bereits von Notfallteams erwartet.

Im Marienkrankenhaus Cochem angekommen, wurden die Sanitäter bereits von Notfallteams erwartet.

Zum Teil mussten mehr als ein halbes Dutzend Verletzte in einem Zelt gleichzeitig versorgt werden.

Zum Teil mussten mehr als ein halbes Dutzend Verletzte in einem Zelt gleichzeitig versorgt werden.

Fotogalerie: DRK-Großübung in Cochem 2025

Foto: alle TE

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