SC Sinzig erhält Spende aus Gemeinschaftsaktion in Brandenburg

In der Not steht man zusammen

In der Not steht man zusammen

Den Scheck für den SC Sinzig durfte die Vorsitzende des SC, Silvia Mühl (2.v.l.) zusammen mit weiteren bedachten Einrichtungen im Flutgebiet, von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (6.v.r), Landrat Gernot Schmidt (Mitte), den Chefredakteuren der MOZ und Lausitzer Rundschau Claus Liesegang (5.v.l.) und Oliver Haustein-Teßmer (3. V.l.) sowie Michael Böttcher, Bürgermeister von Letchin entgegennehmen. Foto: Winfried Mausolf

31.08.2021 - 12:42

Sinzig. Fünf Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe gab es im Rahmen eines Benefizkonzertes in Frankfurt (Oder) eine Überraschung für die Vorsitzende des SC Sinzig, Silvia Mühl. Der hart getroffene Sportverein erhält aus der Spendenaktion „Wir helfen“ des Landes Brandenburg eine großzügige Spende für den Wiederaufbau der zerstörten Fußballplätze


„Das war ein besonderer Moment, als ich den Anruf von Michael Böttcher, Bürgermeister von Letchin erhielt“, erinnert sich Silvia Mühl. In dem Telefonat teilte ihr Böttcher mit, dass der SC Sinzig bei der Auswahl der unterstützten Einrichtungen des Landes Brandenburg mit einer großzügigen Spende bedacht werde. Daher war es für die Vorsitzende keine Frage, anlässlich eines Benefizkonzertes nach Frankfurt zu reisen, um dort den Spendenscheck entgegen nehmen zu dürfen.

„Es ist schwer, Worte für das Leid der Menschen in den Flutgebieten zu finden. Umso wichtiger war es, dass es schnell eine so große Welle der Solidarität auch aus Brandenburg gab“ hob Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zu Beginn der Veranstaltung hervor. „Wir stehen zusammen. Dieses Signal geht heute von Brandenburg nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.“


Ihr habt uns in der Not geholfen, jetzt wollen wir euch helfen


Die Aktion ins Leben gerufen hatten die Märkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau sowie der Landkreis Märkisch-Oderland mit den Gemeinden Letschin und Wriezen. In nur 30 Sekunden wurde die Entscheidung getroffen, in Brandenburg gemeinsam eine Spendenaktion durchführen. „Wir wollen jetzt denjenigen helfen, die uns bei der Oderflut 1997 und dem Elbehochwasser 2003 so tatkräftig unterstützt haben“, so Landrat Gernot Schmidt sowie Claus Liesegang, Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung. Innrhalb weniger Wochen war bereits eine Spendensumme von rund 860.000 Euro zusammen gekommen. Wichtig war es den Initiatoren, das von den Spendengeldern konkrete Initiativen vor Ort profitieren. Eine davon ist der Lebenshilfeverein Sinzig, der von der Flutkatastrophe besonders betroffen wurde. Paul Reuther, Mitbegründer der Einrichtung war ebenfalls nach Frankfurt gereist und äußerte sich gerührt und voller Dankbarkeit für die Unterstützung. Weitere Spenden erhält der Winzerverein Ahrweiler, die Hinterbliebenen der bei dem Unwetter in NRW und RLP getöteten sechs Feuerwehrfrauen und -männer und der Jugendtreff Ehrang-Quint in Trier.


So helfen die Spendengelder dem SC beim Wiederaufbau


Das Stadion mit den beiden Fußballfeldern ist verwüstet. Das Sportplatzgebäude mit Umkleidekabinen, Sanitäreinrichtungen sowie der Imbiss mit neuer Küche stehen vor dem Abriss. Auch sämtliche Equipment wie Trikots, Trainingsgeräte, EDV des SC Sinzig und vieles mehr wurden Opfer der Flut. Rund 220 Vereinsmitglieder stehen vor dem Nichts.

„Zunächst gilt es, die Jugend und Seniorenmannschaften wieder mit Trikots auszustatten“, erläutert die Vorsitzende Silvia Mühl. Parallel soll ein kleiner Bus zum Transport der Fußballjugend angeschafft werden, damit diese zum Trainings- und Spielbetrieb die Plätze befreundeter Sportclubs in der Region nutzen zu können. „In der jetzigen Situation ist die Fortsetzung von sportlicher Betätigung im Team ein wichtiger Ausgleich und Ablenkung nach der Katastrophe“ so Silvia Mühl. Gleichzeitig hoffe der Vorstand, dass der Wiederaufbau für das Rhein-Ahr-Stadion möglichst zeitnah in Angriff genommen werden könne. Die Spende aus Brandenburg sei ein höchst willkommener Anstoß für das Vorhaben.

Pressemitteilung

SC Rhein-Ahr Sinzig

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Weitere Berichte

Sprechstunde mit Jan Einig

Auf ein Wort

Neuwied. „Auf ein Wort mit Jan Einig“ heißt die Reihe, in der Neuwieds Oberbürgermeister die Stadtteile aufsucht, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in persönlichem Kontakt zu bleiben. Dieser Austausch ist Jan Einig ein Herzensanliegen, insbesondere, da die für den engen Draht wichtigen zufälligen Treffen angesichts die Pandemie weniger geworden waren. Nachdem bereits einige Stadtteile dieses Jahr... mehr...

Experte schulte Neuwieds Seniorenbeirat im Kommunalrecht

Neuwied. Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen der älteren Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt Neuwied. Er berät die Organe der Stadt Neuwied, gibt Anregungen und Empfehlungen an Behörden, Verbände und Organisationen und fördert den Erfahrungsaustausch, die Meinungsbildung und Koordination von Maßnahmen. Damit er diese Aufgabe gut erfüllen kann, bot die Stadtverwaltung zusammen mit der... mehr...

Stolpersteine in der Goldgrube verlegt

Erinnerung an Koblenzer Opfer des Nationalsozialismus

Goldgrube. Jüngst wurden sechs neue Stolpersteine im Koblenzer Stadtteil Goldgrube verlegt. Die in die Bürgersteige eingelassenen Messingsteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, die in Koblenz gewohnt haben. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Zu Besuch in der Frankensiedlung

Mathias Heeb:
Ja, es waren schöne Stunden mit den Kindern der Klasse, manche haben gefragt, ob sie nicht 3 Tage hier bleiben könnten. Was hätte man alles für Möglichkeiten mit diesem Projekt, immer noch und wird auch so bleiben absolutes Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinderates der Grafschaft aufgrund...
Mathias Heeb, Grüner Fraktionsvorsitzender:
Von meiner Seite konnte ich mit Johannes Jung aus dem „rebellischen Dorf Eckendorf“ immer gut auskommen. Hoffe für ihn, dass er etwas andere Wege findet für die CDU Grafschaft, ihm alles Gute für die Zukunft, so fair sollte man sein....
K. Schmidt:
"So sei eine Seilbahn vom Tal aus zur Saffenburg, zur Burg Are oder zum Krausbergkopf bei Dernau zur touristischen Erschließung durchaus vorstellbar,..." - Bis vor 10 oder 11 Jahren gab es in Altenahr noch eine Seilbahn, die wurde dann aufgegeben weil mangels Fahrgästen kein wirtschaftlicher Betrieb...
Service