Allgemeine Berichte | 14.08.2022

Veranstalter ziehen positive Bilanz von Rhein in Flammen

Koblenz: Rhein in Flammen 2022 an Land und auf Schiffen gefeiert

Koblenz. Knapp 30 bunt beleuchtete Schiffe unterhalb der Festung Ehrenbreitstein, fünf faszinierende Feuerwerke und etwa 100.000 Besucher an Land – das war Rhein in Flammen zwischen Spay/Braubach und Koblenz 2022. Entlang des Oberen Mittelrheintals haben zahlreiche Gäste am Samstagabend Rhein in Flammen an Land und auf den Schiffen gefeiert. In diesem Jahr mit verändertem Konzept: Ohne Konvoi, aber mit einer Schiffsaufstellung bei Koblenz und mit fünf statt wie sonst sieben Feuerwerken wurde Rhein in Flammen auch bei niedrigem Rheinpegel zum Erfolg.

„Zwei Jahre lang haben wir die wunderbare Atmosphäre von Rhein in Flammen vermisst. Daher sind wir sehr glücklich, dass wir dieses Großevent mit allen Sicherheitsbehörden zusammen, trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, realisieren konnten“, sagt Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT).“Für uns war es sehr wichtig, bereits in der Organisation und Vorbereitung der Veranstaltung alle erforderlichen Maßnahmen mitzudenken, damit es für alle Gäste und Partner ein schöner und erfolgreicher Abend wird.“

Unter dem diesjährigen Motto „Unser Sommertraum“ bestaunten zahlreiche Gäste entlang der Rheinufer oder von einem der 27 Schiffe aus das 25-minütige Höhenfeuerwerk von der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, das um 23 Uhr zeitgleich mit den vier weiteren Feuerwerken in Spay, Braubach, Lahnstein und Stolzenfels gezündet wurde.

Bis 22.45 Uhr platzierten sich die Schiffe in ihrer Aufstellung auf dem Rhein bei Koblenz zwischen Deutschem Eck und der Festung Ehrenbreitstein und sorgten auf dem Rhein für ein buntes Farbenspiel. „Wir sind sehr zufrieden, dass nun trotz des Niedrigwassers alles so gut gelaufen ist und wir auf dem Wasser einen sicheren Veranstaltungsraum zur Verfügung stellen konnten“, sagt Ralf Schäfer vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein vom Standort Bingen. „Die Aufstellung der Schiffe ist sehr organisiert und mit Ruhe und Bedacht abgelaufen.“ Auch die Wasserschutzpolizei teilt diese Einschätzung und meldet keine besonderen Vorkommnisse. Es sei sehr gut gewesen, die Veranstaltung so mit diesem neuen Sicherheitskonzept durchzuführen.

Für das spektakuläre Leuchten am Himmel sorgten dieses Jahr wieder die Pyrotechniker von NICO Europe. Neue spektakuläre Ghost-Effekte, die aufleuchten und wieder verschwinden, farbintensive Lichteffekte zu Sommerklassikern wie „Walking on Sunshine“, „Happy“ und „Give Peace a Chance“ und bunt leuchtende Smileys sorgten für Gänsehautmomente. In diesem Jahr wurde auch auf die Nachhaltigkeit besonders geachtet: in Stolzenfels wurden beispielsweise erstmalig ausschließlich Feuerwerkskörper eingesetzt, deren Hülsen aus Altpapier bestanden und die zusätzlich noch plastikfrei und geräuschreduziert waren. Außerdem wurden die Feuerwerke CO2-neutral umgesetzt.

