Allgemeine Berichte | 11.02.2026

Über 100 Schülerinnen und Schüler beeindrucken im Regionalwettbewerb mit ihrem Forschergeist

Jugend forscht: Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis MYK erfolgreich

Leo Lang programmierte ein eigenes 3-D-Spiel.

Region. Kann man aus Pilzen Bausteine herstellen? Hat die Lichtfarbe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Solaranlagen?

Wie reagieren Ameisen auf Mikroplastik? Auf diese und viele weitere Fragen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gefunden. Im Rahmen des Koblenzer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ präsentierten sie jetzt ihre Projekte in den Räumen der Hochschule Koblenz und stellten sich den Bewertungen der Fachjury. Am Ende qualifizierten sich 12 Kinder und Jugendliche für den Landeswettbewerb und sind damit eine Runde weiter.

Ob mit Modellen, Programmen oder Versuchsaufbauten – auf ganz unterschiedliche Art und Weise präsentierten Schülerinnen und Schüler in der Hochschule Koblenz auf der Karthause ihre Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt 109 Kinder und Jugendliche vor allem aus Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, dem Kreis Neuwied, dem Westerwaldkreis, dem Kreis Altenkirchen und dem Rhein-Lahn-Kreis hatten sich diesmal am Wettbewerb beteiligt und dazu 61 Projekte eingereicht. „Die Fülle und Qualität der diesjährigen Beiträge zeigt einmal wieder, wie wichtig dieser Wettbewerb zur Förderung des Wissenschaftsnachwuchses ist“, erklärt Marcelo Peerenboom, Patenbeauftragter der Energieversorgung Mittelrhein (evm). Die evm richtet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal den Wettbewerb als Patenunternehmen aus.

„Seit 25 Jahren fördert die Energieversorgung Mittelrhein als Patenunternehmen den regionalen Wissenschaftsnachwuchs. Für die langjährige Unterstützung danken wir der evm herzlich“, sagte Kristina Ollrogge von der Bundesstiftung Jugend forscht. „Dass ein Unternehmen sich über so viele Jahre engagiert, ist keine Selbstverständlichkeit“, so Ollrogge, die eigens aus Hamburg nach Koblenz gekommen war, um zu gratulieren. Ihr Dank galt auch Helmut Meixner und Julia Zander, die den Wettbewerb leiten.

Auch der Präsident der gastgebenden Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Karl Stoffel, war begeistert: „Der Wettbewerb ‚Jugend forscht‘ zeigt jedes Jahr aufs Neue, mit wie viel Kreativität, Ausdauer und wissenschaftlicher Neugier junge Menschen an Fragestellungen unserer Zeit herangehen. Dieses Engagement beeindruckt mich sehr. Als Hochschule sehen wir es als unsere Aufgabe, solche Talente frühzeitig zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Ideen wachsen können.“

Gewinner aus dem Kreis Mayen-Koblenz

In der jüngeren Altersklasse des Wettbewerbs „Jugend forscht junior“ schafften es gleich mehrere Projekte aus dem Kreis auf das Siegertreppchen. Leo Lang vom Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld überzeugte die Jury mit einem selbstprogrammierten 3-D-Irrgartenspiel und sicherte sich so den ersten Platz in der Kategorie Mathe/Informatik sowie ein Ticket zum Landeswettbewerb. „Ich spiele in meiner Freizeit selbst gerne PC-Spiele und habe mir irgendwann die Frage gestellt, wie diese eigentlich programmiert werden“, erklärte der 13-Jährige seine Intention.

Über einen Platz im Landeswettbewerb und den Sieg in der Kategorie Arbeitswelt können sich auch Emilia Schäfer und Lilli Wambach vom Megina-Gymnasium Mayen freuen. Mit einem selbstkonzipierten Laborkittel, der an verschiedenen Stellen besonders gegen Flammen, Hitze oder Flüssigkeiten schützt, möchten die beiden Schülerinnen die Sicherheit in Laboren und Unterrichtsräumen verbessern. „Die Idee kam uns durch die Laborkittel in unserer Schule. Diese bestehen aus Baumwolle, die Flüssigkeiten aufsaugt und leicht entflammbar ist. Hier haben wir uns gefragt, wie wir diese verbessern können“, so die beiden 14-jährigen Schülerinnen.

In derselben Kategorie geht auch der zweite Platz in den Kreis Mayen-Koblenz. Sebastian Kill von der St. Stephanus-Realschule plus Nachtsheim kam hier mit seinem Versuchsprojekt zu Schafswolle als Dämmstoff auf das Siegertreppchen. „Schafswolle ist ein kaum gefragter Rohstoff, der häufig nach dem Scheeren im Müll landet. Da wir zuhause selbst Schafe halten, wollte ich nach einer Lösung suchen, diese nachhaltig zu verwenden“, erklärte Sebastian.

Landeswettbewerb

Für die Erstplatzierten geht es schon in wenigen Wochen weiter. Vom 17. bis 19. März findet bei der BASF in Ludwigshafen der Landeswettbewerb „Jugend forscht“ statt. Für die jüngeren Siegerinnen und Sieger geht es am 23. und 24. April zu Boehringer Ingelheim. Dort wird der Landeswettbewerb von „Jugend forsch junior“ ausgetragen. „Ich freue mich, dass unsere Region mit so spannenden und innovativen Projekten vertreten ist. Ich drücke all unseren Regionalsiegern fest die Daumen und hoffe, dass sich einige dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren“, so Patenbeauftragter Peerenboom.

Pressemitteilung evm

Emilia Schäfer (links) und Lilli Wambach konzipierten einen Laborkittel, der besser vor Hitze, Flammen und Flüssigkeiten schützen soll.

Emilia Schäfer (links) und Lilli Wambach konzipierten einen Laborkittel, der besser vor Hitze, Flammen und Flüssigkeiten schützen soll. Foto: Sascha Ditscher/evm

Sebastian Kill experimentierte mit den Dämmeigenschaften von Schafswolle und ging der Frage nach, inwieweit man diese als nachhaltiges Dämmmaterial verwenden kann.

Sebastian Kill experimentierte mit den Dämmeigenschaften von Schafswolle und ging der Frage nach, inwieweit man diese als nachhaltiges Dämmmaterial verwenden kann. Foto: Sascha Ditscher/evm

Leo Lang programmierte ein eigenes 3-D-Spiel. Foto: Sascha Ditscher/evm

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