Allgemeine Berichte | 19.05.2022

Während der Flut wurde der Betonbau aus den 1970ern unterspült und war einsturzgefährdet

Haus C der Ehrenwall´schen Klinik wird abgerissen

Ahrweiler. Als am 17. September 1976 der Neubau der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik am Ahrufer nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht wurde, hätte man sich nicht vorstellen können, dass er 46 Jahre später abgerissen werden würde.

Betonbau schon vor der Flut nicht zu retten

„Schon vor der katastrophalen Flut vom 14./15. Juli 2021 hatten wir festgestellt, dass dieser Betonbau aus den Siebzigerjahren in dieser Form nicht zu retten war“, berichtet Christoph Smolenski, Geschäftsführer der Klinik. Die Strukturmerkmale der damaligen Zeit und die Anforderungen der modernen Zeit klaffen so weit auseinander, dass in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium in Mainz die Entscheidung gefällt wurde, dieses Gebäude abzureißen, um an gleicher Stelle ein Gebäude zu errichten, das den heutigen Anforderungen entspricht und die Einrichtung einer gerontopsychiatrischen Abteilung möglich macht.

CvE-Allee fortgerissen

Nach der Flutkatastrophe riss die Ahr die Carl-von-Ehrenwall-Allee über ca. 250 Meter komplett fort, sodass die Ahr direkt an die Grundmauern des Betonbaus anströmte und einen Teil unterspülte, sodass er einsturzgefährdet wurde. „Die Entscheidung des Abrisses wurde dadurch nicht nur bestätigt, sondern die Flut leistete schon ein gewisse Vorarbeit“, so der Geschäftsführer.

Neubau geplant

Die Untersuchung der SGD Nord ergab, dass ein geplanter Neubau durchaus an gleicher Stelle wieder errichtet werden kann, wenn vielleicht auch mit einer größeren Distanz von der Ahr, sodass dadurch ein gewisser Retentionsraum gewonnen werden kann. Am 19. Mai werden nun die Bagger anfahren, um den bereits weitestgehend entkernten Bau abzureißen. Smolenski: „Die Neubauplanung ist weitestgehend abgeschlossen und wir hoffen, mit den Bauarbeiten in den nächsten zwei Jahren beginnen zu können.“

Pressemitteilung

Dr. von Ehrenwall´schen Klinik.

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