Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr-Hocheifel“ wird ausgeweitet

Kreis ermöglicht Verkauf von Ufergrundstücken

Kreis ermöglicht Verkauf von Ufergrundstücken

Private Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken entlang der Ahr können ihre Grundstücke an den Landkreis Ahrweiler zu verkaufen. Foto: ROB

20.09.2021 - 11:26

Kreis Ahrweiler. In den vergangenen Wochen haben sich von der Flut betroffene private Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken entlang der Ahr gemeldet und ihr Interesse an einem Verkauf von Grundstücken geäußert. Eine Nutzung der Flächen in der bisherigen Form scheint in vielen Fällen nicht mehr möglich. Außerdem besteht mitunter die Sorge, dass sich die Flutkatastrophe wiederholen könnte und wiederhergestellte Flächen und Aufbauten erneut zerstört würden.


Die Besitzerinnen und Besitzer sollen daher zeitnah die Möglichkeit erhalten, ihre Grundstücke an den Landkreis Ahrweiler zu verkaufen. Dazu hat sich der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Hierzu wurde einstimmig beschlossen, die Erweiterung des Fördergebiets des laufenden Naturschutzgroßprojekts „Obere Ahr-Hocheifel“ über die Verbandsgemeinde Adenau hinaus auf die flussabwärts gelegenen Abschnitte zwischen Dümpelfeld und dem Mündungsgebiet der Ahr zu beantragen. Durch den Kauf sollen naturnahe Strukturen erhalten bleiben, die zum Hochwasserschutz beitragen.

Mit dem Angebot des Kreises sollen Eigentümerinnen und Eigentümern die Gelegenheit erhalten, ihre Grundstücke zeitnah zu ortsüblichen Preisen abzugeben. Gleichzeitig können die vom Kreis erworbenen Flächen dazu genutzt werden, um naturnahe Ufer- und Auenstrukturen zu sichern. So können zum einen die biologische Vielfalt gefördert und zum anderen ein moderner und naturnaher Hochwasserschutz umgesetzt werden. Die Flächen sollen dazu beitragen, der Ahr mehr Platz einzuräumen sowie den Abfluss zu bremsen.

Die Ausweitung des Fördergebiets des laufenden Naturschutzgroßprojekts „Obere Ahr-Hocheifel“ erweist sich hierbei als effektivste Lösung, da neue Antragsverfahren vermieden werden können, die zumeist viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Kosten für den Kauf der Flächen sollen wie die bisherigen Projekt-Maßnahmen zu 90 Prozent aus den bereits zugesagten Bundes- und Landesmitteln finanziert werden.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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19.09.2021 09:56 Uhr
Barbara Falk

Eine sinnvolle Maßnahme. Wiederherstellung des Zustandes vor der Flut kann nicht das Ziel sein. Es braucht aber auch neue Siedlungsgrundstücke, zu einem fairen Preis.



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Kommentare
Klaus Rinke:
Sehr guter erster Schritt für die Betroffenen.Und der Vorschreiben oben ......nur Rummotzen sonst nichts?Anstatt das zu Unterstützen erstmal nieder machen.Lachhaft so etwas.Es wird etwas Gutes Geschaffen und nur das zählt....
J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Manfred Jackl:
Was soll bitte der Negative Kommentar Hr/Fr Friedrich? Waren sie schon vor Ort und haben Sie es in Augenschein genommen? Anstatt dieses Engagement zu würdigen, fällt Ihnen nichts besseres ein, als es mies zu machen! Ich freue mich für die Senioren, dass diesen eine solche Möglichkeit geboten wird....
juergen mueller:
Ich bin auch dafür, dass unsere Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, eine Vergangenheit u. deren Vergessen, an die wir wohl ein Leben lang immer wieder erinnert werden u. mit uns Generationen. Doch das sollte Grenzen haben, da es, wie andere Geschehnisse, zur deutschen Geschichte gehört, wie...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
 
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