Allgemeine Berichte | 09.05.2025

„Neuwieder Bündnis“ kritisiert die katholische Kita gGmbH - Nachhaltige Lösung gefordert

Kita Gladbach: Verlängerung der Schließung - „Verantwortung sieht anders aus“

Das „Neuwieder Bündnis“ kritisiert die katholische Kita gGmbH für ihren Umgang mit der Schließung von „Maria Himmelfahrt“ in Gladbach.Foto: privat

Neuwied. Das „Neuwieder Bündnis“ aus CDU, Grünen, FWG, BSW und FDP übt scharfe Kritik am Vorgehen der katholischen Kita gGmbH in Sachen Kita „Maria Himmelfahrt“ Gladbach. Der verantwortliche Trägerverein des Bistums Trier hatte die Eltern am vergangenen Mittwoch mit einem lapidaren Schreiben darüber informiert, dass die eigentlich am Montag endende Schließung des „Wolkennestes“ um weitere zwei Wochen verlängert werden – und dabei kein begleitendes Alternativangebot gemacht.

„Das geht so nicht. Das ist verantwortungslos“, stellt Martin Hahn, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, im Namen des Bündnisses fest. „Eine solch kurzfristige Mitteilung ohne vorbereitete Lösungsmöglichkeiten ist den betroffenen Familien schlicht nicht zumutbar.“ Die Eltern hätten ein Recht auf Planungssicherheit, und gerade in Krisensituationen sei eine sensible und vorausschauende Kommunikation unerlässlich. Diese habe das Bistum bisher leider in der gesamten Causa rund um den Mäusebefall der Kita und die von der Kirche verschleppte Sanierung des Gebäudes vermissen lassen.

Die Vorsitzenden der Bündnis-Fraktionen Regine Wilke (Bündnis90/die Grünen), Tobias Härtling (BSW), Lars Ebert (FWG) und Dr. Dietrich Rühle (FDP) loben in diesem Zusammenhang das schnelle und entschlossene Handeln der Stadtverwaltung: „Bürgermeister Peter Jung und das Jugendamt haben im Sinne der Kinder und Eltern sofort reagiert. Die vorgeschlagenen Ausweichlösungen „Zooschule“ oder „Engerser Waldheim“ zeigen, wie es besser geht: pragmatisch, lösungsorientiert und mit Blick auf die Familien.“

Das Bündnis fordert die katholische Kita gGmbH auf, ihrer Verantwortung als Trägerin endlich gerecht zu werden – nicht nur in Gladbach, sondern auch mit Blick auf andere Einrichtungen. „Auch die katholische Kita in Heimbach-Weis ist baulich in einem schlechten Zustand. Es fehlt vielerorts an nachhaltigen Konzepten, und gleichzeitig steigen die öffentlichen Zuschüsse für kirchliche Kitas stetig“, stellen die Fraktionschefs klar.

Besonders kritisch sieht das Bündnis die Art der Kommunikation: Dass selbst das städtische Jugendamt über eine solch weitreichende Entscheidung erst aus einem Elternbrief erfährt, sei ein „Kommunikationsversagen“. Hahn betont: „Künftige Maßnahmen dieser Tragweite müssen zwingend mit dem Jugendamt abgestimmt werden, bevor sie an die Eltern kommuniziert werden.“

Das Bündnis fordert von der Kita gGmbH nun schnelle, verbindliche und nachhaltige Lösungen – sowie ein Umdenken im Umgang mit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung: „Es braucht echtes Engagement für Kinder und Eltern.“

Pressemitteilung Neuwieder Bündnis

Das „Neuwieder Bündnis“ kritisiert die katholische Kita gGmbH für ihren Umgang mit der Schließung von „Maria Himmelfahrt“ in Gladbach. Foto: privat

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