Leserbrief zur Absage der Sinziger Kirmes
Hat Engagement und Brauchtum in Sinzig keinen Platz mehr?
In einer beispiellosen Aktion hat die CDU Stadtratsfraktion Sinzig die weiteren Planungen zur Sinziger Kirmes gestoppt und entmündigt damit die Sinziger BürgerInnen in ihrer Entscheidung, ob sie auf ihre Kirmes gehen wollen oder nicht. Es trifft die Erwachsenen genauso wie die Jugendlichen und Kinder, die sich jedes Jahr auf die Kirmes freuen.
Die Pandemie hat unser Leben verändert und viele Menschen haben verstanden, dass wir auf absehbare Zeit nicht mehr so leben werden wie noch in 2019. Mit Kreativität und Fantasie hat sich unsere Gesellschaft eine neue Normalität geschaffen, trotz des weiter bestehenden Infektionsrisikos und ohne die Mitmenschen zu gefährden.
Diese Kreativität, Fantasie und die Verantwortung für unser gemeinschaftliches Leben hat vielen Menschen geholfen, in der Krise zu überleben. Mit dieser Kreativität, Fantasie und Verantwortung haben wir das Riesenrad und den Wein gefeiert, Gottesdienste und Chorgesang im Freien gestaltet, hUnternehmen unterstützt und gerettet und besonders stark betroffenen Mitmenschen eine Freude bereitet.
Mit Kreativität, Fantasie und Verantwortung für unser gemeinschaftliches Leben hat die Stadtverwaltung für die Sinziger BürgerInnen die Möglichkeit schaffen wollen, Kirmes zu feiern.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat im eigenen Interesse und im Interesse der Mitmenschen Abstand, Hygiene und Alltagsmasken akzeptiert und respektiert. Auch heute noch. Dieses Engagement für unser Sinzig tritt die CDU Stadtratsfraktion Sinzig mit Füßen und es ist nicht das erste Mal, dass die CDU Stadtratsfraktion Sinzig gegen die Bürgerinteressen handelt.
Das ist schade für Sinzig und für unsere Gemeinschaft. Ich hätte mir gewünscht, dass wir SinzigerInnen selbst entscheiden dürfen, ob und wie wir unser Brauchtum pflegen.
Roland Janik, Sinzig
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