Allgemeine Berichte | 29.09.2025

Rückblick auf die Radtour der Vielfalt open.mosel 2025

Radeln für Europa – Feiern, was uns verbindet

Unter dem Motto „Radeln für Europa. Feiern, was uns verbindet“ machte sich ein Tross aus Radfahrerinnen und Radfahrern, Künstler und Unterstützern auf den Weg von Koblenz nach Schengen, um gemeinsam ein Zeichen für grenzüberschreitende Begegnungen, nachhaltige Mobilität und kulturelle Vielfalt zu setzen. Foto: Victor Beusch, Trier

Region. Acht Tage, rund 290 Kilometer, zwei Länder und unzählige Begegnungen: Die Radtour der Vielfalt open.mosel 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie grenzenlos die Moselregion ist. Unter dem Motto „Radeln für Europa. Feiern, was uns verbindet“ machte sich ein Tross aus Radfahrerinnen und Radfahrern, Künstler und Unterstützern auf den Weg von Koblenz nach Schengen, um gemeinsam ein Zeichen für grenzüberschreitende Begegnungen, nachhaltige Mobilität und kulturelle Vielfalt zu setzen.

Sonniger Auftakt und herzliche Gastfreundschaft

Gestartet wurde die Tour bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen am Deutschen Eck in Koblenz. Rund 30 Teilnehmende radelten zur ersten Etappenstation nach Löf. Unterwegs gab es einen spontanen Stopp im Museum Winningen, wo die Gruppe von der herzlichen Gastfreundschaft vor Ort überrascht wurde. Die Teilnehmenden konnten Winninger Weine verkosten, das Museum mit seinem imposanten historischen Weinfass besichtigen und spannende Informationen über den Ort erfahren.

Die folgenden Tage waren geprägt von zahlreichen Begegnungen, liebevollen Details und kleinen Überraschungen entlang der Strecke: Einladungen zu Kaffee, eine Verkostung von frischen Moselweinbergpfirsichen bei Roland Geyer in Müden sowie viele persönliche Gespräche mit Menschen aus den Etappenorten. Ortsbürgermeister, Beigeordnete, Weinhoheiten und viele Ehrenamtliche empfingen die Gruppe herzlich und sorgten für unvergessliche Erlebnisse.

Beispielhaft seien genannt die Karnevalsgesellschaft „Immer fröhlich 1933 Löf e.V.“, die für die Bewirtung sorgte, der Foodtruck von Eva Hausmann-Müller und Ulrich Müller in Ernst sowie das engagierte Team rund um das Weingut Bernhard Schmitt in Trittenheim, das den Weinstand bei Regen kurzerhand unter die Moselbrücke verlegte.

Im Etappenort Zell konnte die Gruppe zudem die Infrastruktur des Sportvereins Zell nutzen, der zeitgleich sein 100-jähriges Jubiläum feierte.

Kultur und Musik als verbindendes Element

Ein besonderes Highlight der Tour waren die abendlichen Konzerte auf der solarbetriebenen Bühne „Maja“ der Kulturkarawane Trier. Jeden Abend begeisterte der Heidelberger Musiker BÄR mit gefühlvollen Texten, modernen Beats und eingängigen Melodien, die perfekt den europäischen Gedanken von open.mosel widerspiegeln. Seine Musik schlug eine Brücke zwischen Indie-Pop und Singer-Songwriter-Tradition.

Neben den Konzerten von BÄR sorgten auch lokale Akteure für besondere Momente: Der Spielmanns- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Ernst sowie die Jugendband „TRocks“ in Trittenheim, die das Publikum mit ihrer Musik begeisterte.

Wegen wechselhafter Witterung mussten einige Konzerte kurzfristig verlegt werden, beispielsweise in die ehemalige Synagoge in Schweich oder in Reza’s Restaurant in Oberbillig. Dies verlieh einigen Abenden einen besonders intimen Charakter.

Herausforderungen unterwegs

Die Tour verlief nicht ohne Herausforderungen: Auf der Etappe von Trittenheim nach Schweich gab es einen Defekt an mehreren Speichen des Rads der mobilen Bühne. Dank der schnellen Hilfe eines Fahrradfachhändlers in Schweich konnte die Reparatur zügig erfolgen und die Tour ohne größere Verzögerungen fortgesetzt werden.

