Allgemeine Berichte | 18.10.2021

Pippi Langstrumpf im JUSCH in Neuwied

Premiere verspricht vollen Erfolg

Ausverkauftes Haus im neuen Jugendtheater - Vorstellungen noch bis Dezember

Wirbelten über die Bühne: Pippi Langstrumpf, ihre Feunde und Widersacher.Foto: Schlosstheater

Neuwied. Das Jugendtheater im Seitenflügel des Schlosstheaters ist gerade erst mit einem großen Theaterfest eröffnet worden. Viele lobende Worte von Erwachsenen hatte Intendant Lajosch Wenzel mit auf den Weg genommen, und jetzt fand die erste „wirkliche“ Premiere auf der kleinen Bühne statt, vor dem Publikum, das maßgeblich für alle Bemühungen ist: Vor den Kindern. Und was ist geeigneter, als Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“, ein Klassiker der Kinderliteratur, bestens inszeniert von Axel Wiedemann für das junge Publikum. Die Geschichte der berühmten Kinderbuchautorin ist allseits bekannt, Pippi, das temperamentvolle Mädchen ohne Respekt und Angst vor den Erwachsenen – dennoch versehen mit einem Urvertrauen in die schützenden Hände der Eltern, auch wenn die Mutter im Himmel und der Vater auf hoher See sind.

Hilfreich sind da gegen die Unbillen des Lebens natürlich ihre Superkräfte. Und die bekommen Sören Ergang und Thomas Peters in verschiedenen Rollen zu spüren. Ein besonderes Lob an die Wandlungsfähigkeit der beiden Schauspieler, die sowohl als Zauberer, Gewichtheber, Polizisten und Gauner über die Bühne toben. (keine Ahnung, wann die sich umziehen).

Super waren auch alle weiteren Schauspieler, allen voran Stella Withenius, die in kurzer Zeit die verletzte Cheryl Angelika Baulig als Pippi Langstrumpf ablösen musste. Ursprünglich war ihre Rolle die der Annika, die dann Leonie Gareis ebenso kurzfristig und mit Bravour übernahm und meisterte. Johannes Zaidowicz als Tommy und Hanna Pelz in diversen Rollen ergänzten das Ensemble auf das Beste, zuständig auch für die Regieassistenz. Für die Kinder waren die 70 Minuten ein Riesenspaß, alle waren begeistert, die Zeit verging wie im Flug. Das Bühnenbild war auch in diesem kleinen Rahmen wandlungsfähig und gab dem jungen Publikum stets einen Anreiz, sich in die jeweilige Szene zu versetzen, von der Villa Kunterbunt über das Wohnzimmer von Annika und Tommy bis zum Piratenkreuzer „Hoppetosse“.

Es war die gelungene Einweihung eines zauberhaften Jugendtheaters, auf das Neuwied mit Recht stolz sein kann. Hier wird jungen Menschen das Theater nahegebracht, die Lust am Spiel und am Kulturgenuss vermittelt. Das ist wichtig für die kulturelle Bildung unserer Kinder und dieses war der richtige Startschuss! Danke Pippi Langstrumpf, danke Astrid Lindgren und danke dem Theaterensemble, das diese Bildung vermittelt.

Dazu Intendant Janosch Wenzel: „Der Kartenverkauf lief so gut, dass in kurzer Zeit alle Vorstellungen ausverkauft waren. Daher haben wir jetzt sechs Zusatzvorstellungen angesetzt, und auch hier läuft der Vorverkauf schon sehr gut.“

Wer eine der Vorstellungen besuchen möchte, kann unter www.schlosstheater.de Karten noch bis Ende Dezember buchen.

Wirbelten über die Bühne: Pippi Langstrumpf, ihre Feunde und Widersacher.Foto: Schlosstheater

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