Allgemeine Berichte | 08.07.2021

Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel

„Mach mit! – Trenne Bio-logisch“

Mit neuer Aufklärungskampagne ein Zeichen gegen Plastik und andere Fremdstoffe im Bioabfall

Mit der verbandsweiten Informations- und Aufklärungskampagne „Mach mit! Trenne Bio-Logisch“ möchte der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel und sein Vorstand (von links) in Person Manfred Schnur, Landrat des Landkreises Cochem-Zell, von Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz sowie Ulrike Mohrs, Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, die Bürger für das Potential ihres Bioabfalls und eine höhere Bio-Qualität sensibilisieren. Foto: AVZ

Kreis MYK. In unserem Müll schlummert ein oft verkanntes Potential, nicht zuletzt der Bioabfall stellt einen wertvollen Rohstoff dar. Doch nur sauber sortierter Bioabfall ohne Verunreinigungen kann sinnvoll weiterverarbeitet werden. Daher ist es besonders wichtig, dass keine Fremdstoffe, wie etwa Metall, Glas oder Plastik – dazu zählen übrigens auch kompostierbare Plastiktüten – in der Biotonne landen. „Mit der verbandsweiten Informations- und Aufklärungskampagne ,Mach mit! Trenne Bio-Logisch‘ möchten wir als Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel die Bürger in den zugehörigen Kommunen Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und Koblenz für das Potential ihres Bioabfalls und eine höhere Bio-Qualität sensibilisieren“, sagt AZV-Verbandsvorsteher und Erster Beigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, Burkhard Nauroth. Denn nur gemeinsam lassen sich Verunreinigungen minimieren, um wertvollen Dünger durch Kompostierung oder geeignete Biomasse für Biogasanlagen oder Heizkraftwerke gewinnen zu können. Dies ist gerade bei den aktuellen gesetzlichen Entwicklungen im Bioabfall- und Düngemittelbereich sehr wichtig.

Viele Bürger nutzen die braune Tonne bereits gut und richtig, um ihre Bioabfälle getrennt zu entsorgen und sie auf diese Weise werterhaltend dem Stoffkreislauf wieder zuzuführen. Bei der Frage, was genau alles in der Biotonne landen darf, gibt es erfahrungsgemäß aber oft Unklarheiten:

Bereits kleinste Mengen an Plastik, Metall, Glas oder anderen Fremdstoffen im Bioabfall machen sich deutlich bemerkbar und haben negative Auswirkungen. So verschmutzt beispielsweise ein einziger Zigarettenstummel im Bioabfall rund 40 Liter Grundwasser. Keramik und Glas wiederum, benötigen etwa 1 Million Jahre, bis sie biologisch abgebaut sind und landen aus der Biotonne letztlich als Partikel im Kompost gegebenenfalls wieder im eignen Garten. Idealerweise werden die Bioabfälle im Haushalt lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt oder landen direkt in der Biotonne. Alternativ lassen sich auch kompostierbare, unbeschichtete Papiertüten nutzen, die zu 100 Prozent aus Papier bestehen müssen. Oder die Bioabfälle werden ganz einfach in ein bis zwei Lagen Zeitungspapier eingewickelt und anschließend in der Biotonne entsorgt. Nicht zugelassen sind hingegen vermeintlich kompostierbare Plastiktüten. Da konventionelle und biologisch abbaubare Plastiktüten in einer technischen Anlage nicht unterschieden werden können, müssen sie vorab ausgesiebt oder händisch nachsortiert werden. So geht wertvolles organisches Material verloren. Und im Fall der Vergärung oder Kompostierung von Bioabfällen reicht die Zeit nicht aus, um die derzeit auf dem Markt angebotenen kompostierbaren Plastiktüten zu zersetzen. Die Folge: Mikroplastik in sichtbaren, aber schwer erkennbaren Fragmenten landet letztlich auf den Feldern der Region, wird ins Grundwasser und die Weltmeere gespült und gelangt so unweigerlich in unsere Nahrungskette.

Sollte sich eine Sammlung in einer Plastiktüte dennoch nicht vermeiden lassen, gehört am Ende nur der Tüteninhalt lose in die Biotonne. Die Plastiktüte selbst – ob kompostierbar oder nicht – wandert in den Restmüll.

Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel setzt auf Aufklärung

Der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel setzt gemeinsam mit den kommunalen Verwaltungen in Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und Koblenz daher einmal mehr auf Aufklärung in der Bevölkerung. Der AZV verfolgt dabei die Zielsetzung nach noch weniger Fremdstoffen im Bioabfall, um damit eine hochwertige Verwertung zu ermöglichen. Mit Anzeigen und großformatigen Plakaten der aktuellen „Mach mit! Trenne Bio-logisch“-Kampagne, werden die Bürger gezielt angesprochen und für das Thema sensibilisiert. Stichprobenartige Sichtkontrollen des Tonneninhalts auf nicht-organische Fremdstoffe werden ja bereits seit 2016 durchgeführt. Um Störstoffe wie Metalle im Bioabfall finden zu können, setzt der AZV ergänzend auf Fahrzeuge mit elektronischen Detektoren. Diese scannen die Biotonnen vor der Leerung und prüfen den Inhalt auf Verunreinigungen. Bei einer gewissen Menge an Störstoffen schlägt der Detektor an und die fehlerhaft befüllte Tonne wird nicht geleert. Natürlich besteht die Möglichkeit, diese Tonne im Zuge der nächsten Restmüllleerung kostenpflichtig leeren zu lassen, aber das Ziel der neuen Kampagne ist es, die Bürger so gut zu informieren und aufzuklären, dass es erst gar nicht mehr zu derartigen Fehlbefüllungen der Biotonne kommt.

„Wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, kann es gelingen, den Bioabfall aus der Region frei von Fremdstoffen zu halten, um ihn nachhaltig und wertschöpfend für die Region weiterverwerten zu können“, diesbezüglich ist sich der gesamte AZV-Vorstand in Person von Burkhard Nauroth, Manfred Schnur, Landrat des Landkreises Cochem-Zell, sowie Ulrike Mohrs, Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, sicher und dankt schon jetzt allen Bürgern für ihre Mithilfe. Pressemitteilung Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel

Mit der verbandsweiten Informations- und Aufklärungskampagne „Mach mit! Trenne Bio-Logisch“ möchte der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel und sein Vorstand (von links) in Person Manfred Schnur, Landrat des Landkreises Cochem-Zell, von Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz sowie Ulrike Mohrs, Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, die Bürger für das Potential ihres Bioabfalls und eine höhere Bio-Qualität sensibilisieren. Foto: AVZ

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Holz Loth-Entsorgung
Zukunft trifft Tradition KW 26
Anzeige Show Surprise
Andernach schmeckt
Verkäufer(in)
Countdown läuft
Empfohlene Artikel
Vernetzte Nachbarn: In der Grafschaft gibt es eine Nachbarschaftshilfe, die für mehr Sicherheit in den Dörfern sorgen möchte.
20

Grafschaft. Als vor gut zehn Jahren die Zahl der Einbrüche in den Dörfern der Grafschaft spürbar zunahm, wuchs bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Wunsch, selbst aktiv zu werden und gemeinsam zur Sicherheit ihres Heimatortes beizutragen. Jetzt den vollständigen Artikel lesen im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Auch in der Sommersaison 2026 begeistert der Europa-Park seine Gäste mit einer einzigartigen Mischung aus Attraktionen, Shows und europäischem Flair.
28

Mit über 100 Attraktionen und Shows, landestypischer Architektur und authentischer Küche ist der Europa-Park seit über 50 Jahren das ideale Ausflugsziel für die ganze Familie. Jetzt mitmachen und gewinnen! Alle weiteren Infos und das Gewinnspiel gibt‘s im BLICK aktuell RegioMagazin

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Pixabay.com
611

Eine Woche hattet Ihr Zeit um Eure Lieblingsbiergärten im BLICK aktuell-Land zu nominieren – und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Insgesamt stehen 16 Biergärten zur Wahl! Nun habt ihr die Chance, in unserem großen Voting für Euren Favoriten abzustimmen. Und das lohnt sich: Der Biergarten mit den meisten Stimmen bekommt als Gewinn ein tolles Porträt in den verschiedenen Medien von BLICK aktuell.

Weiterlesen

Bürgermeister Andreas Geron (l.) gratulierte Darja Kozlenko zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums.
581

Sinzig. Ende Juni konnte Bürgermeister Andreas Geron Darja Kozlenko zum Abschluss ihres Dualen Studiums für das 3. Einstiegsamt gratulieren.

Von Stadtverwaltung Sinzig aus Sinzig

Weiterlesen