Ab dem vierten Tag zeigte sich dann die herbstliche Seite der Mosel: Die Etappe von Zell nach Bernkastel-Kues am 21. September sowie die siebte Etappe von Schweich nach Oberbillig mussten wegen anhaltendem Regen abgesagt werden. Auch das geplante Konzert in Bernkastel-Kues fiel dem schlechten Wetter zum Opfer. Trotz Regen und Kälte fanden sich jedoch immer wieder Radlerinnen und Radler, die den Tross begleiteten. Der Künstler BÄR selbst radelte sieben der acht Etappen mit – und machte open.mosel damit auch für ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ein würdiger Abschluss in Schengen

Am 25. September erreichte die Gruppe Schengen. Im Kochhaus, unweit des Schengener Schlosses, wurden die Teilnehmenden von Michel Gloden, Bürgermeister von Schengen, sowie Ralf Uhlenbruch, Bürgermeister der Gemeinde Perl, begrüßt. Sie freuten sich, dass das 40-jährige Jubiläum des Schengener Abkommens durch diese besondere Radtour gewürdigt wurde.

Susanne Prommenschenkel, Koordinatorin für den grenzüberschreitenden Tourismus im Dreiländereck, begleitete das Themenjahr „Mosel grenzenlos“ mit einer ergänzenden Social-Media-Kampagne.

Fazit: Eine Pop-up-Tour mit Zukunftsperspektive

„Die Radtour wurde erst ab Juni dieses Jahres konzipiert und gemeinsam mit der Kulturkarawane geplant“, erklärt Simone Röhr von der Regionalinitiative Faszination Mosel. „Vieles wurde kurzfristig entschieden, manches direkt unterwegs. Deshalb war open.mosel eine echte Pop-up-Tour. Mit mehr Vorlaufzeit hätten wir die Kommunikation klarer gestalten und noch mehr Menschen erreichen können.“

Viele Teilnehmende wünschten sich eine Wiederholung der Radtour – und das aus gutem Grund: Unterwegs gab es unzählige Möglichkeiten, regionale Betriebe, Manufakturen und Menschen vor Ort kennenzulernen. „Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, sich zeigen und erzählen zu lassen, was die Moselregion so einzigartig macht. So wird die Tour zu einem wahren Abenteuer, das sowohl Einheimischen als auch Gästen die Möglichkeit gibt, die Mosel mit allen Sinnen als Genussregion zu entdecken“, so Röhr.

Deshalb wäre es wünschenswert, wenn open.mosel nicht ein einmaliges Erlebnis bliebe. Vielleicht könnte sich im kommenden Jahr eine andere Organisation gemeinsam mit der Kulturkarawane auf den Weg machen, um erneut eine solche Radtour der Vielfalt anzubieten.

Tamay Zieske von der Kulturkarawane ergänzt: „Wir waren tief beeindruckt von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Moselaner. In den vielen Gesprächen vor Ort wurde deutlich, wie sehr diese Region zusammenhält.“

Dank und Ausblick

Ein besonderer Dank gilt allen, die diese Tour möglich gemacht haben: den Mitradlerinnen und Mitradlern, Städten und Gemeinden, Gastgebern, Partnern und Unterstützern entlang der gesamten Strecke.

Ab dem 7. Oktober 2025 startet ein Gewinnspiel auf den Social-Media-Kanälen der Regionalinitiative „Faszination Mosel“. Verlost werden drei prall gefüllte Preise mit Rucksäcken, Weinpräsenten, Wanderpaketen und regionalen Spezialitäten aus den Etappenorten.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 12. Oktober 2025, 0:00 Uhr. Alle Infos unter: www.faszinationmosel.info

Pressemitteilung der Regionalinitiative „Faszination Mosel“

Gestartet wurde die Tour bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen . Foto: Albrecht Ehses

Gestartet wurde die Tour bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen . Foto: Albrecht Ehses

Ein besonderes Highlight der Tour waren die abendlichen Konzerte. Foto: Victor Beusch, Trier

Ein besonderes Highlight der Tour waren die abendlichen Konzerte. Foto: Victor Beusch, Trier

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Unter dem Motto „Radeln für Europa. Feiern, was uns verbindet“ machte sich ein Tross aus Radfahrerinnen und Radfahrern, Künstler und Unterstützern auf den Weg von Koblenz nach Schengen, um gemeinsam ein Zeichen für grenzüberschreitende Begegnungen, nachhaltige Mobilität und kulturelle Vielfalt zu setzen. Foto: Victor Beusch, Trier

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