Allgemeine Berichte | 03.08.2023, 08:12 Uhr

Integrationslotsen des Jobcenters verhelfen Langzeitarbeitslosen zurück in den Arbeitsmarkt

Nach zwölf Jahren wieder ein fester Job

Foto: privat
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Kreis Ahrweiler. Klaus E. (Name geändert) war zwölf Jahre lang nur sporadisch und kurzzeitig beschäftigt, maximal für acht Wochen. Doch nun hat sich sein Leben zum Positiven gewendet: Seit zehn Monaten ist er erfolgreich bei der Getränke Michel GmbH im Heimersheimer Gewerbegebiet angestellt. Er arbeitet hauptsächlich im Büro und kümmert sich um die Programmierung der Bestell-App, die Nutzung von Social Media und die Pflege der Homepage. Sein Chef, Michael Juchem, bestätigt, dass Klaus E. im digitalen Bereich besonders talentiert ist und sich gut ins Team integriert hat. Die Arbeit gibt ihm Sicherheit, Struktur und neues Selbstvertrauen.

Diese Erfolgsgeschichte wurde durch das Jobcenter Landkreis Ahrweiler und den Integrationslotsen Horst Wershoven ermöglicht, die das Teilhabechancengesetz (THCG) nutzten. Das Gesetz, das im Jahr 2019 in das Sozialgesetzbuch II aufgenommen wurde, fördert die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellen, erhalten finanzielle Unterstützung, und die Arbeitslosen erhalten die Möglichkeit, sich zu beweisen und wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

Wichtige Verbindung

Horst Wershoven ist als Integrationslotse eine wichtige Verbindung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Er ist in der Region gut vernetzt und kennt zahlreiche Arbeitgeber persönlich. Er widmet sich intensiv etwa 50 Kunden des Jobcenters über einen Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr. Dabei analysiert er die individuellen Herausforderungen, den Arbeitswillen und die Motivation der Klienten sowie eventuelle Hindernisse für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.

Im Fall von Klaus E. war es nicht mangelnder Arbeitswille, sondern das Fehlen einer passenden Gelegenheit, die seine Arbeitslosigkeit aufrechterhielt. Die lange Arbeitslosigkeit führte jedoch zu zusätzlichen Herausforderungen, wie psychischen Problemen. Die Integrationslotsen helfen dabei, diese Hindernisse abzubauen und arbeiten eng mit Arbeitgebern zusammen, um passende Stellen für ihre Klienten zu finden.

Es passte perfekt

Bei Klaus E. und der Getränke Michel GmbH passte es perfekt. Nach einem Praktikum wurde er fest angestellt. In den ersten beiden Jahren seines Beschäftigungsverhältnisses zahlt der Bund gemäß THCG 100 Prozent der Lohnkosten, und Michael Juchem unterstützt Klaus E. zusätzlich als Anreiz. Der Chef betont, dass er die Möglichkeit des THCG und die Unterstützung durch Integrationslotsen jederzeit wieder nutzen würde. Auch nach Vertragsabschluss werden Arbeitgeber und Arbeitnehmer noch sechs Monate lang von einem Coach des Jobcenters begleitet, und die Integrationslotsen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Dies zeigt den langfristigen Einsatz, um eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten. BA

Foto: privat

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