Allgemeine Berichte | 15.12.2020, 09:37 Uhr

Therapietiere waren die Stars beim Weihnachtsmannbesuch im Hospiz im Ahrtal

„Rentier“-Pony Zina bescherte am Bett

Weihnachtsmarktbude und -programm sorgen für Adventsstimmung

„Nikolaus“ Felicia Löhr mit Therapiehund Olaf auf dem Arm, Hund Anton, „Engel“ Maresa Kohnen, Pony Zina, „Nikolausin“ Ana Järke.Fotos: Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V.
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für viele ist es wohl ihre letzte Adventszeit. Diese erleben die Gäste des stationären Hospizes im Ahrtal aber trotz aller aktuellen Einschränkungen nicht ohne den Duft von Waffeln, Punsch und gebrannten Mandeln. Auch eine Stippvisite des Weihnachtsmanns hat das Hospiz-Team ausschließlich für die Hospizgäste und deren An- und Zugehörige organisiert: Alles unter Beachtung der Corona-Schutzverordnung und der aktuell gültigen Hygiene- und Besucherregelungen, die von der Hausleitung koordiniert wurden.

Stimmungsvolle Kulisse ist eine hölzerne Weihnachtsbude, wie man sie sonst auf einem Adventsmarkt findet, die auf der Terrasse des Hospizes vor dem Mehrzweckraum aufgebaut ist. Bestückt ist sie stilecht mit Grußkarten, Plätzchen, Stricksocken und mehr, die Unterstützer der Hospizbewegung sonst für den Stand des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr bei den Uferlichtern fertigen.

Dort machten nicht nur ein Weihnachtsmann, sondern auch ein Paar in roter Robe und weißem Plüsch, dazu ein Engel, zwei Hunde und Zwergpony Zina Station. Besonders Letzteres hat für rührende Begegnungen im Innen- und Außenbereich des Hauses gesorgt und die Herzen von Hospizgästen sowie deren An- und Zugehörigen bewegt. Gerade mal 82 Zentimeter Stockmaß hat Shettystute Zina und beglückte gemeinsam mit „Weihnachtsfrau“ Ana Järke einige Hospizgäste sogar in ihrem Zimmer am Bett. Die Pferdefachwirtin und Reittherapeutin aus Rüber bei Koblenz hat auch die beiden begleitenden (Therapie-)Hunde Olaf und Anton speziell für solche Begegnungen trainiert. Ehrenamtlich besuchte sie gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Felicia Löhr und Mareso Kohnen das stationäre Hospiz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Besuch der Therapietiere rufe bei manchen Schwerkranken erstaunliche Reaktionen hervor, erklärte Ana Järke: „Manche werden wacher, der Fokus geht für eine Weile weg von ihrem Schicksal und ihren Schmerzen hin zu dem Tier, gegenüber dem sie sogar Zuneigung zeigen.“ Auch in Bad Neuenahr hat sie solche Wirkungen erlebt: „Da waren selbst ein Mann und seine Tochter verblüfft, wie die Ehefrau respektive Mutter auf einmal gesprächig wurde.“

Es ist nicht die einzige Adventsaktion im stationären Hospiz im Ahrtal. Den Auftakt bildete eine Wort-Gottes-Feier der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler vor dem Hospiz, die in die Flure des Hauses übertragen wurde. Zu weiteren Aktionen gehören und gehörten Mandeln, die an der Weihnachtsbude gebrannt, Raclette-Käse, der dort geschmolzen und Waffeln, die dort gebacken und dann coronakonform verteilt wurden. Auch Kerzenziehen und das Gestalten von Betonlichtern sind Teil des Programms, ebenso immer wieder Adventsandachten.

Das Team des stationären Hospizes bedankt sich herzlich bei der Schreinerei Herms Wittkopf, die die Bude unentgeltlich zur Verfügung stellt, beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr für die Ausstattung der Bude und die Sachspenden, beim Ahrweiler Winzerverein, der den Glühwein gesponsert hat, und bei der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler, die den „Advent anders“ gestaltet hat, sowie bei den Besuchern mit dem Hospizpony und allen anderen fleißigen Helfern.

Hospizgast (links) freut sich über Pony Zina, das Ana Järke (rechts) mitgebracht hat.

Hospizgast (links) freut sich über Pony Zina, das Ana Järke (rechts) mitgebracht hat.

„Engel“ Maresa Kohnen, Pony Zina, „Nikolausin“ Ana Järke, „Nikolaus“ Felicia Löhr mit Therapiehund Olaf auf dem Arm.

„Engel“ Maresa Kohnen, Pony Zina, „Nikolausin“ Ana Järke, „Nikolaus“ Felicia Löhr mit Therapiehund Olaf auf dem Arm.

„Nikolaus“ Felicia Löhr mit Therapiehund Olaf auf dem Arm, Hund Anton, „Engel“ Maresa Kohnen, Pony Zina, „Nikolausin“ Ana Järke.Fotos: Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V.

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