Live-Musik und Partys an den Rheinufern

Die Veranstaltungen an Land waren insgesamt gut besucht: Bereits tagsüber wurde entlang des Rheinufers ein vielseitiges Programm geboten. In Spay gab es ein Sommerfest direkt an der Flusspromenade mit Feuerwerk und beleuchteten Fachwerkhäusern. „Bei toller Live-Musik hatten wir in Spay eine sehr schöne und ausgelassene Atmosphäre“, sagt Christoph Bartmann aus Spay. Auch in Braubach wurde mit Live-Musik gefeiert: „Bei uns freuten sich knapp 3000 Gäste über das Feuerwerk und das Landprogramm. Die musikalischen Acts kamen gut an, sodass auch nach dem Feuerwerk noch weitergefeiert wurde“, so Stadtbürgermeister Joachim Müller. In Lahnstein gab es eine große Party unter dem Motto „90er Open Air meets Rhein in Flammen“ – wer es lieber ruhiger mochte, genoss ein Weinpicknick im Schlossgarten. Insgesamt waren etwa 9000 Gäste in Lahnstein unterwegs. „Dass die Feuerwerke stattfinden konnten, war für uns und unsere Gäste ein besonderes Highlight. Die Stimmung war sehr ausgelassen, die Vorbereitungen verliefen durchweg rund und es gab keine Zwischenfälle“, sagte Lennart Siefert, Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein.

Das Koblenzer Sommerfest war mit seinen sieben Bühnen und der Veranstaltungsmeile rund um das Deutsche Eck und die Rheinpromenaden die größte Veranstaltung an Land. Bei sommerlichem Wetter, tollem Programm und guter Stimmung besuchten allein am Samstag rund 90.000 Gäste das Sommerfest zu Rhein in Flammen: „Bei bestem Veranstaltungswetter mit sommerlich heißen Temperaturen präsentierte sich das Koblenzer Sommerfest nach zwei Jahren Pause wieder allen Gästen“, sagt Frederik Wenz, Abteilungsleiter Kongress und Event bei der Koblenz-Touristik. „Wir sind mit dem Gesamtablauf sehr zufrieden und freuen uns, dass wir endlich wieder mit allen Besuchern ein entspanntes und gelungenes Rhein in Flammen 2022 feiern konnten.“

Neben den Neuerungen aus dem geänderten Veranstaltungsformat wurden dieses Jahr die Abschussorte der Feuerwerke in Spay, Braubach und Stolzenfels im Vorfeld der Veranstaltung ans Rheinufer verlegt, um die Brandrisiken deutlich zu mindern. In Koblenz haben die Feuerwerker außerdem auf sogenannte langziehende Effekte verzichtet, die erst spät im Fall verglühen, und zusätzlich die Steighöhen der Feuerwerkskörper erweitert. Rund um die Festung Ehrenbreitstein hat die Feuerwehr kurz vor und auch nach dem Feuerwerk die umliegenden Flächen vorsichtshalber bewässert und während der Feuerwerke mit Einsatzkräften bereitgestanden.

Friedlicher und ruhiger Ablauf

Mit dem Ablauf des Abends zeigten sich die Sicherheitskräfte sehr zufrieden. Laut der Berufsfeuerwehr Koblenz entsprach die Einsatzlage in der Stadt insgesamt dem durchschnittlichen Aufkommen an einem Samstag. Die Berufsfeuerwehr Koblenz hatte zusätzlich zur regulären Besetzung zahlreiche Einsatzkräfte in den Dienst gestellt und war mit insgesamt 293 Kräften vor Ort. Mit Sanitätsdienst, Technischem Hilfswerk und Polizei waren am Samstagabend knapp 800 Einsatzkräfte im Dienst. Auch die Polizeidirektion Koblenz spricht am Abend von einem sehr friedlichen Verlauf und hat keine besonderen Vorkommnisse gemeldet.

Ein Großevent wie Rhein in Flammen lässt sich nur erfolgreich durchführen, wenn alle Beteiligten zuverlässig zusammenarbeiten. Stefan Zindler dazu: „Besonderer Dank gilt hier meinem Team, das in kürzester Zeit das Veranstaltungskonzept überarbeitet hat. Großer Respekt gilt auch den Feuerwerkern von NICO, die kurzfristig die Feuerwerke angepasst haben. Danke an die Verantwortlichen in den Orten, die uns auch kurzfristig für die nötigen Abstimmungen und Rücksprachen zur Verfügung standen. Und herzlichen Dank an die Ordnungs- und Sicherheitsbehörden, die uns bei der Erstellung und Realisierung einer verantwortungsvollen Veranstaltung begleitet und unterstützt haben.“

Pressemitteilung Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

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